CES-Nachlese – Canon, Nikon, Panasonic, Sony, Zeiss und eine Überraschung

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Die CES in Las Vegas brachte alles Mögliche, aber nur sehr wenig für uns Fotofans. Über die beiden Nikon DSLRs wurde schon berichtet – hier über die D5, hier über die D500. Darüber hinaus sind zwei Setzooms von Nikon hier auf unserer Homepage schon vertreten, wie auch die beiden faszinierenden Objektive für das mFT-System – das Panasonic 100-400 mm hier und das Olympus 300 mm hier. Und auch die Panasonic TZ101 mit ihrem 1“-Sensor und 25-250-mm-Zoom [@KB] hatte ihren Auftritt. Bleibt noch ein Blick auf drei Kameras mit fest eingebauten Superzoom-Objektiven und kleinen Sensoren, zwei Action-Cams, Objektive fürs iPhone, eine Überraschung  – und es bleibt die Hoffnung, dass die nächsten Wochen und die CP+ in Yokohama (ab 25. Februar) mehr bringen. Aber da bin ich guter Dinge.

Canon PowerShot SX540 HS

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Die Kamera im typischen All-in-One-Look ist um einen 20-MPix-Sensor im 1/2,3“-Zoll-Format aufgebaut. Dadurch ist es möglich, dass das 4,3-215-mm-Zoom vom Bildwinkel her wirkt, wie ein 24-1200-mm-Zoom [@KB]. Die Lichtstärke ist mit 3,4-5,6 nicht hoch, aber für so ein Objektiv typisch und ordentlich – und es gibt einen optischen Bildstabilisator. Für den Sensor lassen sich Empfindlichkeiten von ISO 80-3200 einstellen.

Zur Ausstattung gehören ein leider fest eingebauter 3“-Zoll-Monitor mit 461.000 Dots (das geht heutzutage besser) und ohne Touchscreen-Funktion. Der Monitor muss auf jeden Fall als Sucher dienen, denn es gibt keinen eingebauten Sucher. Der Verschlusszeitenbereich geht von 1/2000 Sek. bis 15 Sek. und die maximale Bildfrequenz bei Serien beträgt 5,9 B/Sek. Es gibt einen eingebauten Blitz und gefilmt werden kann in den Formaten Full HD, HD und VGA. WiFI- und NFC-Module sind vorhanden, ein GPS-Modul fehlt.

Canon PowerShot SX420 IS

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Auch die zweite All-in-One-Kamera, die Canon mit nach Las Vegas brachte, hat einen 1/2,3“-Sensor mit 20 MPix Auflösung und ein Zoom, das bei 24 mm Brennweite beginnt. Der Bereich erstreckt sich aber „nur“ bis 1008 mm (Brennweitenangaben gelten [@KB]). Ein optischer Bildstabilisator soll helfen, die langen Brennweiten zu beherrschen. Als höchste Empfindlichkeit steht ISO 1600 zur Wahl, der Verschlusszeitenbereich geht von 1/4000 Sek. bis 15 Sek.

Weiteres: fest eingebauter (schon wieder) 3“-Monitor mit 230.000 Dots (das geht erst recht besser, allerdings darf nicht vergessen werden, dass es sich um ein Einstiegsmodell handelt, was auch den Verzicht auf die Touch-Screen-Funktion erklärt). Einen Sucher gibt es nicht. Der eingebaute Blitz soll bis 5 m weit leuchten, der Serienbildgeschwindigkeit liebt bei rund einem Bild alle zwei Sekunden. Fürs Filmen stehen die Formate HD (mit 25p) und VGS (mit 30p) zur Verfügung.

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Panasonic Lumix DMC-TZ81

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Die Kamera gehört in die Gruppe der TravelZoom-Kameras von Panasonic. Sie kombiniert ein Leica-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 4,3-129  mm mit einem kleinen 1/2,3“-Sensor und bringt es damit auf einen Bildwinkelbereich, der einem 24-720-mm-Objektiv an einer Vollformatkamera entspricht. Mit einer variablen Anfangsöffnung von 3,3-6,4 ist es – klassentypisch – nicht gerade lichtstark, aber dafür gibt einen 5-Achs-Bildstabilisator.

Die Ausstattung der Kleinen kann sich sehen lassen. So bietet sie u. a. einen Hybrid-Kontrast-AF auf DFD-Basis mit 49 Messfeldern, 4-K-Film- und Fotofunktionen (mit Post-Focus), einen High-Speed-Modus mit 100 B/Sek., einen elektronischen Sucher, einen Touch-Screen Monitor (3“, 1,04 Mio. Dots, leider fest eingebaut), WiFi. GPS fehlt zwar, aber über die Verbindung mit einem Smartphone können Ortsdaten gespeichert werden.

Action-Cams von Nikon (!) und Sony

Die Nikon KeyMission 360 ist eine der beiden erwähnten Action-Cams. Die knuffige kleine Kamera ist mit zwei Objektiven versehen, die jeweils einen Bildwinkel von 180° erfassen.

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Dazu gehören logischerweise zwei Sensoren – und eine Software, die die beiden Bilder zu einem echten Rundumblick zusammensetzt, der in 4K-Qualität aufgezeichnet wird. Ein elektronischer Stabilisator soll für ruhige Bilder sorgen. Die Kamera ist natürlich in erster Linie für den Outdooreinsatz konzipiert und von daher gegen Stürze aus Höhen bis 2 m gefeit und kann bei Tauchen bis in Tiefen von 30 m mitgenommen werden.

Die neue Action-Cam Sony HDR-AS50  ist mit einem 11,1-MPix-CMOS-Sensor in BSI-Bauweise ausgestattet und afrbeitet mit einem Zeiss Tessar-Objektiv zusammen.

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Es können Aufnahmen zwei Bildwinkeln gemacht werden, laut Pressemitteilung mit einem „satten Weitwinkel“ und einer „weniger extremen Einstellung“. Dazu kommt ein „Drei-Fach-Zoom“. Nun gut. Damit die “satten Weitwinkelbilder” und auch die anderen nicht verwackelt aufgenommen werden, kommt ein Stabilisator mit Namen „Advanced Steady Shot“ zum Einsatz. Er soll 3x leistungsstärker sein als bei früheren Action-Cams von Sony. Weiteres: Zeitrafferaufnahmen mit 120 B/Sek., die sich per Software zu 4K-Videos zusammenrechnen lassen, Full HD-Movie-Funktion, Stromversorgung über den USB-Anschluss, Unterwassergehäuse (einsatzbar bis 60 m Tiefe) im Lieferumfang. Preis (UVP): 219,- €

iPhone Objektive

Zeiss und ExoLens bringen drei Vorsatzobjektive heraus, die den Einsatzbereich der ziemlich guten Kameras in iPhones erweitern sollen. Die so erzielten Brennweiten liegen bei 40-80 mm (mit einer geringsten Einstellentfernung von 30 mm), 18 mm und 58 mm (jeweils [@KB]). Viele Fans hätten neue Zeiss-Objektive für „richtige Kameras“ wohl lieber gesehen. Ich auch.

Überraschung

Wer nun hofft, dass Samsung es sich überlegt hat und der hervorragden NX-1 nun doch eine NX-1 Mark II folgen ließ, wird enttäuscht. Kein Wort über Kameras bei Samsung (und über Objektive auch nicht).

Was ist dann die Überraschung?

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Obwohl das „d“ im Namen unserer Homepage und unserer Zeitschrift natürlich für „digital“ steht, soll diese Kamera erwähnt werden, soviel Nostalgie muss sein. Kodak, ja, die mit den gelben Filmschachteln, die Älteren erinnern sich, stellte die Kodak Super 8 vor, die wirklich die im Namen genannten Filme im Super 8 Format belichten soll. Allerdings scheint es in der Kamera nicht nur analog zuzugehen, denn ein Monitor erlaubt Live-View bei der Aufnahme.

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