Heute wurde mit der Leica CL eine neue kompakte spiegellose Systemkamera vorgestellt. Ebenfalls neu: Ein passendes 18-mm-Objektiv in Pancake-Bauweise.

Der Name Leica CL weckt bei manchem älteren Leica Fan einerseits gute, aber andererseits nicht ganz lupenreine Erinnerungen. 1973 gab es kleine Kamera mit zwei Wechselobjektiven unter diesem Namen, die aber nicht in Wetzlar, sondern beim Kooperationspartner Minolta gebaut wurde (und auch als als Leitz Minolta CL auf dem Markt war).

Auch die neue neue Leica CL ist wieder eine Kamera für Wechselobjektive und setzt hier auf das Bajonett, das schon in der Leica TL und TL2 verwendet wird. Insgesamt stehen drei Zooms und vier Festbrennweiten der TL-Serie zur Verfügung

Leica CL

 

Neben der Leica TL2 mit ihrem top-aktuellen, an Smartphones angelehnten Bedienkonzept wirkt die Leica CL wieder ein wenig nostalgischer. Dazu gehören auch das typische geradlinige Gehäuse mit den abgerundeten Seiten und die Abkehr von der stylish-glatten Alu-Oberfläche.

Leica CL

Die beiden Einstellräder auf der Oberseite sind nicht, wie bei der TL2, versenkt, sondern über der Oberseite angeordnet. Allerdings sind auch sie nicht beschriftet. Sie werden je nach eingestellter Betriebsart unterschiedlich genutzt.

Weitere Einstellelemente sind ein Steuerkreuz und drei Tasten auf der Rückwand.

Leica CL

Während die Rückwand der TL2 fast ganz vom Touchscreen-Monitor mit Beschlag belegt wird,  kommt die CL mit einem 3“ Monitor aus. Er ist leider fest verbaut ist, bietet aber immerhin Touchscreen-Technik. Ein zweiter kleiner Monitor zwischen den Einstellrädern informiert über den aktuellen Kamerastatus.

Ergänzend gibt es einen eingebauten elektronischen Sucher, der mit einer Auflösung von 2,36 Mio. Dots aufwarten kann. Er ist (von hinten gesehen) links oben unterbracht, dort, wo bei einer klassisch angehauchten Leica der Sucher sein muss.

Zentraler Baustein der Leica ist ein 24-MPix-APS-Sensor, der mit einem Bildprozessor der Maestro II Serie zusammenarbeitet.

Für den Kontrast AF sind 49 Messpunkte vorhanden.

Außer Fotos kann man mit der Leica CL auch Filme aufnehmen, und zwar mit 4K-Auflösung und einer Frequenz von 30 B/Sek.

Für die Einbindung in der digitale Welt ist ein WiFi-Modul in der Leica CL verbaut. Über diese Anbindung kann die Kamera über ein Smartgerät mit entsprechender App auch ferngesteuert werden.

 

Verfügbarkeit

Ende November 2017

 

Preis (UVP)

2490,- €

Über den Autor

Herbert ist der Chefredakteur von d-pixx und d-pixx.de.

  • Barbara Gruber

    Vielen Dank für diese Informationen! Das scheint auf jeden Fall eine sehr interessante Kamera zu sein. OK, der Preis ist zwar happig, aber bei Leica ist man das gewohnt und die Qualität ist im Normalfall gut.