Der Jahresanfang 2020 ist in der Fotobranche geprägt von Neuvorstellungen – eine Kamera nach der nächsten wird präsentiert. Die neueste ist die 3. Neue von Fujifilm: die Fujifim X-T4 nach der X-T200 und X100V.

Der Beitrag sollte heute morgen um 6 Uhr online gehen, beruhend auf Vorab-Informationen aus dem Internet (u. a. FujiRumors). Durch ein Server-Problem wurde er gute 4 Stunden zu spät veröffentlicht. Wir bitten das zu entschuldigen.

Nun wurde er durch einigen Informationen ergänzt.

Einige wichtige Eckdaten vorab:

  • Der Autofokus wurde verbessert. Dazu gehören eine Verdoppelung der Trefferquote beim Tracking gegenüber der X-T3 und eine deutliche Verbesserung bei der Gesichts- und Augenerkennung.
  • Der Verschluss ist um 30% leiser als bei der X-T3.
  • Der Verschluss ist auf 300.000 Abläufe ausgelegt (doppelt so viele wie bei der X-T3).
  • Der Bildstabilisator im Gehäuse gleicht 6,5 Verschlusszeitenstufen gegenüber der Freihandgrenze aus (mit 18 der 29 X-Ojektive).
  • Der Mechanismus des IBIS ist 30% kleiner und 20 % leichter als bei der X-H1.
  • Der IBIS wird über Magnete gesteuert, nicht mehr über Federn.
  • Im Full-HD-Modus können Filme mit max. 240 fps aufgezeichnet werden.
  • Filme können parallel auf 2 SD-Karten gespeichert werden (Backup im gleichen Format).
  • Mit dem neuen Akku sind bis zu 500 Aufnahmen im Normal- und bis zu 600 Aufnahmen im Sparmodus aufgenommen werden.

 

Auch die Fujifilm X-T4 folgt dem strengen Retro-Design, das Fujifilm mit der Finepix X100 populär gemacht hat.

Das kantige Gehäuse mit dem nicht sehr ausgeprägten Handgriff (der aber von der klassischen SLR-Form der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts abweicht) besteht aus einer Magnesiumlegierung und ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet.

Der Fujifilm X-T4 verwendet den 26,1 MPix X-Trans CMOS 4-Sensor mit einem BSI-(Backside-Illuminated)-Aufbau und einen Hochgeschwindigkeits-Bildprozessor, den X-Processor 4, der von der X-T3 bekannt ist.

Wie bei den Fujifilm X-Modellen üblich handelt es sich um einen APS-C-Sensor mit Crop-Faktor 1,5x.

Als Grund-Empfindlichkeiten können, wie schon bei der X-T3, Werte von ISO 160 – ISO 12.800 eingestellt werden.

In Kombination mit der Farbwiedergabetechnologie von Fujifilm bietet der X-T4 eine Vielzahl von Optionen, damit Sie eine Szene genau so wiedergeben können, wie Sie sie in Erinnerung haben.

Die Bildstabilisierung erfolgt erstmals bei einer Kamera der X-T Serie am Sensor (IBIS).

Der Ausgleich der Verwacklungen erfolgt in 5 Achsen und kann mit 18 der 29 verfügbaren XF- / XC-Objektiven bis zu 6,5 Verschlusszeitenstufen gegenüber der Freihandgrenze gut machen.

Zu den neuen IBIS-Komponenten gegenüber der X-H1 zählen neue Materialien, eine verbesserte Dämpfung des Verschlussablaufs und neu entwickelte Gyrosensoren, die Bewegungen 8-mal genauer erkennen als der Stabilisator der X-H1.

Dadurch werden Nacht- und Sportaufnahmen verbessert und auch mehr Videos können ohne Wackler aufgenommen werden.

Der neue IBIS nutzt Magnetkraft statt Federn. Das verbessert die Arbeitsweise. Gleichzeitig kann die Stabilisator-Einheit ca. 30 % kleiner und 20 % leichter ausfallen als bei der X-H1.

Dank eines neu entwickelten kernlosen Gleichstrommotors mit hohem Drehmoment ist der ultraschnelle Schlitzverschluss in der Lage, im Burst-Modus 15 B/Sek. aufzunehmen. Die Auslöseverzögerung liegt bei nur noch 0,035 Sekunden. Im Live-View-Modus werden mit dem mechanischen Verschluss bis zu 8 B/Sek. erreicht.

Die Zeitenreihe des mechanischen Verschlusses geht bis 1/8000 Sek.

Der elektronische Verschluss macht ultrakurze Zeiten bis 1/32.000 Sek. möglich, wie auch Serien mit 20 B/Sek. mit voller Auflösung und sogar 30 B/Sek. mit einem 1,25x Crop [@APS-C] (entsprechend einem Crop von ca. 1,9 x [@KB]).

Der Verschluss ist mit 300.000 Auslösungen doppelt so langlebig wie bei der X-T3 und bietet ein ca. 30% leiseres Verschlussgeräusch.

Der 3″ Touchscreen-Monitor kann in 2 Achsen bewegt werden (nach links schwenken, um die Längsachse drehen) mit seiner Auflösung von 1,62 Mio. RGB-Dots ermöglicht kreativere und vielseitigere Aufnahmen.

Der EVF unter dem Sucherdach à la DSLR bietet eine Auflösung von 3,69 Mio. RGB-Dots und eine Vergrößerung von 0,75x [@KB]. Das entspricht den Werten der X-T3.

Für die Anzeige des Bildes auf dem LCD-EVF im Sucher und auf dem Rückwandmonitor stehen drei verschiedene Modi zur Verfügung: „Restlicht-Priorität“ – damit der Anwender das Motiv auch bei schwachem Licht klar erkennen kann, „Auflösungspriorität“ – damit auch die feinen Details des Motivs angezeigt werden und „Priorität Bildrate“, die bei der Aufnahme eines sich bewegenden Motivs die Verwacklungsunschärfe im Sucher minimiert.

Die Augenmuschel verfügt jetzt über einen Verriegelungsmechanismus, der ein Einreißen oder Verschieben verhindert.

Zu den Modi Boost / Normal kommt nun der Economy-Modus hinzu, der Energie spart, um die Lebensdauer der Batterie zu erhöhen.

Die Fujifilm X-T4 bietet den neuen Filmsimulationsmodus „ETERNA Bleach Bypass“ . Dieser Modus simuliert den „Bleach-Bypass“, eine traditionelle Verarbeitungstechnik für Silberhalogenidfilme, die Bilder mit geringer Sättigung und hohem Kontrast für eine besondere Atmosphäre erzeugt. Durch den Verzicht auf das Bleichen des Bildes überlagerten sich Farb- und S/W-Bild.

Auch an Bord: Classic Negative. Beide fehlen bei der X-T3.

Lichter- und Schattentöne können jetzt in 1/2 Stufen im Bereich von -2 bis +4 Stufen statt in in ganzen Schritten wie bei der X-T3 angepasst werden, was eine feinere Tonwertabstufung ermöglicht.

Der Weißabgleich bietet jetzt zusätzlich zu „AUTO“ die Optionen „Weißpriorität“ und „Ambientepriorität“. Der Modus „WeißPriorität“ reproduziert ein reineres  Weiß, während die „Ambientepriorität“ einen wärmeren Ton erzeugt.

Im „RAW“-Modus stehen nun die Optionen „Verlustfrei komprimiert“ und „Komprimiert“ zu Wahl.

Wie die X-T3 bietet auch die X-T4 einen Hybrid-AF mit 425 AF-Messpunkten und einer hohen Abdeckung des Bildfeldes.

Ein neuer Algorithmus und Phasendetektion führen zu einem schnelleren AF mit einer Reaktion von bis zu 0,02 Sekunden geführt. Dies stellt sicher, dass man ein sich mit hoher Geschwindigkeit bewegendes Motiv einfangen und verfolgen kann.

Erheblich verbessert wurden die Leistung der AF-Nachführung (die Trefferquote ist doppelt so hoch, wie bei der X-T3) und die die Leistung des Gesichts-/Augen-AF.

Die X-T4 kann im  Full-HD-Hochgeschwindigkeitsmodus Videos mit 240 fps aufnehmen und dabei einen bis zu 10-fachen Zeitlupeneffekt erzeugen.

Der optische Stabilisator kann für Videos mit der elektronischen Bildstabilisierungsfunktion (DIS) für kombiniert werden. Das optimiert die Bildstabilisierung, z. B. für Anwender, die im Gehen Videos aufnehmen.

Foto- und Videomodus haben jetzt getrennte Menüs. Es gibt ein Q-Menü für Video-Aufnahmen, was die Bedienung der X-T4 im Video-Modus vereinfacht. Diese Filmoptimierte Steuerung erlaubt es dem Videografen die Belichtung sowohl mit dem Einstellrad als auch mit dem Touchscreen-Panel einstellen.

Der Wechsel vom Foto- in den Videomodus (mit Voreinstellungen) ist mit dem STILL / MOVIE-Modus-Wahlschalter auf der rechten Gehäuseschulter (unter dem Verschlusszeitenrad)  schnell möglich.

Ein Video kann kann im gleichen Format gleichzeitig auf zwei SD-Karten als Backup aufgezeichnet werden.

Die F-Log View Assist-Funktion wurde hinzugefügt, um Videos mit geringer Sättigung / geringem Kontrast sofort zu korrigieren. Das Video wird für die Anzeige äquivalent zu BT.709 konvertiert, um die korrekte Belichtung bei der Videoaufzeichnung zu erleichtern.

Die „Film Crop Fix”-Funktion sorgt für einen einheitlichen Crop-Faktor in allen Aufnahmemodi, sodass ein Perspektivwechsel beim Wechsel in einen anderen Modus vermieden wird.

Abmessungen ca. 135 x 93 x 64 mm (X-T3: ca. 133 x 93 x 59 mm)
Gewicht mit Akku und Speicherkarte: ca. 610 g (X-T3: ca. 540 g) 

Verfügbarkeit Es gibt noch keine Informationen. Wegen des Corona-Virus kann sich die Markteinführung verzögern.
Preis (UVP) 1799,- €

 

Optionales Zubehör

Vertikaler Batteriegriff VG-XT4 für zwei zusätzliche Akkus. Er bietet Auslöser, Fokus-Joystick, AEL-, AF-ON- Fn- und Quickmenü-Tasten, zwei Einstellräder (vorn und hinten). Die Elemente sind so angeordnet wie auf der Kamerarückwand und erlauben so den schnellen Wechsel vom Quer- ins Hochformat.

Akku NP-W235 mit einer 1,5x größeren Kapazität wie der Vorgänger. Mit den drei Akkus im Gehäuse und dem angesetzten Griff VG-XT4 können 1450 Fotos aufgenommen werden.

Doppel-Ladegerät BC-W235 für das gleichzeitige Laden zweier NP-W235.

Cover-Kit CVR-XT4 mit 5 Abdeckungen für Anschlüsse am Gehäuse

Blitzgerät EF-X8 mit kleinen Abmessungen und Leitzahl 11