Mit der Z5IIC stellt Nikon die erste neue Kamera in diesem Jahr vor – die aber so ganz neu nicht ist.
Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich bei der Nikon Z5IIC um eine Variante der beliebten und erfolgreichen Nikon Z5II.
Der Unterschied, der auf den ersten Blick sichtbar wird: Die Nikon Z5IIC hat keinen Sucheraufbau …
… aber auch keinen Sucher im Stil einer Messsucherkamera. Daran sieht man, welche Zielgruppe Nikon mit dem neuen Modell im Blick hat: Junge Fotografinnen und Fotografen, denen das Smartphone nicht mehr reicht und die daran gewöhnt sind, die Kamera vor sich zu halten und mit dem Monitor auszukommen.
Und so ist die Nikon Z5IIC, die es schwarz und schwarz/silber gibt, eine kompakte Vollformatkamera im Flachdach-Design (das vor 22 Jahren mit der Olympus E-300 in die Welt der DSLRs Einzug hielt und von Fans des klassischen SLR-Designs heftig angemeckert wurde). Die Abmessungen sind rund 134 x 81 x 72 mm, das Gewicht liegt mit Akku EN-EL 15c und Speicherkärtchen (SDXC, UHS-II) bei rund 620 g.
Natürlich bietet sie das große Nikon Z-Bajonett und ist damit in ein Objektivsystem eingebunden, das aktuell 42 FX-Typen umfasst.
Das Gehäuse besteht aus einer leichten und robusten Magnesiumlegierung und ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet.
Die kleine Nikon bietet einen ausgeformten Griff, der auch bei einhändiger Bedienung für sicheren Halt sorgen wird, wie man es von der Nikon Z5II kennt.
Unterstützt wird die Freihandfotografie durch die kamerainterne Bildstabilisierung, die einen Ausgleich von bis zu 7,5 Verschlusszeitenstufen ermöglichen soll. Der IBIS ist mit dem AF-Messfeld gekoppelt und soll daher gezielt für den Bereich wirken, auf den scharfgestellt wird.
Bei der Bedienung setzt Nikon auf eine Kombination aus physischen Bedienelementen und Touchscreen.
Der Monitor (3,2“ Diagonale, 1,04 Mio. Bildpunkte) lässt sich zur Seite schwenken und um die Längsachse drehen. Das erleichtert Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven und kommt insbesondere Influencer:innen und Creators entgegen, die selbst im Bild erscheinen wollen oder müssen!
Trotz der kompakten Abmessungen soll die Z5IIC einiges an fotografischen Möglichkeiten bieten. Für die Bildaufzeichnung ist ein FX-Vollformatsensor mit 24,5 MPix in Zusammenarbeit mit einen EXPEED-7 Bildprozessor zuständig.
Nikon hebt insbesondere den großen Dynamikumfang hervor, ohne dafür Zahlen zu nennen. Ein hoffentlich bald möglicher Praxistest wird hier Klarheit bringen.
Der Empfindlichkeitsbereich geht für Fotos von ISO 100 bis ISO 64.000 und kann auf ISO 50 bis ISO 204.800 erweitert werden. Eine kamerainterne Rauschunterdrückung soll auch bei hohen ISO-Einstellungen für scharfe Aufnahmen sorgen.
Auch das Hybrid-Autofokussystem ist von der Nikon Z5II bekannt und soll u. a. Menschen, Haustiere, Fahrzeuge und Vögel erkennen. Neu ist, dass auch Fische erkannt werden sollen. Da die Nikon Z5IIC zwar abgedichtet, aber nicht unterwassertauglich ist und es kein UW-Gehäuse gibt, klingt das merkwürdig. Aber es gibt wunderbare Aquarien mit Gängen am „Meeresboden“ und Bootstouren, bei denen man Wale und Delfine beobachten kann.
Die AF-Empfindlichkeit reicht bis -10 LW. Damit soll die Kamera auch bei sehr wenig Licht noch zuverlässig fokussieren können.
Neben den bekannten PASM-Modi stehen auch eine Vollautomatik und 15 Motivprogramme zur Verfügung. So sollen beispielsweise farbintensive Sonnenuntergänge, nächtliche Neonlandschaften oder verspielte Haustiere dank speziell angepasster Einstellungen optimal gelingen.
Serienaufnahmen sind von 1 B/Sek. bis ca. 30 B/Sek. (Highspeed-Serienaufnahme C30) möglich. wenn man das Vollformat nutzen möchte. Laut technischen Daten kommt man im C30-Modus auf 30 B/Sek. – damit dürfte aber wieder der DX-Crop verbunden sein.
Für sehr schnelle Serien sind kurze Verschlusszeiten nötig. Die Nikon Z5IIC kommt bis zur 1/8000 Sek. Die längste Verschlusszeit in den Automatikbetriebsarten liegt bei 30 Sek. Im M-Modus kann man bis 900 Sek. belichten. B- und T-Einstellungen sind an Bord.
Auch mit der Nikon Z5IIC kann man auf Bildrezepte zurückgreifen, um den Fotos einen bestimmten Touch zu verleihen, ohne ein Bildbearbeitungsprogramm zu öffnen. Über die Nikon Imaging Cloud können Rezepte von Nikon, RED und Nikon Creators direkt auf die Kamera geladen werden. Und wer ein wenig nostalgisch eingestellt ist, ohne gleich die analoge SLR wiederbeleben zu wollen, kann den Fotos (auch denen, die auf einem Bildrezept beruhen) einen analog anmutenden Körnungseffekt verpassen.
Die Verbindung zur Außenwelt ist via USB-C und HDMI Typ D bzw. drahtlos via WiFi und Bluetooth möglich.
Für Videoaufnahmen ist die Nikon Z5IIC vielseitig ausgestattet. Sie ermöglicht Aufnahmen bis 4K UHD 60p. 4K/60p kann im N-RAW-Format aufgezeichnet und anschließend umfangreich bearbeitet werden. Zeitlupenaufnahmen (bis x5 mit 24p) sind möglich. Ein Stereomikrofon ist eingebaut, externe Mikrofone lassen sich anschließen, ebenso Kopfhörer.
Verfügbarkeit
Voraussichtlich Mitte Oktober 2026
Preise (UVP)
Gehäuse …… 1.549,00 €
Kit mit Z 24-50mm f/4.0-6.3 …… 1.849,00 €
Kit mit Z 24-200mm f/4.0-6.3 VR …… 2.349,00 €
Kit mit Z 24-105mm f/4.0-7.1 …… 1.899,00 €
Kit mit Z 24-70mm f/4.0 …… 2.149,00 €










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