Leica hat mit dem Summilux-M 1,4/21 mm ASPH und dem Summilux-M 1,4/24 mm ASPH zwei neue High-End-Weitwinkel-Objektive für sein M-System vorgestellt. Während das 21-mm-Modell mit 28 mm [@KB] aufwartet, kommt 24-mm-Objektive im Zusammenspiel mit einem digitalen M-Modell auf 32 mm [@KB]. Dank ihrer hohen Lichtstärke sollen beide Modelle optimal für die Available-Light-Fotografie nutzbar sein. Das Summilux-M 1,4/21 mm ASPH ist laut Leica das erste 21-mm-Objektiv mit einer Anfangsöffnung von 1:1,4. Beide Objektive besitzen eine Gesamtfokussierung.

Die hohen Preise rechtfertigt Leica damit, dass sehr enge Toleranzen bei der Fertigung eingehalten werden müssen.

 

Preise und Verfügbarkeit:

  • Leica Summilux-M 1,4/21 mm ASPH: ab Dezember für 4995 Euro
  • Leica Summilux-M 1,4/24 mm ASPH: ab Dezember für 4995 Euro

 

 

Original Pressemeldung:

Mit den besonders lichtstarken Weitwinkelobjektiven LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/21 mm ASPH. und LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/24 mm ASPH. öffnet die Leica Camera AG, Solms, ein neues Kapitel in der Reportagefotografie mit der Leica Messsucherkamera: Höchste Lichtstärke und hervorragende Abbildungsleistung kombiniert mit sehr großen Bildwinkeln und kompakten Abmessungen machen diese Objektive einzigartig. Dabei stellt das 21 mm Objektiv sogar eine Weltneuheit im Kleinbildsystem dar: Es ist das erste 21 mm Kleinbildobjektiv mit einer Anfangsöffnung von 1:1,4.

Die neuen Leica Summilux-M Objektive sind in der professionellen Fotografie vielseitig einsetzbar, vor allem in der Available Light Fotografie, bei der das gering vorhandene, natürliche Licht genutzt wird. Trotz ausgeprägter Weitwinkelcharakteristik besitzen sie bei voller Öffnung eine äußerst geringe Schärfentiefe. Damit lässt sich im Nahbereich das Hauptmotiv wirkungsvoll vom Hintergrund lösen, was eine kreative, ausdrucksstarke Fotografie möglich macht, wie sie nur mit Systemkameras zu realisieren ist. Auf mittlere Werte abgeblendet, ist der Schärfentiefebereich so groß, dass sich ganze Szenerien scharf abbilden lassen. Da hierbei auf das exakte Fokussieren verzichtet werden kann, wird die M- Kamera schneller als jeder Autofokus.

„Mit dem LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/ 21 mm und 24 mm ASPH. stehen M-Fotografen ganz außergewöhnliche Hochleistungsobjektive zur Verfügung. Sie vereinen die Vorteile der extrem hohen Lichtstärke wie selektive Schärfe und ausgezeichnete Available Light Tauglichkeit mit hervorragenden Abbildungsleistungen und sehr großen Bildwinkeln. Damit gehören die neuen Summilux–M Objektive zu den Werkzeugen, die für den professionell arbeitenden M- Fotografen wegen ihrer außergewöhnlichen Möglichkeiten einfach unverzichtbar sind. Als besonders zuverlässige und wertbeständige Produkte werden die Objektive aus hochwertigen Materialien gefertigt und in aufwändiger Handarbeit im Solmser Werk montiert. Die Verbindung von modernster Technik mit sorgfältiger, von Erfahrung und Können geprägter Manufaktur sorgt hierbei für die konstante Qualität jedes einzelnen Leica Objektivs und erweitert einmal mehr die gestalterischen Möglichkeiten der Leica M-Fotografie“, so Stefan Daniel, Produktmanager für das M-System bei der Leica Camera AG.

Beide Leica Summilux-M Objektive bestehen aus zehn Linsen in acht Gruppen. Das LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/21 mm ASPH. besitzt zwei asphärische Linsen, das Summilux-M 1:1,4/24 mm ASPH. eine, die vom 21er übernommen werden konnte. Beide Objektive besitzen eine Gesamtfokussierung. Um eine hohe Abbildungsqualität bis in den Nahbereich zu erzielen, kommt ein Floating Element zum Einsatz, bei dem zwei Linsen während der Fokussierung ihre relative Position zum Rest des optischen Systems ändern. Ein hoher Aufwand wird für die Korrektion der Farbfehler betrieben: im Summilux-M 1,4/21 mm werden sieben, im Summilux- M 1,4/24 mm fünf Gläser mit anomaler Teildispersion verwendet.

Die bei lichtstarken Weitwinkelobjektiven generell schwierig zu beherrschenden Parameter Vignettierung und Verzeichnung sind bei den neuen Summilux-M Objektiven so korrigiert, dass sie in der fotografischen Praxis kaum wahrgenommen werden. Bereits bei Blende 2,8 ist nahezu nur noch die natürliche Vignettierung vorhanden. Durch die Verwendung einer zweiten asphärischen Linsenfläche beim 21 mm liegt die Verzeichnung bei nur -2,3%, beim 24 mm sogar bei nur -2,2% und ist damit kaum sichtbar.

Beide Objektive sind mit einer patentierten, rechteckigen Gegenlichtblende ausgestattet, die Aufnahmen mit Filtern der Serie VII (24 mm) beziehungsweise Serie VIII (21 mm) erlaubt. Die neuen LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/21 mm und 24 mm ASPH. Objektive erfordern in der Herstellung – ähnlich wie das neue LEICA NOCTILUX-M 1:0,95/50 mm ASPH. – die Einhaltung von sehr engen Toleranzen. Dazu wurden neue Methoden der Linsenzentrierung und Justage entwickelt.

Die Objektive LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/21 mm ASPH. und LEICA SUMMILUX-M 1:1,4/24 mm ASPH. sind ab Dezember 2008 für eine unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland von jeweils 4995 Euro im Leica Fotofachhandel erhältlich.

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