Seit d-pixx 1/2008 ist der Blick zurück („Kinder, wie die Zeit vergeht“) fester Bestandteil unserer Printausgabe. Jetzt holen wir diese beliebte Rubrik auf die Homepage. Hier im Fokus: Das Ricoh GXR System.

Die Idee, mit der Ricoh im November 2009 an die Öffentlichkeit tritt, ist auf den ersten Blick bestechend.

Ricoh trennt den Aufnahmesensor vom Gehäuse und bringt ihn zusammen mit einem Objektiv als konsequent zu Ende gedachte „Aufnahmeeinheit“ in einem Modul unter.

Das Gehäuse ist 114 x 71 x 29 mm klein – wobei die 29 mm Tiefe am Handgriff erreicht werden, während die Rückwand mit dem Monitor und der Aufnahme für das Objektivmodul nur wenige Millimeter stark ist.

Das kleine Gehäuse macht einen guten Eindruck. Aus einer Magnesiumlegierung gefertigt wirkt es wertig – aber wegen der großen Aussparung für das Objektivmodul doch gewöhnungsbedürftig.

Im Gehäuse stecken die Steuerung für die Belichtung, ein Bildprozessor und der Akku. Hier sind auch die Einstellelemente untergebracht und einen großen Teil der Rückwand nimmt ein 3“-Monitor mit einer Auflösung von 920.000 RGB-Dots ein.

Ein eingebauter Blitz ist ebenfalls im Gehäuse untergebracht, wie auch der Slot für SD / SDHC-Speicherkarten. Was man vergebens sucht, ist ein Sucher. Den gibt es konsequenter Weise als Modul für den Zubehörschuh.

Die Objektivmodule werden von der Seite in die Aussparung auf der Vorderseite geschoben. Zwei Führungsschienen verhindern, dass es zu Verkantungen kommt.

Jedes Modul enthält einen Sensor, ein exakt darauf abgestimmtes Objektiv und einen eigenen Bildprozessor – und ist komplett gegen Schmutz und Feuchtigkeit gekapselt. Für Outdoor-Fotografen, die unter widrigen äußeren Umständen das Objektiv wechseln wollen, ist das eine sehr praktische Sache, das Staub nicht auf den Sensor gelangen kann.

Eine Sonderstellung nimmt ein Modul mit M-Bajonett ein, in das entsprechende Objektive eingesetzt werden können.

Dabei verwendet Ricoh APS-Sensoren für Objektive, mit denen es auf hohe Auflösung ankommt, und kleinere Sensoren, um den damit verbundenen hohen Crop-Faktor für lange Äquivalentbrennweiten auszunutzen.

  • GXR A16 | 24-85 mm F3,5-5,5 | APS-C | 16 MPix | CMOS | ISO 200 – 3200 | Februar 2012
  • GXR A12 | 28 mm F2,5 | APS-C | 12 MPix | CMOS | ISO 200 – 3200 | September 2010
  • GXR A12 | 50 mm F2.5 Macro | APS-C | 12 MPix | CMOS | ISO 200 – 3200 | November 2009
  • GXR A12 | M-Mount | APS-C | 12 MPix | CMOS | ISO 200 – 3200 | August 2001
  • GXR P10 | 28-300 mm F3,5-5,6 VC | 1/2,3″ | 10 MPix | BSI-CMOS | ISO 200 – 3200 | Mai 2010
  • GXR S10 | 24-72 mm F2,5-4,4 VC | 1/1,7″ | 10 MPix | CCD | ISO 100 – 3200 | November 2009

Nach diesen sechs Modulen ist Schluss. Die Fotografen nehmen das System nicht an, da mit jedem Objektiv ein Sensor, und mit jedem neuen Sensor ein Objektiv zu kaufen ist.

Gehäuse und 12-42-mm-Modul kosten bei Erscheinen rund 830 €, das 50 mm Makro ca. 670 €.

 

Text (c) Herbert Kaspar
Produktbilder (c) Ricoh

 

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PRAXISBILDER 

Die Bilder wurden im im Zeitraum von 2010 bis 2012 in Hammelburg, Berlin, Maastricht und am Gardasee aufgenommen. Sie wurden in Adobe Photoshop bearbeitet und auf 1280 Pixel Breite verkleinert. Ein Klick auf ein Bild bringt es in dieser Größe auf Ihren Monitor.

 

Ricoh GXR / Modul A12

 

18,3 mm | ISO 200 | F5.6 | 1/1070 Sek. | +0,7 EV

Ricoh GXR / Modul A16

 

15,7 mm | ISO 200 | F8 | 1/133 Sek.
37 mm | ISO 800 | F5.7 | 1/52 Sek. | -0,3 EV
55,5 mm | ISO 400 | F9 | 1/760 Sek.
17,2 mm | ISO 400 | F9,3 | 1/310 Sek. | +0,3 EV
25,3 mm | ISO 400 | F8,6 | 1/48 Sek. | +0,3 EV
15,7 mm | ISO 400 | F8 | 1/1150 Sek. |+1 EV
55,5 mm | ISO 400 | F10 | 1/320 Sek.

 

Ricoh GXR / Modul P10

 

10,5 mm | ISO 100 | F4,5 | 1/250 Sek.
4,9 mm | ISO 200 | F7 | 1 Sek.
12,2 mm | ISO 100 | F4,5 | 1/133 Sek.
7,5 mm | ISO 100 | F8,4 | 1/217 Sek.
8,7 mm | ISO 100 | F8,7 | 1/540 Sek.

Praxisbilder (c) Herbert Kaspar