OM Digital Solutions stellt mit der OM System OM-1 die erste eigene Kamera im Top-Segment vor.

Viele Fotofans bekommen leuchtende Augen, wenn sie den Namen Olympus OM-1 hören und denken dabei an die damals kleinste KB-SLR der Welt. Die von Yoshihisa Maitani entwickelte Kamera kam 1972 auf den Markt. Jetzt, 50 Jahre später, gibt es wieder eine OM-1.

Obwohl der Name Olympus deutlich auf dem Sucheraufbau zu lesen ist, heißt die neue Kamera offiziell OM System OM-1. Sie ist nach der PEN E-P7 die zweite DSLM von OM Digital Solutions und wie ihre Vorgänger bei Olympus eine spiegellose Systemkamera im Stil einer SLR.

Im Zentrum der OM-1 steckt ein neuer 20-MPix-Live-MOS-Sensor im mFT-Format. Er ist in Stacked-BSI-Technik ausgeführt. Das führt zu einer größeren lichtempfindlichen Fläche. Der Sensor arbeitet mit einem ebenfalls neuen TruePic X Bildprozessor zusammen, dem OM Digital Solutions eine drei Mal so hohe Geschwindigkeit gegenüber den Vorgängern bescheinigt.

Für den Sensor können nun Empfindlichkeiten bis ISO 25.600 (im erweiterten Modus sogar bis 102.400) eingestellt werden. Der neue Prozessor kommt hier mit seinem neuen Rauschunterdrückungsverfahren ins Spiel. Er soll dank modernster Bildverarbeitungstechnik auch für einen größeren Dynamikbereich und eine umfangreichere Bandbreite an Tonwerten sorgen als bisher.

 

Der Sensor ist wie nicht anders zu erwarten beweglich gelagert und soll, abhängig vom Objektiv, die Freihandgrenze – 1:(Brennweite x Cropfaktor) – um bis zu 8 Stufen zu den längeren Zeiten hin verschieben. Der Stabilisator am Sensor (IBIS) soll bis zu 7 Stufen ausgleichen. Neu ist in diesem Zusammenhang der „Freihandassistent“, der anzeigt, wenn doch mit Verwacklungen zu rechnen sein sollte.

Dank eines neuen Aufbaus des Sensors mit Quadrantenfotodioden ist bei der OM-1 die On-Chip-Phasenerkennung sowohl in vertikaler, wie auch in horizontaler Richtung möglich. Der neue Cross Quad Pixel-Autofokus arbeitet mit 1053 Kreuzsensor-Fokuspunkten. Auch hier spielt der neue Bildprozessor mit seiner hohen Rechenleistung eine wichtige Rolle. Der neue AF-Algorithmus soll die schnelle und präzise automatische Scharfstellung auf das Hauptmotiv erlauben – unabhängig davon, wo es im Bildfeld angeordnet ist.

In der OM-1 kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz, um Motive zu erkennen und sie beim Tracking exakt im Fokus halten zu können. Sowohl im S-AF- wie auch im C-AF-Modus sollen nicht nur Menschen, ihre Gesichter und Augen, sondern auch Rennwagen, Motorräder, Flugzeuge, Helikopter, Züge, Hunde, Katzen und Vögel erkannt werden – mit einer verbesserten Leistung hinsichtlich Genauigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Wer gerne Astroaufnahmen macht, bekommt vom Sternenhimmel-AF Unterstützung beim Fokussieren.

Auch bei den Bildserien und beim Tracking, dem Nachführen der Schärfe auf ein Motiv in Bewegung, kommt die erhöhte Rechenleistung des Prozessors zum Tragen. Mit der vollen 20-MPix-Auflösung sind mit ständigem Nachführen von Schärfe und Belichtung bis zu 50 B/Sek. möglich, wobei das Motiv im Sucher permanent sichtbar ist – Dunkelphasen spielen keine Rolle. Wird die Serie mit den AF- und Belichtungswerten der ersten Aufnahme durchgezogen, sind bis zu 120 B/Sek. möglich. Diese hohe Frequenz soll auch für Pro Capture Aufnahmen zur Verfügung stehen, die schon vor dem Druck auf den Auslöser Bilder in den Puffer-Speicher schiebt.

Die OM-1 bietet die Sonderfunktionen, die man auch von den bisherigen Modellen kennt. P High-Res-Shot für Auflösungen bis 50 MPix aus freier Hand und bis 80 MPix vom Stativ.
Live ND (ND2 bis ND64) für Langzeitaufnahmen bei hellem Licht. Live Composite für Langzeitbelichtungen ohne Aufhellen des Hintergrundes. Diese Funktion arbeitet nun mit dem Bildstabilisator zusammen, wodurch Freihandaufnahmen möglich sind. Focus Stacking für Aufnahmen, die von vorn bis hinten scharf sind, obwohl die Schärfenzone der eingestellten Blende das nicht erlaubt. HDR-Aufnahmen, um kontrastreiche Motive mit gut durchgezeichneten Lichtern und Schatten ins Bild zu bekommen.

Mit 10 Bit 4K 60p spricht die OM-1 auch Filmer:innen an. Sie können auch auf die High-Speed-Funktion mit 240 fps im Full- HD-Format zugreifen. Für hochwertige Nachbearbeitung ist die Ausgabe von RAW-Daten mit 12 Bit 4:4:4 auf externe Geräte möglich.

Das alles steckt in einem mit rund 129 x 92 x 73 mm kompakten und mit rund 600 g leichten Gehäuse aus Magnesiumlegierung, das an den entscheidenden Stellen gegen Staub- und Spritzwasser abgedichtet ist und in dieser Hinsicht dem IP53-Standard entspricht.

Unter dem Sucherdach ist ein elektronischer Sucher untergebracht, der mit 5,76 Mio. RGB-Dots aufwartet und eine Vergrößerung von 0,83x [@KB] bietet. Das sind top Werte.

Der Rückwandmonitor kann nach links geschwenkt und um die Längsachse gedreht werden. Er liegt mit 3“ und 1,62 Mio. RGB-Dots eher im Mittelfeld.

Das Menü der OM-1 wurde überarbeitet und soll nun intuitiveres Arbeiten zulassen.

Weiteres:

  • 324-Zonen-Belichtungsmesssystem (ESP-Mehrfeld-, Spot und mittenbetonte Integralmessung, Lichter- und Schattenbetonung)
  • PASM-Modi; 17 Art-Filter
  • Doppelbelichtungen möglich
  • Verschlusszeiten 1/8000 Sek.- 60 Sek. (mechanisch), 1/32.000 Sek. – 60 Sek. (elektronisch)
  • Weißabgleich automatisch mit zwei Einstellungen, 7 Vorgaben, manuell und Kelvin-Einstellung
  • 3-D-Wasserwaage
  • Speicherung in 12-Bit-RAW möglich
  • Speicherung auf SD-Karte (bis SDXC, UHS-II)
  • WiFi und Bluetooth LE 4.2 an Bord.

Als Zubehör steht der Power Akku-Griff HLD-10 zur Verfügung, der für Hochformataufnahmen dieselben Einstellelemente aufweist wie das Gehäuse. Auch der Griff ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Mit angesetztem Griff stehen insgesamt zwei Akkus des Typs BLX-1 mit Energie für rund 1000 Bilder bereit.

Verfügbarkeit

Ab Anfang März 2022

Preis (UVP)

Gehäuse : 2199,- € 

VORBESTELLEN UND SPAREN

Wer die Systemkamera bis zum 7. März 2022 vorbestellt, darf sich außerdem auf einen gratis Akku und 5 Jahre Gewährleistung* freuen.

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