Nach dem FE 100-400mm F5,6-8 OSS, das Anfang August vorgestellt wurde (die Meldung finden Sie hier) widmet sich Sony nun dem anderen Ende der Brennweitenskala. Das neue Zoom deckt aber nicht die herkömmlichen Superweitwinkel-Brennweiten ab, sondern ist das erste Fischaugen-Zoom des Herstellers: Sony FE 8-14mm F3,5 G.

Mit dem Ändern der Brennweite von 8 mm bis 14 mm ändert sich die Abbildungscharakteristik von kreisförmig mit einem Bildwinkel von 180° nach allen Seiten zu formatfüllend mit einem diagonalen Bildwinkel von 180°. Dabei bleibt die größte Öffnung von 1:3,5 konstant.

In jedem Fall gilt: Nur gerade Linien, die durch den Bildmittelpunkt verlaufen, werden gerade abgebildet. Alle anderen werden nach außen gebogen, umso mehr, je näher sie dem Bildrand sind.

Daraus ergeben sich zahllose, nun gut: sehr viele Möglichkeiten für die kreative Bildgestaltung – sowohl für Foto wie auch für Videos, denn das Zoom ist in beiden Gebieten zu Hause. Das heißt, es werden alle angesprochen, die die Natur erkunden, Action festhalten oder Aufnahmen von Events wie Outdoor-Konzerten machen wollen.

In allen Motivgebieten sind dank des riesigen Bildwinkels Aufnahmen mit einem Aha-Effekt möglich. Hier kommt der Naheinstellgrenze von nur 15 cm besondere Bedeutung zu, denn Details, die nah vor der Frontlinse sind, werden sehr groß wiedergegeben. Der maximale Abbildungsmaßstab liegt bei 0,22x.

Da alle Brennweiten von 8 mm bis 14 mm stufenlos zur Verfügung stehen, kann genau festgelegt werden, wie der Fischaugen-Effekt für die Bildwirkung genutzt werden kann.

All diese Möglichkeiten stecken in einem kompakten Gehäuse, das gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet ist. Die Länge, die beim Zoomen und Fokussieren (mit AF oder manuell) gleichbleibt, beträgt laut Sony 82,8 mm, der Durchmesser 63 mm.

Die Ausstattung besteht aus Zoom-, Fokus- und Blendenring, einer Fn-Taste, Umschaltern für die Klick-Funktion des Blendenrings und zwischen AF und MF sowie einem Zoom-Lock-Schalter.

Da keine Einschraubfilter verwendet werden können, bietet das Zoom einen Filterhalter im Bajonett.

Die Abbildungsleistung soll bei allen Brennweiten schon bei größter Öffnung in der Mitte exzellent sein. Der Abfall zu den Ecken soll bei 8 mm sehr gering und bei 14 mm gering ausfallen. Für scharfe detailreiche Bilder soll die chromatische Aberration deutlich reduziert sein. Auch Reflexe und Geisterbildern sollen effektiv unterdrückt sein, ebenso das Focus-Breathing.

Dafür kommen 2 Asphären, 1 ED-(extra low dispersion)-Asphäre und 4 ED-Linsen zum Einsatz.

Für die automatische Scharfstellung sorgen zwei Linearmotoren. Sie sollen schnell genug sein, um mit der A9 III Focus-Tracking mit 120 B/Sek. möglich zu machen.

Zur Ausstattung gehört eine speziell designte Streulichtblende, die für Aufnahmen mit längster Brennweite genutzt werden kann.

 

Verfügbarkeit

September 2016

 

Preis (UVP)

1700,- €

Go to discussion...

0 comments

Leave a comment

Please log in to comment