Canon EOS M3 Hands-on und erste Bilder

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Wie schon gepostet: Die Canon EOS M3 kam heute bei uns in der Redaktion an, kein Vorserienmuster, sondern eine „echte Kamera“. Das Set umfasst das Gehäsue und das 18-55 mm Setzoom. Heute Nachmittag stand eine kleine „Hammelburger Runde“ auf dem Programm. Hier einige erste Eindrücke und ein Dutzend erster Praxisbilder.

Die Canon EOS M3 löst direkt die EOS M ab, die erste spiegellose Systemkamera von Canon, die sehr spät auf den Markt kam und nicht so erfolgreich war, wie man es von den DSLR-Modellen aus dem Hause Canon gewohnt ist. Die Bildqualität der EOS M konnte zwar überzeugen, aber die AF-Geschwindigkeit war nicht so wirklich toll, und dass die Bedienung hauptsächlich über den Touchscreen-Monitor erfolgte, der zudem auch noch fest verbaut war, wurde auch nicht von jedem Anwender gemocht.

Und jetzt also die EOS M3. (Wieso nicht M2? Die gab es schon, wurde aber bei uns nicht angeboten.)

Dass Canon einen neuen Weg einschlägt, um ein bisschen mehr Fuß im Segment der spiegellosen Systemkameras zu fassen, sieht man schon auf den ersten Blick.

can_eos_m3_top

Da gibt es jetzt einen Handgriff, der die M3 deutlich besser in der Hand liegen lässt, als die M, …

can_eos_m3_monitor

… da gibt es einen beweglich gelagerten Monitor (45°  nach unten, 180° nach oben schwenkbar), und da gibt es nun reale Einstellelemente, die den Umgang mit der Kamera für all die einfacher machen, die sich nicht zur „Generation iPhone“ zählen. (Ehe mir nun die Fans der Samsung Galaxy- und Sony Xperia-Modelle auf die Pelle rücken: Es war eben doch das iPhone, das die Touch-Bedienung in die weite Welt gebracht hat.)

can_eos_m3_einstellraeder

Wieso man das Betriebsartenwählrad und das Wählrad für Belichtungskorrekturen (+-3 EV)  versenkt hat, ist klar: Man möchte eine niedrige Silhouette erreichen. Leider lassen sich die Räder aber nicht so gut anfassen, wie etwa das Betriebsartenwählrad bei einer EOS aus dem DSLR-Lager. Ich würde 4 mm mehr an Höhe (oder meinetwegen 3 mm) in Kauf nehmen. Man kommt so, wie es ist, zwar gut zurecht, anders wäre es aber noch besser. Dennoch Lob: die Räder sind besser, als nur Touchscreen.  angesetztem Objektiv ist die EOS M3 nur minimal größer als die M.

Dazu kommen zwei Einstellräder, eines um den angenehm schräg angeordneten Auslöser und eines auf der Rückwand, wo es als Daumenrad genutzt werden kann. Gleichzeitig ist es als 4-Richtungswippe ausgelegt, mit der man im Aufnahmemodus schnell die ISO- und Blitzeinstellung aufrufen und zur manuellen Fokussierung wechseln kann. Letztere istdank MF Peaking  – eine Premiere für eine EOS – sehr sicher anzuwenden.

Aber das heißt nun nicht, dass die Touch-Screen-Steuerung abgeschafft wurde. Es gibt sie noch und besonders die Platzierung des AF-Messfeldes mit der Fingerspitze ist eine feine Sache.

Was schon bei den ersten Aufnahmen vermisst wurde: Ein Sucher. Eingebaut ist keiner und der Aufstecksucher wurde nicht mit geliefert. Er ist als Zubehör erhältlich und kostet extra (299,- € UVP, im Handel günstiger zu haben). Der Monitor ist zwar sehr gut und auch im Hellen recht gut zu sehen – aber bei Gegenlichtaufnahmen ist man so geblendet, dass man nur raten kann, was der Monitor zeigt.

Auch im Inneren hat sich gegenüber dem Vorgängermodell etwas getan. Die EOS M3 setzt auf den neuen 24-MPix-Sensor im Canon-APS-Format (Crop 1,6x), der mit dem Digic 6-Bildprozessor zusammenarbeitet, der z. B. aus der EOS 7D Mark II bekannt ist.

Beim Autofokus kommt ein Hybridsystem aus typischem Kontrast-AF plus Phasen-AF-Pixeln auf dem Sensor zum Einsatz, der nun über 49 AF-Felder verfügt und bei den ersten Aufnahmen eine sehr gute Geschwindigkeit zeigte.

Für die meisten der ersten Bilder wurde die Kombination aus Programmautomatik und automatischer ISO-Wahl eingestellt, um einfach mal zu sehen, was die Kamera so von sich aus drauf hat, aber sie bietet natürlich viel mehr.

Diesem Bericht wird morgen die ISO-Reihe folgen, außerdem in den nächsten Tagen weitere Praxisbilder, aufgenommen mit den unterschiedlichen Modi von manueller Steuerung bis Motivautomatik, und schlussendlich auch der Testbericht, der auf mehr Ausstattungsmerkmale der EOS M3 eingehen wird. Viele der gewonnen Erkenntnisse werden sich auf die EOS 750D / EOS 760D übertragen lassen, da Sensor und Bildprozessor gleich sind!

 

Verfügbarkeit In Kürze

Preis (UVP) 749,- € für das Set mit EF-M 3,5-5,6/18-55 mm IS STM

 

Text und alle Bilder: (c) Herbert Kaspar

 

Link zur ISO-Reihe

can_eos_m3__iso_aufbau

Eine Serie, aufgenommen mit allen ganzen Werten von ISO 100 – 25.600 finden Sie hier.

 

Praxisbilder

Hinweis: Bei den Bildern handelt es sich zum größten Teil um unbearbeitete JPEGs aus der Kamera, zum Teil um JPEGs, die im neuesten RAW-Converter von Canon (Digital Photo Professional 4.2.10) entwickelt wurden, worauf bei den Bilddaten hingewiesen wird. Alle Bilder wurden aus freier Hand aufgenommen.

Ein Klick auf ein Praxisbild öffnet es in der vollen Größe von 6000 x 4000 Pixeln.

 

can_eos_m3_wand
18 mm | ISO 100 | 1:5,6 | 1/807 Sek.
can_eos_m3_romeo3
18 mm | ISO 100 | 1:6,3 | 1/807 Sek. | -0,33 EV
can_eos_m3_romeo1
18 mm | ISO 100 | 1:7,1 | 1/807 Sek. | -0,33 EV

 

can_eos_m3_romeo2
55 mm | ISO 100 | 1:8 | 1/636 Sek. | -0,33 EV
can_eos_m3_turm
18 mm | ISO 100 | 1:6,3 | 1/807 Sek. | -0,33 EV
can_eos_m3_fenster_X
55 mm | ISO 100 | 1:7,1 | 1/125 Sek. | -0,33 EV | CR2 entwickelt in Canon DPP 4
can_eos_m3_kirmes3_X
18 mm | ISO 100 | 1:7,1 | 1/1002 Sek. | CR2 entwickelt in Canon DPP 4
can_eos_m3_kirmes1
18 mm | ISO 100 | 1:5 | 1/501Sek.
can_eos_m3_kirmes2
55 mm | ISO 100 | 1:6,3 | 1/403 Sek. 
can_eos_m3_flagge
18 mm | ISO 100 | 1:8 | 1/251 Sek.
can_eos_m3_baum_X
18 mm | ISO 100 | 1:10 | 1/501 Sek. | CR2 entwickelt in Canon DPP 4
can_eos_m3_schloss7
18 mm | ISO 100 | 1:6,3 | 1/807 Sek. 
can_eos_m3_schloss8
55 mm | ISO 100 | 1:8 | 1/636 Sek.

 

 

3 KOMMENTARE

  1. Grauenhaft…Bilder aus den 2000-er alls “Inovation”…
    die Zeit ist bei Canon stehen geblieben…es währe besser ,Canon hätte nur Linsen produziert.
    Dynamikumfang – ist für canon ein fremdwort bis heute geblieben…. Ach ja..ist fast langweilig canon zu kritisieren…Wiessen doch alle bescheid.
    Hab ja alles ausprobiert von “oly” bis “fuji”und quer über “pana” bis “sony”…wenn nicht die Objektive von canon…Ihr wist ja …all dieses schönes L Zeug …:)