Das Megapixelrennen schien eine Zeit lang zu ruhen – aber es ist lebendig wie eh und jeie, wie etwa die Sigma fp L (61 MPix) zeigt, und auch einige Gerüchte gehen in diese Richtung.

Sony hat mit dem IMX555CQR einen Sensor im Programm, der das Rennen um die Vollformatkamera mit der höchsten Auflösung auf ein neues Level heben könnte.

Dieser 36 x 24 mm große Sensor bietet eine Auflösung von 102 MPix, und SonyAlpha Rumors vermutet, dass es schon im nächsten Jahr eine Sony mit diesem Sensor geben könnte.

SAR und auch andere Seiten sehen hier einen Zweikampf mit Canon, denn es wird schon seit längerem von einer Canon EOS R1 (oder wie auch immer sie heißen wird) gemunkelt, die auch in dieser Auflösungsklasse angesiedelt sein soll.

Zum Vergleich: Der Sensor der Fujifilm GFX100 bietet ebenfalls 102 MPix – aber bei einer Fläche von 44 x 33 mm, und die Sony mit der aktuell höchsten Auflösung, die Sony A7R IV ist mit einem 61-MPix-Vollformatsensor ausgestattet.

Der IMX555CQR wird von Sony als Sensor für Consumer-Kameras beschrieben. Die 102-MPix-Fotos sollen mit einer Farbtiefe von 16 Bit aufgezeichnet werden können, 6K-Movies mit 12 Bit.

Natürlich stellt sich die Frage, was wir als interessierte und engagierte Amateurfotografen davon haben, denn mit der Auflösung werden auch die Preise in exorbitante Höhen klettern.

 

Quelle: SonyAlpha Rumors

2 KOMMENTARE

  1. Was kostet eigentlich 1 Pixel?? Kann man das umrechnen?
    Hat das schon jemand versucht bzw. verglichen?
    Wenn ich mir so überlege……1981 habe ich im Handwerk meine Meisterprüfung abgelgt……damals lernte man uns noch "Kalkulation" nach dem Motto "Gestehungspreis" —-(UN-) Kosten—Rohaufschlag!
    Diese Zeiten sind längst vorbei! Es gibt nur noch die Formel***was gibt der Markt her**
    Ob das eine "gute" bzw. "gesunde" Formel ist???
    Das "haben wollen" ist der Antrieb und der Preistreiber von dem ich mich auch nicht lossagen kann!
    Also akzeptiere ich es auch, wie ganz viele andere auch!
  2. Wer braucht Kameras mit solch hohen Auflösungen? Fast niemand würde ich denken. Also werden sich die Marketingabteilungen wieder überschlagen, um ein "Haben-wollen" Gefühl, auch bekannt als GAS anzuheizen.
    Was mir persönlich wirklich wichtig wäre, lieferte Canon (als ich sie noch benutzt habe) und Fujifilm (mein jetziges System) nicht – eine Softwarelösung, bei der man Smartphones und deren Möglichkeiten sinnvoll mit der Kamera koppeln kann. Wie wäre das schön, wenn ich z.B. auf dem Handy verschiedene Filmsims für mine Fujifilm gespeichert hätte, die ich dann je nach Bedarf per Bluetooth auf die entsprechenden Plätze der Kamera übertragen könnte. Oder Pixelshift, oder interne Graufilter…
    Was Softwaretechnisch noch alles geht, sieht man an den Smartphone Kameras. Da können sich Canon und co. noch eine große Scheibe abschneiden. Aber es fehlt wohl der Wille und das Know-How.
    Das ganze erinnert mich irgendwie an die deutsche Autoindustrie. Da wurden (und werden) immer neue Verbrenner mit vollkommen überdimensionierten Motoren und Karosserien angeboten, anstatt in Zukunftstechnologien zu investieren. Da muß man dann aufpassen, dass man nicht als Dinosaurier vom Markt verschwindet.