Mit der neuen LEICA M8 stellt die Leica Camera AG, Solms, zur photokina in Köln (26. September bis 1. Oktober 2006) die erste digitale Kamera im Leica Messsuchersystem vor. Alle wesentlichen Charakterzüge der analogen Leica Reportagekamera wie die kompakte Bauform, die außergewöhnliche Bildqualität in Verbindung mit den Leica M-Objektiven und die einzigartige Bildgestaltung mit dem Leica Messsucher wurden nahtlos in die digitale Welt übertragen.

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Die digitale Profi-Kamera ‚Made in Germany’ verwendet einen speziell für die Anforderungen im Leica M-System entwickelten Bildsensor. Nahezu alle Objektive des Leica M-Systems seit 1954 können auf Grund ihres hohen Leistungsniveaus auch in der Digitalfotografie verwendet werden. In der Kombination von Objektiven, Sensor und leistungsstarker Bildverarbeitung entsteht eine hervorragende Bildqualität mit einer Auflösung von 10,3 Millionen Bildpunkten.

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Die neue LEICA M8 verfügt über einen ausgesprochen rauscharmen CCD-Bildsensor mit einer Grundempfindlichkeit von ISO 160. Die maximale Empfindlichkeit von ISO 2500 führt zu einer idealen Eignung der neuen Kamera für die Leica M-typische Available Light-Fotografie. Die LEICA M8 bietet zahlreiche, fotografisch sinnvolle Details wie ein Tonwerthistogramm, das die qualitative Belichtungskontrolle selbst feinster Motivdetails in jeder Ausschnittsvergrößerung erlaubt. Dank einer besonders einfachen Bedienung mit wenigen Bedienelementen und übersichtlichen Menüs zeichnet sich die neue Kamera zugleich durch die Leica-typische Konzentration auf das Wesentliche aus.

„Mit der LEICA M8 wird die digitale Fotografie um Tradition, Werte und Inspiration bereichert“ sagt Dr. Ralph Nebe, Leiter Marketing und Vertrieb der Leica Camera Gruppe: „Vor allem die neue LEICA M8 zeigt, dass die Leica Camera AG ihren eigenen, geradlinigen Weg in digitale Welt gefunden hat. Mit verstärkter Innovationskraft für digitale Lösungen in den Produktbereichen Kamera und Sportoptik sowie der konsequenten Pflege auch der analogen Lösungen ist das Unternehmen wieder zukunftsfähig.“

Die LEICA M8 wird ab Ende November 2006 im Leica Fachhandel verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt 4195 Euro.

Sensor Der ausgesprochen rauscharme CCD-Bildsensor wurde konsequent für die Besonderheiten des Leica M-Objektivsystems optimiert und bietet eine hohe Auflösung von 10,3 Millionen Pixeln.

Die CCD-Technologie verursacht im Vergleich zu anderen Sensorentypen das geringste Bildrauschen und wurde deshalb als Aufnahmesensor für die LEICA M8 gewählt. Die Empfindlichkeitseinstellungen von ISO 160 bis zu 2500 erlauben Aufnahmen, die über einen höheren Detailreichtum verfügen, als es mit analogen Filmen zu realisieren ist.

Die spezielle Bauart der Messsucherkameras ohne Spiegelkasten ermöglicht die typische kompakte und flache Bauform der LEICA M, führt aber auch zu einem stärker angewinkelten Eintreffen der Lichtstrahlen auf den Sensor. Um trotzdem die von Leica erforderte Bildqualität zu erreichen, wurden umfangreiche Maßnahmen getroffen werden. Die spezielle Anpassung des Bildsensors mit Mikrolinsenversatz vermeidet eine störende Vignettierung in den Bildecken. Ein besonders dünnes, auf nur 0,5mm reduziertes Deckglas verhindert die sonst üblichen, unerwünschten Lichtbrechungen bei schräg auftreffenden Lichtstrahlen. Die kontraststarke, scharfe und farblich exakte Abbildungsleistung bis in die Bildecken ist das Ergebnis dieser Anstrengungen.

Auf einen Moiré-Filter, der feine Bilddetails optisch herausfiltert, wurde bewusst verzichtet, um die hohe Auflösung der Leica M Objektive voll auszunutzen. Auftretende Moiré-Muster werden stattdessen in der digitalen Signalverarbeitung der Kamera eliminiert.

„Während bei vielen Herstellern ein Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,5 die Regel ist, kommt in der LEICA M8 ein CCD-Bildsensor mit 18 x 27 mm Aufnahmefläche zum Einsatz“ sagt Rainer Bültert, Produktmanager für das M-System bei der Leica Camera AG: „Der geringe Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,33 ermöglicht auch in der digitalen Leica M Fotografie kreativen Freiraum durch die Ausnutzung selektiver Bildschärfe bei offener Blende“.
 
Der Faktor 1,33 bedeutet eine leichte Verschiebung der Äquivalenzbrennweite des Objektives um jeweils etwa eine Brennweitenstufe in Richtung Telebrennweite. So weist ein 21 mm-Objektiv eine Äquivalenzbrennweite von 28 mm auf. Die Objektivpalette des Leica M-Systems wird mit der Einführung der LEICA M8 um zwei sowohl analog als auch digital einsetzbare Weitwinkelobjektive im Bereich von 16 bis 28 mm Brennweite ergänzt. Die neuen Objektive zeichnen sich durch die Leica typische, außergewöhnlich hohe optische Leistung bereits bei offener Blende aus.

Objektive Die LEICA M8 kann mit nahezu allen Objektiven aus dem Leica M-Programm seit 1954 verwendet werden. Die hohe Systemkompatibilität bleibt über die Änderung der Aufnahmetechnik von Film zur Digitaltechnik hinaus bestehen. Auch neue Kunden, die mit einer digitalen LEICA M8 starten, erhalten vielfältige Einsatzoptionen und profitieren vom hohen Werterhalt der Leica Produkte. Durch die hohe Präzision in Mechanik und Optik und die außergewöhnlich guten Bildleistungen vor allem der aktuellen Produktpalette sind die Leica M-Objektive für digitale Anwendungen ideal geeignet. Leistungskriterien wie die individuelle Vergütung jeder Linse waren bereits ein Standard und mussten nicht erst als spezielle Maßnahme für ‚Digitalobjektive’ eingeführt werden.

Mit einer neuen 6 Bit Kodierung am Bajonettring kann die LEICA M8 den verwendeten Objektivtyp erkennen. Diese Information dient der Kamera für eine zusätzliche Bildverbesserung durch den Ausgleich der künstlichen Vignettierung. Zudem wird der Objektivtyp in der Exif-Bilddatei gespeichert. Alle seit dem 1. Juli 2006 ab Werk gelieferten Objektive verfügen über die neue Kodierung, lassen sich aber auch weiterhin ohne Einschränkung an den aktuellen analogen Modellen LEICA MP und LEICA M7 wie auch klassischen Modellen seit 1954 verwenden. Aktuelle und viele frühere Objektivmodelle können auf Kosten der Eigentümer nachgerüstet werden, um die kameraseitige Bildoptimierung zu nutzen. Auch ohne Umrüstung sind die Objektive mit der LEICA M8 voll kompatibel, wenn auf die zusätzlichen Features verzichtet wird.

Messsucher Das Leica Messsuchersystem unterscheidet die LEICA M8 von den marktbestimmenden Spiegelreflex- und Kompaktkameras. Es macht die Kamera zu einem Spezialisten für lebendige Reportage- und Available-Light-Aufnahmen sowie diskrete Portraitaufnahmen. Der Fotograf ist Teil des Geschehens und umrahmt durch den Messsucher, was er aufnehmen möchte – eine Szene, eine Stimmung, einen Moment. Dabei bleibt auch im Blick, was sich außerhalb des Sucherrahmens ereignet. Der entscheidende Augenblick kann so vorhergesehen und im richtigen Moment festgehalten werden. Das Ergebnis sind besonders authentische Aufnahmen, die keine Anzeichen über die Präsenz eines Fotografen beinhalten.

Auch während der Belichtung sieht der Fotograf sein Motiv und selbst in schwierigen Available-Light Situationen erlaubt der helle und kontrastreiche Sucher eine schnelle und exakte Fokussierung. Zusammen mit der kurzen Auslöseverzögerung – auch in der digitalen Fotografie – macht das Messsucherprinzip Leica M-Kameras zu den schnellsten der Welt.

Anders als beim Spiegelreflexsystem, bei dem durch das Objektiv fokussiert werden muss und damit Brennweite und Lichtstärke die Genauigkeit der Messung bestimmen, bleibt die Messbasis im Entfernungsmesser der Leica M unabhängig vom Objektiv immer gleich groß. Deshalb ist ihre Genauigkeit bei kurzen Brennweiten um ein Vielfaches höher. Das kontrastreiche Messfeld in der Bildmitte garantiert schnelles, präzises und punktgenaues Fokussieren auch bei extrem schlechten Lichtverhältnissen.

Mit dem Bildfeldwähler kann der Fotograf die Bildwirkung einer anderen Brennweite simulieren und die richtige Brennweite vorab bestimmen, ohne das Objektiv zu wechseln. Die sechs verschiedenen Leuchtrahmen zeigen immer den exakten Bildausschnitt, da ihre Position abhängig von der Entfernungseinstellung durch den automatischen Parallaxenausgleich angepasst wird. Alle weiteren für ein perfektes Ergebnis relevanten Informationen und die Umgebung des Motivs sind im Leuchtrahmensucher zu sehen – die ideale Voraussetzung für spontanes, unauffälliges Fotografieren.

Verschluss Der elektronisch gesteuerte Metalllamellen-Schlitzverschluss ermöglicht Belichtungszeiten bis zu 1/8000 Sekunde. Selbst in heller Umgebung behält der Fotograf die volle Gestaltungsfreiheit durch Nutzung der selektiven Bildschärfe bei offener Blende. Durch die kurze Blitz-Synchron-Zeit von 1/250 Sekunde werden nun auch Tageslicht-Blitzaufnahmen mit selektiver Schärfe möglich.

Intuitive Bedienung Die LEICA M8 lenkt die Konzentration des Fotografen auf die Aufnahme, nicht auf die Bedienung der Kamera. Deshalb steht die kreative, bildbestimmende Auseinandersetzung mit Blende, Zeit und Schärfeebene im Vordergrund. Viel Sorgfalt, langjährige Erfahrung und umfangreiches Wissen über die Arbeitsweise professioneller Fotografen sind in das Bedienkonzept der Digitalfunktionen der LEICA M8 eingeflossen. Durch die Konzentration auf das Wesentliche ist auch hier eine einfache, übersichtliche und intuitive Benutzerführung entstanden: Auf mehrfach belegte Funktionstasten und verschachtelte Menüs ist bei der LEICA M8 bewusst verzichtet worden.

Herzstück der Bedienung der digitalen Funktionen ist die Kreuztasten-Drehrad Kombination mit dem sich die Navigation schnell durchführen lässt. Durch Drücken der Set Taste wird das Aufnahmeparameter-Menü auf dem 2,5“ großen Monitor aufgerufen. Hier lassen sich die für die Aufnahme wichtigsten Einstellungen schnell steuern: Sensorempfindlichkeit, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Datenkompression und Bildauflösung. Für ein schnelles Abrufen häufig verwendeter und anwendungsspezifischer Kombinationen stehen drei freie Profilspeicherplätze zur Verfügung.

Über die Menütaste können im übersichtlichen Systemmenü längerfristig gültige Grundeinstellungen verändert werden, etwa die Farbraumvarianten ECI RGB, Adobe ® RGB und sRGB. Ob die Fotografie direkt nach der Aufnahme zu Kontrollzwecken auf dem großen Display gezeigt wird, wie lange dies geschehen soll und ob der Fotograf ein Tonwerthistogramm dazu sieht, kann er hier selbst bestimmen.

Die LEICA M8 verfügt über einen Selbstauslöser mit zwei wählbaren Vorlaufzeiten von zwei und zwölf Sekunden.

Ein Info-Display auf der linken Gehäuseoberseite zeigt stets die verbleibende Kapazität der SD-Karte und des Lithium-Ionen Akkus an. Diese fotografisch elementaren Angaben sind so jederzeit auf einen Blick ablesbar.

Innovative Blitztechnologie Der moderne Metalllamellen-Schlitzverschluss der LEICA M8 macht kürzeste Blitzsynchronzeiten bis zu einer 1/250 Sekunde möglich. Zudem wird in der LEICA M8 erstmals die neue M-TTL Blitztechnologie verwendet. Das Besondere ist, dass unmittelbar vor der eigentlichen Belichtung ein Messvorblitz ausgesandt wird. Durch die TTL-Messung des von den Oberflächen des Motivs reflektierten Lichts wird die exakt benötigte Leistung für den Hauptblitz ermittelt. Die sanfte Addition der Blitzlichtstärke zum vorhandenen Licht lässt so geblitzte Aufnahmen mit Erhalt der natürlichen Lichtstimmung entstehen.  

Die ‚Auto Slow Sync’-Funktion gestattet den Einsatz der Zeitautomatik in Kombination mit der Blitztechnik. Sie sorgt für einen ausgewogenen Bildhintergrund, selbst wenn sich die Intensität des Dauerlichts ändert. Zum Erreichen der korrekten Belichtung wird ein entsprechend dosierter Aufhellblitz verwendet. Es lassen sich je nach gewünschtem Effekt oder Erfahrung verschiedene längste Belichtungszeiten für die Zeitautomatik vorgeben. Diese können manuell eingegeben werden, oder wenn kodierte Objektive verwendet werden, nach der bewährten Faustformel ‚1/Brennweite = Belichtungszeit in Sekunden’ automatisch bestimmt werden.  

Ergebniskontrolle mit Tonwerthistogramm Als professionelle Digitalkamera bietet die LEICA M8 das RGB-Tonwerthistogramm an. Es kann jederzeit für eine Qualitätsbeurteilung der gespeicherten Aufnahmen aufgerufen werden. Diese Funktion ist auch zusammen mit der automatischen Bildrückschau kombinierbar. Sinnvoll ist auch die zusätzliche Kennzeichnung von überbelichteten Bildpartien durch die so genannte Clipping Warnung. Bei Ausschnittsvergrößerung werden diese beiden Kontrollwerkzeuge stets aktualisiert und erlauben somit selbst eine Qualitätsbeurteilung feinster Bilddetails. Auch alle fotografisch relevanten Einstellungen des Aufnahmeparameter-Menüs sowie weitere, mit der Bilddatei abgespeicherte so genannte Meta-Informationen werden durch Wahl der Info Funktionstaste angezeigt. Sie ermöglichen die volle Kontrolle über das Bildergebnis bereits am Entstehungsort der digitalen Fotos.

Nutzung der Rohdaten im DNG Format mit der Software Capture One LE Der professionelle Rohdaten-Konverter Capture One LE stellt sicher, dass die vom CCD Sensor gelieferten und im zukunftssicheren Adobe® Digital Negativ (DNG) Format gespeicherten Rohdaten in bestmöglicher Qualität ‚entwickelt’ werden. Leica hat zusammen mit dem dänischen Hersteller Phase One die aufwändige Kameraprofilierung und die notwendigen Softwareanpassungen durchgeführt. Ergebnis sind qualitätsoptimierte Algorithmen für die digitale Farbverarbeitung, die besonders rauscharme Aufnahmen bei gleichzeitig erstaunlicher Bildauflösung ermöglichen. Die Entwicklung selbst feinster Tonwertabstufungen aus dem vom CCD-Sensor gelieferten 16-Bit-Bild ist vergleichbar mit der Bildqualität einer professionellen Kombination aus Film und Fachlaborentwicklung. Durch die logischen, qualitäts-bestimmenden Funktionen und die übersichtliche Benutzeroberfläche kommt man mit der Software Capture One LE schnell zu hervorragenden Ergebnissen.

LEICA DIGITAL CAPTURE Zur Fernsteuerung der Kamera für wissenschaftliche Zwecke oder in einem Fotostudio wird der LEICA M8 ein spezielle Software beigelegt. Hiermit kann die Kamera mittels einer USB Verbindung von einem Computer ausgelöst werden. Die Bilddaten werden direkt auf der Festplatte gespeichert. Alle Einstellungen des Aufnahmeparameter-Menüs wie ISO oder Auflösung können von der Software an die Kamera gesendet werden.

Materialen, Verarbeitung und Baugröße Die robuste Deckkappe und der solide Bodendeckel werden aus massiven Messingblöcken in modernen Fräsverfahren gefertigt. Das geschlossene Ganzmetallgehäuse wird aus einer hochstabilen Magnesium-Legierung für den dauerhaften, professionellen Einsatz hergestellt. Unter dem Bodendeckel befinden sich der Akku und das SD-Kartenfach gut geschützt vor Staub und Feuchtigkeit. Sie verhindern wirksam ein unbeabsichtigtes Öffnen und somit auch den Verlust von Akku und SD-Karte selbst im harten Reportageeinsatz. Zudem steigert diese im Leica M-System seit Jahrzehnten bewährte Bauform die Robustheit der Kamera.

Mit den kompakten Abmessungen von 138,6 mm x 80,2 mm x 36,9 mm übernimmt die LEICA M8 auf wenige Millimeter genau die Idealmaße der LEICA M7. Bis auf einzelne Unterschiede bei den Bedienelementen wie das Entfallen von Aufzughebel und Rückspulknauf ist die LEICA M8 in ihrer Vorderansicht mit diesem analogen Modell nahezu identisch. Die von vielen Kunden besonders geschätzte Diskretion der Kamera und die zeitlose Eleganz bleiben bestehen.

Die Montage und Justage der Kamera sowie die minutiöse Kontrolle aller mechanischer und elektronischer Details erfolgt in präziser Handarbeit im Leica Werk Solms. Der Leica Kundendienst wartet und repariert über Jahrzehnte und schafft so eine Basis für langen Werterhalt. So werden heute noch alle M-Kameras seit 1954 im Service betreut.

Sensorreinigung Die LEICA M8 bietet eine spezielle Funktion zur manuellen Reinigung des Bildsensors: Wird der entsprechende Punkt im Menü angewählt und der Auslöser gedrückt, bleibt der Verschluss für die Dauer der Reinigung geöffnet. Durch das geringe Auflagemaß der Leica M-Kameras ist der Sensor besser zugänglich als bei digitalen Spiegelreflexkameras, in denen der Sensor erst hinter dem Spiegelkasten liegt.

Technische Daten LEICA M8

Kamera-Typ:    
Kompakte, digitale Messsucher-Systemkamera für den professionellen Einsatz mit Leica M Objektiven. Mikroprozessor gesteuerter Metalllamellen-Schlitzverschluss.

Bildsensor:     
Speziell auf die Anforderungen des M – Objektivsystems optimierter, rauscharmer CCD – Sensor. Pixel: 10,3 Millionen. Abmessungen: 18 mm x 27 mm. Verlängerungsfaktor: 1,33x. Seitenverhältnis 3:2.  Moiré-Filter -Filter: nein, volle Ausschöpfung der Objektivleistung durch Moireerkennung und –eliminierung in der digitalen Signalverarbeitung.

Sensor-Empfindlichkeitsbereich:     
Manuelle Einstellung von ISO 160/23° bis ISO 2500/35°

Sucher         

Sucherprinzip:     
Großer, heller Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxen-Ausgleich. Sucheroptik mit verringerter Streulichtempfindlichkeit und optimaler Sichtbarkeit aller Leuchtrahmen in jeder Beleuchtungssituation.

Okular:    
Abgestimmt auf -0,5dpt. Korrektionslinsen von –3 bis +3 dpt erhältlich.

Bildfeldbegrenzung:    
Durch Einspiegelung von jeweils zwei Leuchtrahmen: Für 24 und 35 mm, oder für 28 und 90 mm, oder für 50 und 75 mm. Automatische Einspiegelung beim Ansetzen des Objektivs.

Bildfeldwähler:    
Spiegelt Rahmenpaare manuell ein und simuliert so jede Brennweite.

Parallaxenausgleich:     
Die horizontale und vertikale Differenz zwischen Sucher und Objektiv wird entsprechend der verwendeten Fokussierentfernung ausgeglichen, d.h. der Leuchtrahmen des Suchers deckt sich automatisch mit dem vom Objektiv erfassten Motivausschnitt.  

Vergrößerung:     
0,68-fach (bei allen Objektiven).

Großbasis-Entfernungsmesser:    
Kombination aus Schnitt- und Mischbild-Entfernungsmesser in der Mitte des Sucherbildes als helles Feld abgesetzt. Effektive Messbasis 47,1 mm (mechanische Messbasis 69,25 mm x Suchervergrößerung 0,68x).

Objektive

Objektivanschluss:     
Leica M–Bajonett mit zusätzlicher optischer Abtasteinrichtung zur Identifikation aller 6-Bit kodierten Objektive.

Objektivsystem:    
aktuelle, 6-Bit kodierte Leica M Objektive von 16 – 90 mm Brennweite. Alle seit dem Jahr 1954 gefertigten Leica M Objektive von 21 – 90 mm Brennweite auch ohne 6 Bit Kodierung verwendbar. 6 Bit Nachrüstung nahezu aller Objektive möglich.

6-Bit Funktionen:     
Objektivabhängige Reduzierung der systembedingten Randabschattung. Kennzeichnung der Bilddatei mit Objektivinformation zur Vereinfachung der digitalen Archivierung. Anpassung des Blitzreflektors bei Motorzoom-Blitzgeräten. Auto Slow Sync. Funktion bei Zeitautomatik.

Belichtungssteuerung

Zeitautomatik (Auto):
Automatische Ermittlung der korrekten Verschlusszeit bei manueller Blendenvorwahl mit  entsprechender Sucheranzeige.

Manuelle Belichtung:     
eigenständige Wahl der Verschlusszeit und der Blende – kontrollierbar durch Belichtungskontrolle der Kamera sichtbar durch eingeblendete LED-Lichtwaage im Sucher.

Aufnahmemodi

S: Single Einzelbildaufnahme, für je eine Auslösung pro Eindrücken des Auslösers.
C: Continuous Reihenaufnahmen mit 2 Bildern pro Sekunde und 10 Bildern in Folge.

Selbstauslöser:     
wählbar mit 2sec. und 12sec. Vorlaufzeit – Visualisierung des Zeitablaufs durch eine von der vorderen Kameraseite sichtbaren LED im Sucherfenster.

Bedienelemente/Anzeigeelemente

Gehäusevorderseite:     
Objektiventriegelung; Bildfeldwähler

Gehäuseoberseite:     
Hauptschalter und Auslöser; Verschlusszeitenwahlrad, Status LCD-Anzeige: Anzeige der verbleibenden Aufnahmen und der verbleibenden Akkukapazität.

Gehäuserückseite:     
2,5“ Farbmonitor, Drehrad zur Navigation im Menü & Lupenfunktion in 4 Stufen; 4fach Kreuztaster zur Navigation im Menü & in Bilddetails; Menütaste; Play Taste; Delete Taste; Protect Taste; Info Taste

Gehäuseunterseite:     
Verriegelbarer Bodendeckel schützt den Akku und die SD-Speicherkarte vor Staub und Nässe.

Farbmonitor    
2,5“ großes, helles LC-Display mit einer Auflösung von ca. 230.000 Pixel zur Bildwiedergabe und Menüeinstellung. Helligkeitssteuerung in 5 Stufen. Kontrollmöglichkeiten nach der Aufnahme: Allgemeine Qualitätsbeurteilung der Fotografien, Belichtungskontrolle über RGB- Tonwerthistogramm mit Kennzeichnung heller Bilddetails ohne Detailzeichnung (auch bei Hineinzoomen anwendbar), Kontrolle der Schärfeebene, Anzeige der eingestellten Qualitätsparameter sowie Anzeige der verwendeten Objektivbrennweite (bei Verwendung aktueller, 6-Bit kodierter Objektive).

Bildansichtsgrößen:     
9 Miniaturen, 4 Miniaturen, Vollbildanzeige sowie Vergrößerung in vier Stufen bis zur 100% Ansicht (1 Sensorpixel = 1 Displaypixel).
Aufnahmeparametermenü – Hauptmenü
Durch Drücken der Set-Taste können im Aufnahmeparametermenü folgende für die Aufnahme relevanten Parameter verändert und ausgewählt werden: Benutzerprofil, Sensorempfindlichkeit, manuelle Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Bilddatenformat, Bildauflösung.
Durch Drücken der Menütaste können Einstellungen, wie z.B. Kontrast des Farbmonitors oder die Wahl des Farbraums, im Hauptmenü vorgenommen werden.

Menüsprachen:      
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, Chinesisch.

Bildauflösungen:    
DNG: 3916 x 2634 Pixel (10,31 MP); JPG: 3936 x 2630 Pixel (10,35 MP), 2952 x 1972 Pixel (5,8 MP), 1968 x 1315 Pixel (2,6 MP), 1312 x 876 Pixel (1,15 MP).

Datenformate:      
DNG™ (Kamerahersteller-unabhängiges Digitales Negativ Format), 2 unterschiedlich stark komprimierte JPEG-Stufen.

DNG™ -Datei-informationen:    
16Bit Farbauflösung, 10,2 MByte Dateigröße pro Aufnahme

Speichermedium:      
SD-Karten bis 4 GByte
vollständige Liste mit zur LEICA M8 kompatiblen SD-Speicherkarten: www.leica-camera.de/photography/m_system/m8 (ab Markteinführung)

Weißabgleich:    
Automatisch, 6 Voreinstellungen, manueller Weißabgleich, Farbtemperatureingabe von 2000K bis 13.100K.

Farbräume:      
Adobe®RGB, sRGB, ECI RGB.

Sucheranzeige:     
(am unteren Rand des Suchers)
LED-Symbol für Blitzstatus, vierstellige Siebensegment-LED-Anzeige mit oben und unten liegenden Punkten (Anzeigenhelligkeit wird stets der Außenhelligkeit angepasst) für: Anzeige der automatisch gebildeten Verschlusszeit bei Zeitautomatik, Hinweis auf die Verwendung der Messwertspeicherung, Warnung bei Belichtungskorrekturen, Warnung vor Über- bzw. Unterschreitung des Messbereichs bei Zeitautomatik und Anzeige des Ablauf längerer Verschlusszeiten als 2 sec., Speicherplatzwarnung bei voller SD-Karte.
LED-Lichtwaage mit zwei dreieckigen und einer zentralen, runden LED als Hilfestellung bei manueller Belichtungseinstellung.
Anzeige von: Unterbelichtung von mindestens einer Blendenstufe. Unterbelichtung von 1 / 2 Blendenstufe. Richtige Belichtung. Überbelichtung von 1 / 2 Blendenstufe. Überbelichtung von mindestens einer Blendenstufe.
Dreieckige LEDs geben die zum Abgleich erforderliche Drehrichtung für den Blendenring und für das Zeit-Einstellrad an. Blinken der LED für Warnung vor Über- bzw. Unterschreitung des Messbereichs.

Belichtungsmessung:    
Stark mittenbetonte TTL-Belichtungsmessung mit voreingestellter Arbeitsblende.

Messprinzip:     
Gemessen wird das von einer weißen Lamelle in der Mitte des Metalllamellen-Schlitzverschluss reflektierte Licht.  

Messbereich:     
EV0 bis EV20 bei 20°C Raumtemperatur, Blende 1.0 und ISO 160/23°.  

Messzelle:     
Silizium-Fotodiode mit Sammellinse unten mittig im Kameraboden.

Blitz-Belichtungsmessung /-steuerung mit der M-TTL  Blitztechnologie

Prinzip:    
Mittels eines extrem kurzen und unmittelbar vor der Aufnahme ausgelösten Messvorblitz wird die für die Belichtung benötigte Lichtleistung ermittelt.

Anschluss:    
M-TTL-Leitzahlsteuerung mit Messvorblitz über Zubehörschuh SCA 3502 ab (Version M4) oder mit Leica Blitz SF24D.

Blitzsynchronzeit:    
Schnelle 1/250 sec. ermöglicht kreative Offenblendenfotografie selbst bei hellem Umgebungslicht.

Manuell:     
Blitzsynchronzeiten von B (Bulb) bis 1/250 sec.

Zeitautomatik:     
Auto Slow Sync.: automatisierte Ausdehnung der längsten Blitzbelichtungszeit auf die Faustformel 1/Brennweite in Sekunden. (nur mit 6 Bit kodierten Objektiven). Wahl von langen Blitz-Synchronzeiten bis z.B. zu einer 1/8 sec. für ausgewogenes Blitzen bei Available Light Aufnahmen im Zeitautomatikbetrieb.

Synchronisationszeitpunkt:      
Wahlweise auf den 1. oder 2. Verschlussvorhang schaltbar (mit entsprechendem Blitzgerät wie z.B. dem LEICA SF24D bzw. mit Verwendung des SCA-3502-Adapter).

Blitz-Belichtungs-korrektur:    ± 3 1 / 3 EV in 1 / 3 EV-Stufen am SCA-3501/3502-Adapter einstellbar. Am LEICA SF 24D sind ± 3EV in 1 / 3 EV-Stufen, bzw. von 0 bis –3 EV in 1EV-Stufen bei Computersteuerung einstellbar.

Verschluss und Auslösung

Verschluss:     
Mikroprozessorgesteuerter Metalllamellen-Schlitzverschluss mit vertikalem Ablauf.

Verschlusszeiten:     
Bei Zeitautomatik (A) stufenlos von 32 s bis 1/8000 s. Bei manueller Einstellung 4s bis 1/8000s in halben Stufen. B für Langzeitaufnahmen beliebiger Dauer.

Spannen:    
Auf minimale Geräuschentwicklung optimierter Verschlussaufzug. Elektromotorisch betrieben mit Reibrad in der ersten, hochdrehenden Getriebestufe und einer Kurvenscheibe für homogenes Drehmoment über die Dauer des Spannvorgangs.

Auslöser:    
Dreistufige Aktivierung abhängig von der Eindrücktiefe: 1. Einschalten der Kameraelektronik & Aktivierung der Belichtungsmessung – 2. Messwert-Speicherung (bei Zeitautomatik) – 3. Auslösung. (Genormtes Gewinde für Drahtauslöser integriert).

Stromversorgung:    
Lithium Ionen Akku mit einer Nennspannung von 3,7 V und einer Kapazität von 1900mAh.

Schnittstelle:     
5-polige, standardisierte Mini-USB Buchse für schnelle USB 2.0 Datenübertragung zum Computer an der linken Gehäuseseite. Durch LEICA DIGITAL CAPTURE kann die Kamera mit Hilfe der USB 2.0 Verbindung softwaregesteuert werden.

Kameragehäuse

Material:     
Geschlossenes Ganzmetallgehäuse aus einer hochstabilen Magnesium-Legierung für den dauerhaften professionellen Einsatz gefertigt. Schwarzer Kunstlederbezug. Deckkappe und Bodendeckel sind aus massivem Messing gefräst und silbern bzw. schwarz verchromt.

Stativgewinde:     
DIN4503 – A1/4 (1/4") mittig im Bodendeckel.

Maße (B x H x T):    
138,6 mm x 80,2 mm x 36,9 mm

Gewicht ohne Akku:     
ca. 545 Gramm

Lieferumfang:    
M8 Kamera (10702 silbern bzw. 10701 schwarz), Trageriemen mit Gleitschutz (14 312), Kameradeckel für M-Bajonett (14 195), Lithium-Ionen Akku (14 464), Ladegerät inkl. KFZ- und 3 Netzsteckeradaptern (Euro, UK, USA) (14 463), USB – Verbindungskabel, Bedienungsanleitung, Software DVD Capture One LE, Software CD mit LEICA DIGITAL CAPTURE und Bedienungsanleitungen in allen Sprachen (PDF); gedruckte Bedienungsanleitung LEICA M8; Garantiekarte LEICA M8.

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