Die neue Samsung Galaxy NX war bereits vorab aufgetaucht und wurde, wie es zu erwarten war, gestern offiziell vorgestellt. Der von Samsung vollführte Schritt erweist sich als logisch. Nachdem der koreanische Anbieter bereits seit dem letzten Herbst mit der Galaxy Camera Erfahrungen mit der Kombination aus Googles Smartphone-Betriebssystem und einer Kamera sammelt, kommt nun also der Schritt ins Systemkamera-Segment. Punkten möchte die Galaxy NX mit ihrer Konnektivität, rein technisch erinnert sie aber die Samsung NX300.

So verbaut Samsung bei der Galaxy NX einen APS-C-Sensor mit einer Auflösung von 20,3 MPix, der mit dem DRIMe IV-Bildprozessor kombiniert wird – das beide Komponenten gut harmonieren hat bereits die NX300 gezeigt. So möchte Samsung eine gute Rauschunterdrückung garantieren und eine verbesserte Farbwiedergabe ermöglichen. Auch der Hybrid-Autofokus, der die Vorteile von einem Kontrast-AF mit der eines Phasendetektionsautofokus verbindet, soll vom integrierten Prozessor profitieren und ausgesprochen flott arbeiten. Die maximale Serienbildgeschwindigkeit gibt Samsung mit 8,6 Bildern/Sekunde an. 

Aufsehen erregender ist aber natürlich das eingesetzte Betriebssystem, denn es kommt Googles Android in der Version 4.2 zum Einsatz. So bietet Samsung natürtlich eine enorme Flexibiltität, denn es lassen sich einfach Apps nachinstallieren, also auch andere Kamera-Applikationen. Bereits bei unserem Test der Galaxy Camera erwies sich das Sytem aber nicht immer als besonders intuitiv. Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum auf einer Kamera alle Apps genutzt werden sollten, die das Android-Universum bereitstellt – hierfür sind Smartphones meist wesentlich besser geeignet. Bei Bedarf könnte mit der Galaxy NX aber theoretisch auch geskypt werden, die normale Telefon-Applikation fehlt aber.

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Besonders interessant ist der Android-Ansatz der Galaxy NX aber vor dem Hintergrund des Sharings – und der wird bei Samsung groß geschrieben. So ist die Galaxy NX laut Samsung die erste Systemkamera, die mit LTE und 3G daherkommt. Entsprechend können Bilder problemlos direkt in soziale Netzwerke wie Facebook oder Flickr geladen werden. Klassische WLAN-Fähigkeiten sind aber auch mit von der Partie, sodass nicht immer ein Mobilfunkvertrag geschlossen werden muss. Nicht integriert wurde ab Werk ein GPS-Modul, das kann aber als Zubehör nachgerüstet werden. 

Die Samsung Galaxy NX kommt im August zu einem Preis von 1499 Euro in den Handel. Sie ist natürlich mit dem gesamten NX-System kompatibel.

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