Mit der OM System PEN bringt OM Digital Solutions eine neue Kamera der PEN Reihe heraus.

HINWEIS Ich konnte die neue OM System PEN schon einem Praxistest unterziehen. Sie finden ihn in d-pixx foto 3/2026, dazu einen Beitrag über kreative Spielereien mit der PEN. Die Printausgabe und das ePaper können in Kürze hier im Shop bestellt werden.

Rückblende 1. Zur photokina 2008 stellt Panasonic mit der Lumix G1 die erste spiegellose Systemkamera und das MFT-Format vor. Im Stand von Olympus ist der Dummy einer eigenen MFT-Kamera mit Wechselobjektiv zu sehen – kantig, minimalistisch und für mich damit ein gelungen designtes Modell.

Rückblende 2. Im Frühjahr 2009 stellt Olympus dann die erste DSLM im MFT-Format vor – die PEN E-P1, die dem Dummy gar nicht entspricht.

Das zierliche Gehäuse ist abgerundet und erinnert an die legendäre Halbformatkamera PEN F von 1959, entworfen vom ebenso legendären Designer Yoshihisa Maitani, der später auch die Olympus OM-Modelle entwarf. Der aus den FourThirds-DSLRs bekannte kleine Sensor löst mit 12 MPix auf. Eine neue Technik der PEN E-P1 stellen die Art-Filter dar.

Rückblende 3. Mit der OM-D E-M5 bringt Olympus 2012 seine erste MFT-Kamera im DSLR-Design, der weitere folgen. Sie bietet die damals revolutionäre 5-Achsen-Bildstabilisierung.

Rückblende 4. Vier Jahr später kommt dann mit der PEN-F ein Leckerbissen für viele Design-Fans, auch für mich.

Die Kamera folgt den Spuren früher Messsucherkameras (ja, das tun andere, allen voran Fujifilm, auch) und bietet nicht nur Art-Filter sondern auch ein Einstellrad, mit dem man Farb- und S/W-Profile aufrufen kann. Die PEN-F begleitete mich auf einen Urlaub in Blåvand, wo ich das alles ausprobieren konnte … nachzulesen und anzuschauen ab hier.

Rückblende 5 (die letzte an dieser Stelle – versprochen). 2020 übernimmt OM Digital Systems die Kamerasparte von Olympus und alle Freunde der Marke fragen sich, ob es weitergeht und wenn ja: womit? Es geht weiter und 2021 kommt die Olympus PEN E-P7 heraus. Sie folgt dem PEN Design – ist aber keine Nachfolgerin der PEN-F. Ohne Sucher ist sie für viele Hobbyfotografinnen und -fotografen keine Alternative zu einer OM-D E-M5 III oder OM-D E-M10 IV, die seit 2019 bzw. 2020 auf dem Markt sind.

Jetzt in die Gegenwart.

Nachdem erste Modelle vom OM Digital Systems als kleine Verbeugung vor dem Vorgänger noch den Namen Olympus trugen sind nun Kameras auf dem Markt, die OM System heißen. Noch ein paar Monate, dann sollen auch alle Objektive diesen Namen tragen.

Und so ist nun auch die neueste Kamera von OM Digital Systems eine OM System PEN (ab hier nur noch PEN genannt!).

Ist sie die Nachfolgerin der PEN E-P7? Eher nein als ja. Ist sie die Nachfolgerin der PEN-F? Eher ja als nein.

Das nur rund 395 g schwere Gehäuse (inkl. SD-Speicherkarte und Akku) ist rund 126 x 75 x 44 mm groß.

Es ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet.

Eine wichtige Parallele zur PEN-F: auch die neue PEN hat einen Sucher in der von hinten gesehen linken oberen Ecke.

Der EVF löst mit 2,35 Mio. RGB-Dots auf und die Vergrößerung liegt bei 062x [@KB].  

Der Sucher ist gegenüber der PEN E-P7 ein entscheidender Fortschritt, aber auch beim Rückwandmonitor hat man einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Der 3“-Touch-Screen-Monitor mit rund 1,4 Mio. RGB-Dots ist nun in zwei Achsen beweglich gelagert.

Als Einstellelemente gibt es auf der Oberseite das Betriebsartenwählrad, eine Auslöser-Einstellrad/-Kombination, einen Videoauslöser und einen Hauptschalter, mit dem man Foto-, Video- und S&Q-(Zeitlupen/Zeitraffer)-Modus aktiviert.Dazu kommen zwei Einstellräder, eine 4-Richtungswippe und acht Tasten, die man fast alle so belegen kann, dass sie der eigenen Arbeitsweise entsprechen.

Der 4/3“-Live-MOS-Sensor der PEN bietet eine Auflösung von 20 MPix (5184 x 3888 Pixel). Das ist aktuell die höchste Auflösung, die von MFT-Modellen von Olympus / OM Digital Systems geboten wird. Wenn das nicht reicht, kann man die Funktion Hochauflösende Aufnahme nutzen und RAW-Dateien (*.ORF) mit 81 MPix aufnehmen, wenn man mit Stativ arbeitet, bzw. mit 50 MPix aus der freien Hand.

Der Empfindlichkeitsbereich der PEN geht regulär von ISO 200 bis maximal ISO 6400, und kann auf ISO 64 bis 25.600 erweitert werden.

Wie schon bei den ersten mFT-Modellen von Olympus ist der Sensor in fünf Achsen beweglich gelagert, um Verwacklungen zu minimieren.

Für den AF stehen 121 Felder für Phasen- und Kontrastdetektion zur Wahl, die bei der PEN Kreuzsensoren zugeordnet sind. Die Motiverkennung gibt es für Menschen, Hunde und Katzen und auch der spezielle Sternenhimmel-AF für Astroaufnahmen ist an Bord.

Für die Belichtungsmessung werden bis zu 324 Felder genutzt. Man kann wählen zwischen  Mehrfeldmessung, mittenbetonter Messung, Spotmessung mit Lichter- oder Schattenbetonung.

Für die Belichtungssteuerung gibt es die PASM-Modi und  24 Motivprogramme in sechs Gruppen.

Die PEN bietet wahlweise einen mechanischen oder elektronischen Verschluss. Die jeweils kürzeste Verschlusszeit ist 1/4000 Sek. bzw. 1/32.000 Sek. Wie andere Modelle auch bietet die PEN die Möglichkeit geräuschlos zu fotografieren.

Die Serienbildschaltung macht bis zu 30 B/Sek. möglich, das reicht für viele Bewegungsstudien oder um im ProCap-Modus 12 Bilder schnell in den Puffer-Speicher zu schreiben, bis man den Auslöser durchdrückt und die Bilder endgültig speichert.

Wie nicht anders zu erwarten, stellt auch die PEN Sonderfunktionen zur Verfügung.

Mit einem Schalter auf der Vorderseite kann man vom Standardmodus zu Farb- und S/W-Profilen wechseln und sie nach den eigenen Wünschen einrichten.

Dazu kommen noch die sogenannten Rechnerischen Modi. Dazu gehören die bereits angesprochene Hochaufgelöste Aufnahmen, Live-ND-Aufnahme Focus Stacking, HDR-Aufnahmen und Mehrfachbelichtungen. Zudem werden die Keystone-Korrektur, Live Composite, Live Bulb und Live Time geboten.

Auch die Art-Filter fehlen nicht! Insgesamt stehen 16 zur Wahl.

Für die drahtlose Kommunikation mit externen Geräten ist ein WiFi-Modul an Bord. Für Anschlüsse per Kabel gibt es eine kleine HDMI- und eine USB-C-Buchse, letztere auch, um den Akku in der Kamera zu laden. Das ist, nicht nur bei der PEN, überaus sehr ärgerlich, denn während der Ladens fällt die Kamera aus.

Die PEN wird in Silber/Schwarz und Schwarz angeboten.

 

Verfügbarkeit

Ende September / Anfang Oktober

Preise (UVP)

Body …… 999,- €
Kit mit 14-42 II … 1099,- €

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