Seit d-pixx 1/2008 ist der Blick zurück („Kinder, wie die Zeit vergeht“) fester Bestandteil unserer Printausgabe. Jetzt holen wir diese beliebte Rubrik auf die Homepage. Hier im Fokus: Fujifilm Finepix X100 …

Gestern (4. Februar 2020) stellte Fujifilm die neuen X100V vor und baut damit das X-System der Kameras mit APS-C-Sensoren konsequent weiter aus, nachdem ja im Herbst 2019 die X-Pro3 und erst vor kurzem die X-T200 präsentiert worden waren. Wer Wert auf größere Sensoren legt, wird bei Fujifilm ebenfalls fündig – die GFX Kameras sind mit Mittelformatsensoren ausgerüstet und das Top-Modell weist eine Auflösung 100 MPix auf und soll demnächst per Pixel-Shift bis 400 MPix kommen.

Angefangen hat der Erfolg von gut neun Jahren – mit dieser Kamera:

Foto: Fujifilm | Archiv d-pixx foto

Zur photokina 2010 stellt Fujifilm eine Kompaktkamera vor – besser gesagt eine besondere Kompaktkamera, wie man sie genau so eigentlich von Leica gewünscht hätte. Sie erregt mehr Aufsehen, als etwa ebenfalls neuen Canon 60D oder Nikon D7000.

Die Finepix X100 setzt auf einen 12-MPix-Sensor im APS-C-Format (Vollformat ist damals einer guten Handvoll DSLRs vorbehalten) , ein lichtstarkes Fujinon 2/23 mm (35 mm [@KB]), das fest verbaut ist und ein ganz spezielles Suchersystem.

 

Foto: Fujifilm | Archiv d-pixx foto

Das alles steckt in einem Gehäuse, das an Messsucherkameras à la Leica oder (viel früher) Contax erinnert und mit diesem Retrolook fasziniert.

Foto: Fujifilm | Archiv d-pixx foto

Auch bei der Bedienung der Kamera ist Retro in: Es gib ein Einstellrad für die Verschlusszeiten und einen Blendenring. Beide bieten eine A-Einstellung. Je nachdem, on man einmal das A wählt oder zweimal, arbeitet die Kamera mit Zeit-, Blenden- oder Programmautomatik. Entscheidet man sich gegen die A-Einstellungen, wird die Belichtung im Manuell-Modus durchgeführt. Dieses genial einfache System kommt heute noch zum Einsatz.

Beim Sucher treffen sich zwei Welten.

Foto: Fujifilm | Archiv d-pixx foto

Die X100 kombiniert einen optischen Sucher mit einem elektronischen. Der von vielen Fotografen gewünschte direkte Blickkontakt mit dem Motiv wird durch die Möglichkeiten eines EVF, Informationen und Hilfen wie Raster, Histogramm Wasserwaage oder eine Entfernungsskala ins Sucherbild einzublenden ergänzt. Und wenn man möchte, kann man auf einen EVF mit 1,44 Mio. Dots umschalten. Natürlich kann auch der 2,8“ Monitor als Sucher genutzt werden!

Weiteres

  • Empfindlichkeiten bis ISO 12800 mit sehr gutem Rauschverhalten.
  • Zeiten bis 1/4000 Sek.
  • Zügiger, aber nicht übermäßig schneller Kontrast-AF.
  • Serienbilder bis maximal 5 B/Sek.
  • Schwenkpanorama-Funktion.
  • Es gibt einen eingebauten ND-Filter.
  • HD Movies können mit 24 fps bis zu einer Länge von 10 Minuten aufgenommen werden.
  • Die Naheinstellgrenze liegt bei 80 cm bzw. 10 cm im Makromodus.

Preis: 999,- €

 

BLICK ZURÜCK – WEITERE BEITRÄGE

 

Praxisbilder mit der Fujifilm Finepix X100

Die Bilder wurden im im Mai 2011 in Porto aufgenommen. Sie wurden in Adobe Photoshop auf 1280 Pixel Breite verkleinert. Ein Klick auf ein Bild bringt es in dieser Größe auf Ihren Monitor.

ISO 200 | F8 | 1/600 Sek.
ISO 200 | F8 | 1/450 Sek.
ISO 200 | F7.1 | 1/420 Sek.
ISO 200 | F7.1| 1/550 Sek.
ISO 200 | F8 | 1/10 Sek.
ISO 200 | F8 | 1/28 Sek.
ISO 200 | F5.6 | 1/30 Sek. | -0,33 EV
ISO 200 | F5.6 | 1/250 Sek. | -0,33 EV
ISO 200 | F5.6 | 1/52 Sek.

 

TEXT UND ALLE PRAXISBILDER (c) HERBERT KASPAR

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