Canon hat gestern mit Dual Pixel 3D eine neue Lösung zur Erstellung dreidimensionaler Bildinhalte vorgestellt. Grundlage ist die Dual-Pixel-CMOS-AF-Technologie des Herstellers. Mit der Anwendung Dual Pixel 3D Converter sollen sich aus kompatiblen Aufnahmen 3D-Bilder und 3D-Modelle erzeugen lassen, ohne dass dafür spezielle Aufnahmeausrüstung notwendig ist.

Der Dual Pixel 3D Converter ist zunächst als kostenlose Desktop-Anwendung für Windows vorgesehen. Die Software verarbeitet sowohl Dual-Pixel-RAW-Dateien ausgewählter EOS-Kameras als auch JPEG-Dateien mit Tiefeninformationen, die mit der EOS R8 Mark II aufgenommen wurden. Ausgeben lassen sich 3D-Bilder mit Tiefeninformationen sowie 3D-Modelle in den Formaten OBJ und GLB.

Die Tiefenwirkung lässt sich innerhalb der Software anpassen. Darüber hinaus soll das Hauptmotiv freigestellt und der Hintergrund vor der Ausgabe eines 3D-Modells oder stereoskopischen Bildes entfernt oder ersetzt werden können.

Technisch nutzt Canon eine Besonderheit seiner Dual-Pixel-CMOS-Sensoren. Jedes Pixel besitzt zwei Fotodioden, deren leicht unterschiedliche Perspektiven zusätzliche Tiefeninformationen liefern können. Canon verarbeitet diese Phasendifferenz-Daten mit eigenen Algorithmen zu dreidimensionalen Forminformationen. Die eigentlichen Bilddaten dienen anschließend als Texturen für das 3D-Modell.

Der Vorteil gegenüber klassischen Verfahren soll darin liegen, dass nur eine einzige Aufnahme benötigt wird. Zusätzliche Kameras oder Aufnahmeserien sind damit laut Canon nicht erforderlich. Der Hersteller weist allerdings darauf hin, dass die Qualität der Tiefeninformationen unter anderem von Motiv, Hintergrund und Schärfentiefe abhängt.

Der Dual Pixel 3D Converter soll ab dem 3. Oktober 2026 zum Download bereitstehen. Welche Kameras und Objektive neben der EOS R8 Mark II unterstützt werden, will Canon zum Start der Anwendung bekannt geben.

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