12 Tipps für Feuerwerksbilder

12 Tipps für Feuerwerksbilder

Foto: Smileus - fotolia.com

Zum Jahreswechsel werden auch dieses Mal wieder zig-Tausende Raketen in den Nachthimmel über Deutschland steigen um dann leuchtend zu vergehen - einzeln oder im Schwarm, als glitzernde Funken, Leuchtregen oder Feuerkugeln. Was für die einen ein faszinierendes Schauspiel ist für viele andere ein ebenso faszinierendes Motiv. Wenn auch Sie die Silvesternacht nutzen möchten, um einige Feuerwerkfotos zu machen, können die folgenden Tipps hilfreich sein.

Tipp 1 Verwenden Sie ein Stativ, da lange Verschlusszeiten nötig sind. Denken Sie bei der Platzwahl daran, dass andere Beobachter des Feuerwerks nicht ans Stativ stoßen und schon gar nicht darüber stolpern können. Im Notfall hilft zwar auch eine solide Unterlage, aber es möglich sein die Kamera nach oben zu richten.

Tipp 2 Bei den üblichen Feuerwerken in der Nachbarschaft sollte es möglich sein, die Kamera schnell dorthin zu schwenken, wo gerade etwas geboten wird. Bei einem großen Feuerwerk suchen Sie frühzeitig einen Platz, von dem aus sie einen guten Blick auf den Ort des Geschehens haben. Ein etwas erhöhter Standort ist gut, wenn man verhindern möchte, dass die Köpfe anderer Zuschauer ins Bild kommen.

Tipp 3 Die langen Verschlusszeiten sind nicht nötig, um das Hauptmotiv richtig belichtet auf den Sensor zu bekommen – jeder Feuerwerkseffekt bringt seine eigene Belichtungszeit mit, nämlich die Zeit, während der er leuchtend am Himmel zu sehen ist. Die langen Verschlusszeiten sorgen dafür, mehrere der kurzlebigen Effekte in ein Bild zu bringen. (Siehe dazu auch Tipp X). Verschlusszeiten ab vier Sekunden sind gut zu verwenden.

Tipp 4 Wenn sehr viele Effekte in einem Bild versammelt werden sollen, ist die B-Einstellung richtig. Wenn der Auslöser die ganze Zeit gedrückt gehalten werden muss, ist das kontraproduktiv zur ruhigen Kamerahaltung. Ein Fernauslöser ist in diesem Fall praktisch. In diesem Fall ist auch bedenken, dass durch die lange Belichtung deutliches Rauschen ins Bild kommen wird.

Tipp 5 Die langen Verschlusszeiten haben Einfluss auf die Belichtung des Hintergrundes, der möglichst dunkel ins Bild kommen sollte. Um das zu erreichen, sind kleine Blenden die richtige Wahl. Ein guter Ausgangswert ist Blende 11 bei ISO 100. Ein Blick aufs Display und/oder das Histogramm zeigt, ob die Blende lieber um einen Wert weiter geöffnet oder geschlossen werden sollte. Das Histogramm des Bildes oben sieht so aus:


Tipp 6 Die Kombination aus langer Verschlusszeit und kleiner Blende lässt sich am besten im Manuellmodus einstellen. Wenn der nicht zur Verfügung steht, wählt man bei Zeitautomatik die kleinstmögliche Blende vor. Eine Pluskorrektur bringt dann gegebenenfalls noch längere Verschlusszeiten.

Tipp 7
  Vergessen Sie nicht, die automatische Blitzschaltung zu desaktivieren!

Tipp 8  Fotografieren Sie nicht nur die Feuerwerkseffekte vor schwarzem Himmel, sondern beziehen Sie auch die Umgebung mit ein.  Wenn Bauwerke in der Nähe sind, werden die Fassaden angeleuchtet und in den Fenstern werden die Feuerwerkseffekte reflektiert. Auch Feuerwerke an Flussufern bringen schöne Spiegelungen mit sich.

Tipp 9 Machen Sie die ersten Aufnahmen mit einer kürzeren Brennweite, bis Sie in etwa abschätzen können, wo die nächsten Feuerblumen am Himmel entstehen werden. Dann können Sie auch längere Brennweiten nutzen.

Tipp 10 Wenn Sie mit einigen Aufnahmen immer nur einen Effekt einfangen konnten, sind diese Bilder gutes Ausgangsmaterial für ein Composing (die Software muss die Arbeit mit Ebenen erlauben). Legen Sie ein großes neues Bild mit einem schwarzen Hintergrund an. Schneiden Sie dann die leuchtenden Effekte aus den anderen Bildern aus und kopieren Sie sie in das neue Bild, wo sie als neue Ebenen erscheinen. Verrechnen Sie die Ebenen mit „Hellere Farbe“ (in Adobe Photoshop und Adobe Photoshop Elements).

Tipp 11
Sollte im dunklen Himmel Rauschen zu erkennen sein, kann es gut per Software entfernt werden. Eine beim Entrauschen entstehende Weichzeichnung spielt in diesem Fall keine Rolle. Auch die Arbeit mit dem Histogramm-/Gradationskurvenwerkzeug kann hier hilfreich sein. Man dunkelt die dunklen und mittleren Töne ab und lässt die Lichter unverändert.

Tipp 12
Wenn die Kamera keine manuelle Zeit- und/oder Blendeneinstellung erlaubt, können Motivprogramme wie „Nachtaufnahme“ weiterhelfen. Manche Kameras bieten auch eine spezielle Automatik für Feuerwerksaufnahmen.

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