Heute morgen tauchte auf einigen Seiten im Internet eine Meldung auf, die mich gleich elektrisierte: Contax könnte zurückkommen.
Yashica hatte in den 1970er Jahren mit der Contax RTS (RTS = Real Time System) eine faszinierende SLR auf dem Markt (Start war 1975) und stellte 2000 mit der Contax N Digital die erste DLSR mit Vollformatsensor vor, die dann von 2002 bis 2004 verfügbar war. Die Auflösung war mit 6 MPix aber eher mau.
Nun meldet sich Yashica zum einen über Kickstarter mit dem Plan zurück, die kleinste Digitalkamera mit Wechselobjektiven auf den Markt zu bringen – mit einem winzigen Sensor und, wie es aussieht, einem Vollkunststoffgehäuse.
Bis hierher stimmt’s.
Ab hier ist mein Wunsch der Vater des Gedankens … und die Contax HX1 leider nur ein Traum.
Aber darum geht es nicht.
In der oben angesprochenen Meldung, die leider auf keiner der Seiten mehr abrufbar ist, ging es um eine revolutionäre DSLM mit dem klangvollen Namen Contax HX1 (klangvoll für alle, die alte genug sind …)
Die ersten Eckdaten sind sehr gut, aber nicht zu beeindruckend: Vollformatsensor mit 86 MPix, ISO-Bereich 100 – 102.400, Dynamikbereich 16 EV (bis ISO 400), Hybrid-AF, 24 B/Sek. mit AF-Nachführung.
Sehr beeindruckend ist dagegen die Idee mit den Objektiven.
Es sollen, wie es heißt, keine eigenen Objektive angeboten werden, sondern verschiedene Objektivadapter.
Alle Adapter weisen auf der Kameraseite das CTX-Bajonett mit 30 Kontakten auf, wie auch das Gehäuse.
Auf der Objektivseite tragen die unterschiedlichen Adapter Canon RF-, L-, Nikon Z- oder Sony E-Anschlüsse, so dass Besitzerinnen und Besitzer einer Contax HX1 ihre Objektivausstattung mit den Objektiven der unterschiedlichen Hersteller so zusammenstellen können, dass alles perfekt zum bevorzugten Motivgebiet passt.
Für die Kommunikation zwischen Gehäuse und Objektiven soll ein speziell entwickelter Chip sorgen, der im Adapter sitzt und Informationen und Befehle „übersetzt“.
Auch für die Steuerung geht man andere Wege als andere aktuelle Hersteller und verbaut einen Touchscreenmonitor, der die ganze Rückwand einnimmt und die Bedienung der Kamera à la Smartphone erlaubt (das gab es schon mal von Samsung, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht.)
Interessant ist auch, dass von einem OLED-Sucher die Rede ist, der mit einer Auflösung von 12 Mio. RGB-Dots die bisherigen Spitzenreiter deutlich hinter sich lassen würde.
Das Gehäuse soll wie die Canon EOS R3 und die Nikon Z9 einen integrierten Hochformatgriff aufweisen.
HINWEIS : Das Beitragsbild zeigt nicht die neue Kamera!





