Apple Pro Display XDR löst hoch auf – ist aber auch sehr teuer

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Apple Pro Display XDR

Gestern Abend hat Apple im Rahmen seiner Keynote zur WWDC endlich die lang erwartete neue Pro-Hardware vorgestellt. Neben einem neuen Mac Pro wird es ab dem Herbst auch wieder ein „echtes“ Apple Display geben. Zuletzt gab es nur noch eine Kooperation mit LG. Das Apple Pro Display XDR kommt mit der 6K Retina-Auflösung daher, was 6.016 x 3.384 Bildpunkten entspricht. Auf einer Diagonale von 32 Zoll wird so auf jeden Fall eine gestochen scharfe Darstellung garantiert. 

Wer seine Fotos also nicht nur besonders scharf, sondern auch noch möglichst groß sehen möchte, hat bei Apples Display die bis dato besten Chancen.

Der Name kommt aber von einer anderen Stärke des Displays, der HDR-Wiedergabe, die so gut sein soll, dass direkt von Extreme Dynamic Range gesprochen wird. Apple setzt auf ein Mini-LED-Beleuchtung, bei der jede einzelne LED des Backlights zunächst kalibriert und dann mittels eines neuen Algorithmus angesteuert wird. Damit möchte Apple eine besonders hohe Helligkeit erreichen, die eben benötigt wird, um einen umfassenden HDR-Effekt zu ermöglichen. Dauerhaft sollen 1.000 cd/m² möglich sein, kurzfristig sogar eine Peak-Helligkeit von 1.600 cd/m² – eine Sonnenbrille sollte da nicht allzu weit entfernt sein. Damit die so entstehende Abwärme sinnvoll abgeführt werden kann, ist quasi die gesamte Rückseite des Monitors eine große Kühlfläche. Der dynamische Kontrastumfang wird von Apple mit 1.000.000:1 angegeben. 

Das Apple Pro Display XDR soll den DCI-P3-Farbraum vollständig abdecken. Keine Infos gab es bislang zum AdobeRGB. Die Farbverarbeitung wird intern mit 10 Bit erfolgen. 

Als interessant könnte sich eine neue Nano-Texture-Beschichtung des Panels herausstellen. Diese soll die Oberfläche besonders matt erscheinen lassen und Spiegelungen so auf ein Minimum reduzieren. 

Mit Blick auf Apples aktuelle Anschluss-Philosophie ist es keine große Überraschung, dass vier Thunderbolt-3-Schnittstellen auf der Rückseite verbaut werden. Die Ergonomie wird künftig auch größer geschrieben, denn es gibt nun einen Standfuß, der in der Höhe und Neigung verstellt werden kann und obendrein die Pivot-Drehung ermöglicht.

Leider ist letzterer aber nur optional erhältlich und schlägt mit 1.000 US-Dollar zu Buche. Aber auch eine Wandhalterung wird rund 200 US-Dollar kosten. Das Display allein kostet mindestens 4.999 US-Dollar, wer die neue Nano-Texture-Beschichtung möchte, muss noch einmal 1.000 US-Dollar extra einplanen. Wer in die neue Pro-Klasse bei Apple aufsteigen möchte, muss also eine stattliche Summe investieren. 

Kleine Anmerkung: Früher einmal hat das Apple Display mit 23 Zoll so viel gekostet, wie heute allein der Standfuß. 

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