Sony ist dafür bekannt hin und wieder außerhalb der klassischen Schubladen zu denken – man erinnere sich beispielsweise an die QX-Smartobjektive des Herstellers. Auf der IFA haben die Japaner mit der Sony RX0 nun wieder eine Kamera vorgestellt, die nicht wirklich in eine Schublade passen möchte.

Auf den ersten Blick sieht die Sony RX0 wie eine klassische Actioncam aus und kommt in einem äußerst kompakten (59 x 40,5 x 29,8 mm) und leichten (110 g) Gehäuse. Gleichzeitig führt Sony das Gehäuse sehr robust aus, denn es ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 10 m, kann den Fall aus einer Höhe von 2 m überstehen oder aber mit 2.000 N belastet werden. 

Sony fokussiert sich aber nicht vornehmlich auf Videofilmer, wie es bei dem klassischen Actioncams der Fall ist. Vielmehr sollen auch Fotografen angesprochen werden, die unter unmöglichsten Bedingungen eine Aufnahme in den Kasten bringen wollen oder müssen. Darüber hinaus sieht Sony den Einsatzbereich der RX0 beispielsweise darin, Hollywood-Effekte zu generieren, bei denen die Zeit im Matrix-Stil stillzustehen scheint. Dazu können über die WRC1M-Fernbedienung bis zu 15 RX0-Modelle gekoppelt werden – über die PlayMemories-App sind es fünf Kameras.

Sony RX0

Wie die RX-Bezeichnung schon vermuten lässt: Sony setzt auf einen vergleichsweise großen Sensor im 1-Zoll-Format. Der löst mit 15,3 MPix auf und wird mit einem BIONZ-X-Prozessor und einem Zeiss Tessar T* 24 mm F4 kombiniert. Dass sowohl JPGs als auch RAW-Aufnahmen produziert werden können, versteht sich da von selbst. Serienbildaufnahmen sollen mit 16 Bildern/Sekunde produziert werden, während die kürzeste Verschlusszeit mit 1/32.000 s angegeben wird. Gleichzeitig gibt es auch einen Super-Slow-Motion-Modus, der mit 1.000 Einzelbildern pro Sekunde filmt. 4K-Videos können auch produziert werden, die Aufnahme muss aber auf einen externen Rekorder erfolgen – hier zeigt sich, dass Sony vielleicht doch mehr die Fotografen als die Videofilmer im Kopf hatte.

Die Sony RX0 kommt laut Hersteller im Oktober in den Handel und wird 850 Euro kosten.

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