Wenn es um sehr lange Brennweiten und sehr lange Namen geht, ist mit dem Nikon AF-S Nikkor 180-400 mm 1:4E TC1,4 FL ED VR ein neuer hochinteressanter Spieler auf dem Feld.

Das Vollformat-Zoom bietet zunächst einmal einen Brennweitenbereich von 180-400 mm bei Lichtstärke 1:4. Das ist schon einmal eine Hausnummer.

Nikon Nikkor 180-400 mm f1.4

Da aber ein 1,4x Telekonverter ins Objektiv eingebaut ist, kann man den Brennweitenbereich mit einer Fingerbewegung auf  252-560 mm umstellen, wobei die Lichtstärke nur um eine Blendenstufe auf 1:5,6 absinkt.

Nutzt man das Zoom an einer der APS-Kameras von Nikon, entsprechen die genannten Werte 4/270-600 mm bzw. 5,6/378-840 mm [@KB] – mit etwas größerer Schärfenzone natürlich, was manchmal gar nicht so schlecht ist.

Schon die „kürzesten“ Brennweiten sind in einem Bereich, von man leicht verwackelt – die längsten erst recht. Da ist ein Bildstabilisator Pflicht.

Der Stabilisator des neuen Zooms („VR“ im Namen steht für „Vibration Control“) soll bis zu 4 Stufen längere Verschlusszeiten möglich machen, als die Freihandformel  ( 1/(Brennweite x Crop-Faktor) ) vorgibt.

Neben dem normalen Modus steht auch der Sport-VR-Modus zur Wahl. Er sorgt für ein ruhigeres Sucherbild, wenn man ein Motiv verfolgt, das sich schnell und vielleicht noch ungleichmäßig bewegt.

Für eine hervorragende Schärfenleistung bei allen Brennweiten (ohne und mit Telekonverter) ist das Zoom aus 27 Linsen in 19 Gruppen aufgebaut. Darunter sind 8 ED- und 1 Fluorit-Linsen.

Der AF-Motor des Nikkor 180-400 mm sorgt dafür, dass sie für die Fokussierung zuständigen Linsen sehr schnell und präzise, dabei aber auch sehr leise bewegt werden. Die Naheinstellgrenze liegt bei allen Brennweiten bei 2 m. Ohne Telekonverter wird ein größter Abbildungsmaßstab von 1:4, mit Telekonverter sogar von 1:2,8 erzielt, wenn die Zoom an einer Vollformatkamera zum Einsatz kommt.

Das Zoom ist auch für harte Einsätze zu gebrauchen. Es ist robust gebaut, und alle beweglichen Teile des Tubus sind gegen Feuchtigkeit und Schmutz abgedichtet und die Fluorvergütung ist laut Nikon wasser-, staub- und schmutzabweisend.

Dass so ein Objektiv nicht zierlich sein kann, ist klar. Es ist ca. 363 mm lang, hat einen größten Durchmesser von 128 mm und wiegt rund 3500 g.

 

Verfügbarkeit

Voraussichtlich Mitte März 2018

Preis (UVP)

11.999,- Euro

Eine Antwort

  1. Alfred

    Nikon wagt es also dem roten Riesen Konkurrenz zu machen – bravo!
    Bloß, mit eigenen Ideen sieht’s nicht so doll aus…
    Ein 4/200-500mm mit eingebauten 1.4x TC wäre mal interessant für die Klientel…
    Ganz zu schweigen von ‘nem 4/400mm oder 5.6 bzw. 6.3/600mm, beide mit PF-Technologie…
    Wie sieht’s dem mit ‘nem 4/500mm mit eingebautem 1.4x TC bzw. 4/600mm mi1.7x TC aus??
    Tier-/Naturfotografen würden sich freuen, ein 2.8/300mm mit eingebautem 1.4x bzw. 2x TC wäre auch nicht zu verachten…

    Den großen Vorteil gegenüber dem aktuellen 5,6/200-500mm seh ich jetzt nicht – schon gar nicht bei diesem Preis…

    Aber Nikon macht sich’s irgendwie zu leicht: mal gemütlich zurücklehnen und schaun was Canon so macht, wenn’s profitabel ist bauen wir’s in ein paar Jahren nach…

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