Canons EOS 5D Mark II im Test - Teil I

 


Wir warteten auf die Canon EOS 5D Mark II, um sie noch in der aktuellen Ausgabe der d-pixx präsentieren zu können. Leider hat es nicht geklappt, und so finden Sie hier die erste große Kamerapräsentation auf d-pixxHOME.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich um einen mehrseitigen Artikel handelt - am oberen rechten Rand befindet sich die Artikel-Navigation.



Vorbemerkung

Die Canon EOS 5D erschien im Herbst 2005 und wurde in der allerersten d-pixx (d-pixx 1/2005) als Neuheit unter dem Titel „Oops, they did it again“ vorgestellt. In der Redaktion gab es schon damals keine Britney Spears Fans, aber die Titelzeile war zu verlockend. Immerhin hatte Canon im November 2002 mit der EOS-1Ds die erste D-SLR mit Vollformatchip auf den Markt gebracht, im September 2003 mit der EOS 300D als erster Hersteller eine Low-Budget D-SLR und im September 2005 mit der EOS 5D die erste Vollformat D-SLR im gehobenen Preissegment - mit einer Preisempfehlung von 3390,- Euro immer noch teuer, aber lange nicht so teuer wie die EOS-1Ds, die damals mit fast 10.000 Euro zu Buche schlug. In d-pixx 2/2005 wurde die EOS 5D in einem Praxisbericht vorgestellt. (Um Missverständnisse zu vermeiden: Es gab nur 2 Ausgaben der d-pixx im Jahr 2005, die im September und November auf den Markt kamen!)

Seitdem haben die Mitbewerber von Canon nicht geschlafen und die EOS 5D Mark II, die zur photokina 2008 vorgestellt wurde, trifft auf Konkurrenten, die viel Lob einheimsen konnten. Seit Juli 2008 ist die Nikon D700 auf dem Markt, seit Oktober die Sony Alpha 900. Deshalb an dieser Stelle ein kurzer Blick auf einige Ausstattungsdetails des Trios:

Alle drei sind Vollformatmodelle. Der CMOS-Sensor der EOS 5D Mark II misst 36 x 24 mm, bei der D700 sind es 36 x 23,9 mm und bei der Alpha 900 35,9 x 36 mm. Die Sensoren sind also so groß wie ein Kleinbildnegativ oder -dia. Im Zusammenhang mit den Wechselobjektiven muss in der Folge kein Crop-Faktor berücksichtigt werden. Vorhandene Weitwinkel- oder Superweitwinkelobjektive können in dieser Eigenschaft weiterverwendet werden. Wegen der höheren Qualitätsansprüche der Sensoren gegenüber Filmen (die übrigens nicht ausgestorben sind!) sollte allerdings genau geprüft werden, ob ein altes Objektiv der neuen Digitaltechnik gewachsen ist. Während die EOS 5D Mark II nur mit Vollformatobjektiven (EF) bestückt werden kann, erlauben die beiden anderen Modelle auch den Einsatz von Objektiven, die für APS-C-Modelle gerechnet wurden (DX bei Nikon, DT bei Sony), wenn man Einschränkungen in Kauf nimmt.

Alle drei sind mit den top-aktuellen Bildprozesseoren ihrer Familien ausgestattet. Der digic 4 der EOS 5D Mark II, der auch in der EOS 50D eingesetzt wird, tritt gegen den EXPEED der D700 an und die Alpha 900 weist einen Dual BINOX Prozessor auf.

 Der Digic 4-Bildprozessor der Canon EOS 5D Mark II

 

Obwohl der Sensor der EOS 5D Mark II mit 21,1 MPix aufwarten kann, wird sie von der Alpha 900 übertrumpft. Sie bietet 25,4 MPix. Die D700 ist gegenüber ihren Konkurrentinnen in dieser Beziehung deutlich im Hintertreffen. Ihr Sensor ist mit 12,1 Mio. Bildpunkten besetzt. Es fragt sich, ob Nikon nach der D3x nun auch eine D700x bringen wird, um in dieser Kameraklasse den Anschluss zu halten.

Wenn es um die Empfindlichkeiten geht, die für die Sensoren eingestellt werden können, liegen die EOS 5D Mark II und die D700 mit Maximalwerten von ISO 25.600 gleichauf. Aber auch ISO 6.400, der Höchstwert der Alpha 900 dürfte in der Praxis eher selten zum Einsatz kommen.

Der Nutzer einer EOS 5D Mark II muss mit neun AF-Messfeldern und 6 Hilfs-Feldern klar kommen, bei der Alpha 900 sind es 11 AF-Messfelder und 4 Hilfsfelder, während die D700 mit 51 AF-Messfeldern deutlich aus der Reihe tanzt.

Die Sucher der drei Kameras sind größer, als bei den Schwestermodellen mit APS-C-Format, aber nur die Alpha 900 bietet einen 100-%-Sucher. Die EOS 5D Mark II zeigt 98 % des späteren Bildes, bei der D700 sind es 95 %.

Unterschiede gibt es auch bei der maximalen Serienbildgeschwindigkeit und den Längen der Serien - bezogen auf JPEGs mit maximaler Pixelzahl und geringster Komprimierung. Die EOS 5D Mark II schafft bis zu 3,9 B/Sek. (ca. 78 in  einer Serie), während die Alpha 900 trotz etwas größerer Dateien bis zu 105 Bilder mit 5 B/Sek. auf die Karte schreiben kann. Auch die D700 bringt es auf 5 B/Sek., allerdings sind die ununterbrochenen Serien nur 17 Bilder lang. Diese Daten hängen sehr von den verwendeten Karten ab. Alle drei Modelle speichern auf CF-Karten und sind UDMA-tauglich. Die Alpha 900 bietet zudem einen Slot für einen Memory Stick (sie kann ihre Herkunft eben nicht verleugnen).

Alle drei Modelle bieten 3“-VGA-Monitore, die fest verbaut sind, aber nur die EOS 5D Mark II und D700 nutzen den Monitor auch als Sucher (Live-View). Nur die EOS 5D Mark II bietet eine Filmfunktion; nur die Alpha 900 kann mit einer internen Bildsstabilisierung aufwarten; nur die D700 macht es möglich, ein Raster in das Bild des Reflexsuchers einzublenden und hat einen eingebauten Blitz.

Die Preise der Gehäuse werden aktuell auf www.alles-foto.de mit 2399,- Euro für EOS 5D Mark II, 2299,- Euro für die D700 und 2799,- Euro für die Alpha 900 angegeben.

Nach diesem kurzen Blick auf das Umfeld, in dem die EOS 5D Mark II angesiedelt ist, nun zur EOS 5D Mark II (und natürlich immer wieder auch zur EOS 5D).



Abo Angebot

abo_final

Werbung

Aktuelle Ausgabe

dp_1004_titel_300px

Werbung

Foto Tipps

Banner

d-pixx Fotograf

dpf_1004_sidebar

Login