Mit der neuen Mittelformatkamera Fujifilm GFX100 wurde ein wahres Pixelmonster vorgestellt, das professionelle Fotografie auf höchstem Niveau verspricht.

Der Sensor der Fujifilm GFX100 misst 43,8 x 32,9 mm, die Diagonale ist 55 mm lang und es muss mit einem Crop-Faktor von ca. 0,77x gerechnet werden. Die Standardbrennweite liegt bei rund 65 mm.

Fujifilm GFX100

Die Auflösung beträgt 102 MPix, was entsprechend große Dateien nach sich zieht. Da es sich um einen Back Side Illuminated Chip handelt, kann die Sensorfläche effektiv für die Bildaufzeichnung genutzt werden.

Trotz des großen Sensors bietet die GFX100 einen 5-Achsen-Bildstabilisator, der bis 5,5 Verschlusszeitenstufen gegenüber der Freihandgrenze gut machen soll. Damit empfiehlt sich die GFX100 z. B. auch für Modefotografie außerhalb des Studios.

Zusätzlich zum Stabilisator verfügt die GFX100 über eine federnd gelagerte Verschlusseinheit, die Vibrationen beim Auslösen effektiv verhindern soll.

Für den AF-Betrieb sind auf dem Sensor 3,76 Mio. Pixel für die Phasendetektion untergebracht, die über nahezu die gesamte Fläche verteilt sind. Damit soll unabhängig von der Lage des Motivs auf dem Sensor schnell und sicher fokussiert werden können – wie bei der X-T3 oder X-T30.  

Zum AF gehört eine Gesichtserkennung, die auch Gesichter im Profil erkennt.

Für eine optimale Farbwiedergabe bietet die GFX100 die Möglichkeit, RAW-Dateien mit 16 Bit Farbtiefe aufzuzeichnen, die in der Kamera zu 16-Bit-TIFF-Dateien entwickelt werden können.

Als Bildprozessor kommt ein X-Prozessor 4 zum Einsatz, dessen Rechenleistung auch für die Aufnahme von Movies in 4K-Auflösung benötigt wird. Die maximale Bildfrequenz liegt bei 30p.

Für Filmaufnahmen wird ein 43,8 x 23,19 mm großer Teil des Sensors verwendet. Das Seitenverhältnis ist 17:9. Die GFX100 unterstützt den H.265/HEVC-Codec und die Standards „F-Log“ und „Hybrid Log Gamma (HLG)“.

Eine Besonderheit der GFX100 ist die Cinema-Filmsimulation ETERNA für, wie Fujifilm sagt, einen filmisch ausdrucksvollen Kino-Look.

Fujifilm GFX100

Das Gehäuse besteht aus Magnesium und ist gegen Spritzwasser und Staub abgedichtet. Mit 156,2 x  163,6 x 102,9 mm ist nicht klein, aber gleich mit einem integrierten Hochformat-Batteriegriff ausgestattet. Mit zwei Akkus (NP-T125), Speicherkarte und aufgestecktem elektronischem Sucher wiegt die GFX100 rund 1.400 g.

Der EVF ist mit einem OLED-Monitor ausgestattet. Die Auflösung liegt bei 5,76 Mio. Dots, die Suchervergrößerung bei 0,86x. Er kann mit Hilfe des Winkel-Adapters EVF-TL1 nach oben geschwenkt werden.

Fujifilm GFX100

Der OLED-Rückwandmonitor ist als Touchscreen ausgelegt und bietet eine Diagonale von 3,2“ und eine Auflösung von 2,36 Mio. Dots. Er lässt sich in drei Richtungen schwenken.

 

Fujifilm GFX100

Zusätzlich zum Rückwand-Monitor gibt es zwei Info-Displays – eines auf der Oberseite und eines auf der Rückwand. Hier kann der Fotograf u. a. die aktuellen Aufnahmedaten ablesen oder am Histogramm die Belichtung überprüfen. Was angezeigt wird, kann individuell festgelegt werden.

Um eine möglichst einfache Handhabung der Kamera zu gewährleisten wurde die Anzahl der Tasten und Knöpfe auf ein Minimum reduziert,

Für Freunde von Einstellrädern lassen sich aber  zwei virtuell auf dem Schultermonitor darstellen und über das vordere und hintere Einstellrad (die unbeschriftet sind) bewegen.

Die GFX100 bietet mehrere Betriebsarten, für die sich spezifische Einstellungen speichern lassen – etwa Belichtung, Weißabgleich oder Filmsimulation, sodass beim Aufrufen des entsprechenden Modus alles so ist, wie der Fotograf es möchte.

Über eine USB-C-Schnittstelle können die Akkus aufgeladen oder die Kamera im Betriebsmodus mit Strom versorgt werden. Außerdem ist Stromversorgung per Power-Pack möglich.

Dank des Standards IEE802.11ac 5GHz ist ein sehr schneller drahtloser Datentransfer möglich. Tethered Shooting aus Adobe Photoshop Lightroom bzw. Capture One Pro ist mit den passenden Anwendungen von Fujifilm möglich.

Verfügbarkeit

Ende Juni 2019

Preis (UVP)

10.999 € für das Gehäuse

 

 

 

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