In den Gerüchteküchen des Internet war in letzter Zeit oft von eine OM System OM-1 Mark II die Rede. Das Gerücht hat sich heute bestätigt.

OM Digital Solutions nannte das Vorgängermodell noch OM System Olympus OM-1 – eine kleine Verbeugung vor der Traditionsmarke und der ihrerzeit bahnbrechenden kleinen SLR Olympus OM-1 (1972). Nun ist Olympus auf dem Kamerasektor endgültig Geschichte: Auf dem Sucheraufbau des neuen Top-Modells steht OM SYSTEM (wie schon bei der OM-5).

Das Gehäuse hat sich auf den ersten Blick gegenüber der OM-1 nicht geändert, wurde aber für eine noch bessere Handhabung optimiert. Durch Gummiarmierungen der beiden Multifunktionsräder und am Gehäuse soll die Kamera sicherer in Hand liegen und besser bedient werden können.

Geblieben ist, dass auch die OM-1 Mark II gegen widrige Umwelteinflüsse umfassend abgedichtet ist. Die Dichtungen entsprechen der Klasse IP53.

Ebenso geblieben ist, dass der Rückwandmonitor nach links geschwenkt und dann um die Längsachse gedreht werden kann. Der 3“-Touchscreen bietet eine Auflösung von 1,62 Mio. Bildpunkten.

Der OLED-Sucher löst mit 5,76 Mio. RGB-Dots auf. Die Vergrößerung wird mit 1,48x – 1,65x angegeben (0,74x – 0,83x [@KB]).

Im Zentrum der OM-1 Mark II arbeitet der bekannte MFT-Sensor mit einer Auflösung von 20 MPix mit dem TruePic X Dual Quad-Core Prozessor zusammen.

Der Sensor ist also wieder in Stacked-BSI-Technik ausgeführt.

Mit dem 20-Pix-Sensor lassen sich durch die HighRes-Funktion Aufnahmen mit 50 MPix (auch aus der Hand) und 80 MPix (vom Stativ) zu machen.

Die Rechenleistung des Prozessors wird nun auch für KI-Algorithmen gebraucht, mit denen der AF der Kamera auf die nächste Ebene gehoben wird.

Für den Autofokus stehen 1053 Kreuzsensoren auf dem Sensor für die Phasendetektion zur Verfügung, die die gesamte Sensorfläche abdecken. Ergänzend steht auch Kontrastdetektion zur Verfügung. KI kommt ins Spiel, wenn es um die verbesserte Motiverkennung und das Tracking geht. Erkannt werden sollen nun Menschen (Körper und Gesicht), Rennautos, Rallyeautos, Motorräder, Flugzeuge, Hubschrauber, Schnellzüge, Standardzüge, Dampflokomotiven, Vögel, Hunde und Katzen. Die Erkennung soll nun sicherer funktionieren als beim Vorgängermodell.

Die 5-Achsen-Bildstabilisierung soll nun 8,5 Verschlusszeitenstufen ausgleichen – sowohl mit IBIS (bisher 7 EV) und in Kombination mit dem Objektiv-Stabilisator (bisher 8 EV).

Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei max. 50 B/Sek. mit AE/AF-Tracking und bei 120 B/Sek., wenn die Einstellungen des ersten Bildes beibehalten werden. Da der Zwischenspeicher gegenüber der OM-1 vergrößert wurde, sind nun bis zu 256 Bilder in einer Serie mit 50 B/Sek. möglich und bis zu 213 mit 120 B/Sek.

Die maximale Frequenz von 50 B/Sek. wird mit den Zooms 2,8/12-50 mm ED Pro / Pro II, 4/12-100 mm ED IS Pro, 2,8/40-150 mm ED Pro, 4/10-150 mm ED Pro, 4,5/150-400 mm TC 1,25 IS Pro und mit dem 4/300 mm ED Pro erzielt. Mit anderen Objektiven sind 25 B/Sek. möglich. Das Sucherbild soll dabei stets sichtbar sein.

Mit der bekannten Pro-Capture-Funktion werden Aufnahmen mit bis zu 120 B/Sek. vor dem Auslösen zwischengespeichert und beim Auslösen endgültig festgehalten.

 

Zur Ausstattung gehört auch der LiveGND, ein Grauverlaufsfilter, dessen Hell/Dunkel-Übergang positioniert werden kann.

Videos können in C4K, 4K und FHD mit max. 60p aufgenommen werden.

Die OM-1 Mark II ist in das Zubehörsystem eingebunden.

Weiteres:

  • Live Composite
  • Fokus-Stacking aus bis zu 15 Bildern
  • ISO 80-102.400 inkl. Erweiterung
  • Belichtungsmessung in 324 Zonen (Mittenbetonung/ESP/Lichter/Schatten/Spot)
  • 16 Art-Filter
  • mechanischer Verschluss bis 1/8000 Sek.
  • elektronischer Verschluss bis 1/32.000 Sek.
  • WiFi 5GHz und 2,4 GHz
  • Bluetooth LE 4.2
  • Super Control Panel
  • bis zu 500 Aufnahmen mit einer Akkuladung.

Größe: ca. 135 x 73 x 92 mm

Gewicht inkl. Akku und Speicherkärtchen ca. 600 g

 

Verfügbarkeit

15. Februar 2024

Preis (UVP)

Gehäuse …… 2399,- €

Start-Aktion

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