
Der 4/3-Sensor, 17,3 x 13 mm groß und damit ein wenig kleiner als ein APS-C-Sensor mit 23,6 x 15,8 mm, wurde u. a. entwickelt, um kleine Kameragehäuse und kleine Objektive zu ermöglichen. Dieses Ziel erreicht Olympus etwa mit der E-420, die nur um ein Weniges größer ist, als die Panasonic Lumix DMC-G1, die ohne Spiegel auskommt. Die Lumix ist zwar eine Kamera des Micro 4/3-Systems setzt aber, um Missverständnisse auszuschließen, auf den ganz normalen 4/3 Sensor (wir berichteten hier). Auf eine Olympus des neuen Micro 4/3-Systems wird derzeit noch gespannt gewartet. Das nicht funktionsfähige Muster, das auf verschiedenen Messen gezeigt wurde, gibt zu großen Hoffnungen auf eine kleine, feine Kamera Anlass.
Aber um den 4/3-Chip herum lassen sich auch wuchtige Profikameras bauen. Das beweist die Olympus E-3, die im Spätherbst 2007 vorgestellt wurde - vier Jahre nach der Vorgängerin E-1. Wie lange man auf die E-4 warten muss, ist noch nicht klar - hoffentlich nicht so lange, dass sie dann schon E-5 heißen muss. Aber die E-3 ist gut genug, um noch einige Zeit zu überstehen. Im Spätherbst letzten Jahres wurde ihr ein „kleineres" Oberklassen-Modell zur Seite gestellt, die Olympus E-30. Die Verwandtschaft der beiden ist nicht zu übersehen, weder äußerlich noch hinsichtlich der Ausstattung. Aber wie es heutzutage so ist: das eine Jahr zwischen E-3 und E-30 hat einige Fortschritte gebracht und so ist es nicht verwunderlich, das die „Kleine" in mancher Hinsicht mehr kann, als die ältere und größere Schwester.
Aber auch die Verwandtschaft mit der Olympus E-520 kann nicht geleugnet werden, die als Kamera der Mittelklasse positioniert ist, während die E-420 als Einsteigerkamera gesehen werden kann. (Zwischenruf: Die Einteilung in Klassen ist zur Orientierung keine schlechte Sache, aber sie bezieht sich wesentlich mehr auf Ausstattung und mechanische Qualität, als auf die Abbildungsleistung. Und wer nicht fotografieren kann, kann es auch mit einem sündteueren Profigerät nicht. Zwischenruf Ende.)