Mit der Fujifilm X100V wird nach der X-T200 (Januar 2020) und  der X-Pro3 (Oktober 2019) wird heute die dritte neue Kamera des japanischen Herstellers in recht kurzer Zeit präsentiert – die lang erwartete Fujifilm X-T4 kommt dann vielleicht auch bald?

Mit der Fujifilm Finepix X100 begann vor 9 Jahren und ein bisschen was (exakt: zur photokina 2010) der Siegeszug der Fujifilm X-Serie.

Wie der Urahn ist auch die neue X100V eine Sucherkamera mit einem fest verbauten Objektiv.

Der Sucher ist mit einem OLED-Display ausgestattet, das bei einem Seitenverhältnis von 4:3  mit 3,69 RGB-Dots auflöst und eine Vergrößerung von 0,66x [@KB] bietet.

Der Kontrast wird nun mit 1:5000 angegeben, die Bildwiederholrate für 100 fps wird für ein scharfes Bild aus bei Schwenks sorgen.

Auch bei der Fujifilm X100V ist der Sucher als Hybridsucher ausgelegt und bietet als optischer Sucher eine Vergrößerung von 0,52x [@KB].

Das Fujinon 23 mm F2 ist ein neues Objektiv, das in einigen Punkten (Aberrationen) gegenüber dem Vorgänger verbessert wurde.

Zum Aufbau des Objektivs gehören 2 Asphärische Linsen und wie auf der Pressekonferenz in London gezeigt wurde, konnte die Abbildungsleistung gegenüber der X100F besonders in den Ecken sichtbar gesteigert werden.

Wenn ein engerer Bildwinkel gewünscht wird, können mit Hilfe des eingebauten Digital-Telekonverters Brennweiten von 50 mm und 70 mm simuliert werden. (Noch nicht bestätigt.)

Für einen größeren Bildwinkel lässt sich der Konverter WCL-X100 II ansetzen, mit dem Bildwinkel eines 28-mm-Objektivs erzielt wird. Der Konverter TCL-X100 II engt den Bildwinkel entsprechend 50-mm-Brennweite ein.

Auch ein ND-Filter (bis 4 Blendenstufen) ist wieder an Bord. Man kann dadurch längere Verschlusszeiten (etwa für Wischeffekte) und/oder größere Blenden (für eine schmalere Schärfenzone) erzwingen.

Da auch die X100V eine Kamera mit einem 23.5 x 15.6 mm großen APS-C-Sensor ist, wirkt das Objektiv wie ein 35-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera. Es handelt sich also um ein Allrond-Objektiv, das von denen einen als Einstieg in den Weitwinkelbereich und von den andern (z. B.von mir) als erweitertes Standardobjektiv angesehen wird.

Beim Sensor handelt es sich einen X_trans CMOS 4 Chip in BSI-Technik mit einer Auflösung von 26,1 MPix. Die maximale Auflösung im Seitenverhältnis 3:2 liegt bei 6240 x 4160 Pixeln. Andere Seitenverhältnisse und Auflösungen lassen sich einstellen.

Standardmäßig können Empfindlichkeiten von ISO 160 – 12.800 eingestellt werden. Im erweiterten Modus geht der Bereich von ISO 80 – 51.200.

Wenn es darum geht, den ISO-Wert zu verstellen, werden sich ältere Fotografen an ältere Kameras erinnert fühlen: Man zieht das Verschlusszeitenrad nach oben und dreht es dann, bis der gewünschte Wert in einem kleinen Fenster erscheint.

Generell setzt auch die X100V auf eine Reihe von physischen Einstellelementen, zu denen auch ein Joystick auf der Rückwand gehört, mit dem man das AF-Messfeld verschieben kann.

Die Bilddaten können im JPEG- und 14bit-RAW-Format aufgezeichnet werden.

Die Belichtungsmessung erfolgt wahlweise mit 256-Zonen-Mehrfeld-, Integral-, mittenbetonter Integral- und Spot-Charakteristik.

Für die Belichtungssteuerung stehen die PASM-Modi zur Wahl und es können mit dem mechanischen Verschluss Zeiten von 1/4.000 – 30 Sekunden genutzt werden. Dazu kommen je nach Betriebsart Langzeiten bis 15 Min. oder auch 60 Min. Der elektronische Verschluss erweitert den Bereich bis zur ultrakurzen 1/32.000!

Der Blendenbereich geht bis F16.

Serienaufnahmen können mit Frequenzen bis hin zu 30 B/Sek. gemacht werden, wenn man einen Crop von 1,25x in Kauf nimmt, ansonsten sind je nach Verschlusstyp maximal 11 B/Sek. bis 20 B/Sek. mit voller Auflösung möglich.

Die automatische Scharfstellung nutzt ein Hybrid-System mit maximal 117 AF-Punkten, die einzeln oder in Gruppen genutzt werden können.

Mit Phasendetektion arbeitet der AF bis -5 EV.

Weiteres

  • Dynamic Range-Einstellungen Auto, 100%, 200%, 400%
  • 17 Filmsimulationsmodi inkl. Acros und Eterna/Cinema.
  • Als neue Filmsimulation ist Classic Negativ dazu gekommen für härtere Bilder mit etwas geringerer Sättigung.
  • 3“ Touchscreen-Rückwandmonitor (3:2) mit 1.62 Mio. RGB-Dots
  • Der Rückwandmonitor ist schwenkbar.
  • Der Rückwandmonitor „taucht“ ins Gehäuse ein, der Rückwand wirkt dadurch wie aus einem Guss.

  • Auch die Oberseite mit den Einstellelementen ist plan gehalten … sehr stylish und elegant.
  • Unter der Oberfläche ein robustes Gehäuse mit Deck- und Bodenplatte aus Alu.
  • Das soll nun auch wetterfest sein. Für Rundumschutz werden der Adapterring AR-X100 und der Schutzfilter PRF-49 gebraucht.
  • Der Weißabgleich umfasst neben Automatiken auch die Wahl der Farbtemperatur (2.500K – 10.000K).
  • Der eingebaute Blitz hat bei ISO 1.600 (!) eine Reichweite von rund 7,4 m.
  • Intervallaufnahmen sind möglich.
  • Für Filmaufnahmen stehen 4K- und Full-HD-Auflösung zur Wahl.
  • WLAN und Bluetooth sind an Bord.
  • Abmessungen: ca. 128 x 75 x 54 mm
  • Gewicht: ca. 480 g (mit Akku und SD-Karte)

 

Verfügbarkeit

ab Ende Februar (silberne Version)
ab März (schwarze Version)

 

Preis (UVP)

1499,- €