Bei der nachfolgenden Meldung handelte es sich natürlich um einen Aprilscherz … obwohl … wenn es um Einnahmen für den Staat geht …

Eine heute Morgen offensichtlich vorzeitig versendete Pressemeldung des Bundesministeriums des Innern hat das Potential, Fotografen in Deutschland – vom Hobbyfotografen bis zum Profi – aufzuschrecken. Es ist geplant, das Fotografieren von deutschen Kulturdenkmälern nur noch gegen Gebühr zu erlauben. Die Liste, die laut Pressemitteilung noch nicht vollständig ist, umfasst aktuell 837 Standorte, darunter das Brandenburger Tor, der Kölner Dom, die bayrischen Königsschlösser, das Münchner Olympiastadion und die Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Fotogenehmigungen sollen vor Ort für eine Stunde oder einen Tag verkauft werden. Zumindest der Preis für die Tageskarte steht bereits (einigermaßen) fest. Er soll bei 12,80 Euro liegen. Für Touristen sollen Pauschalkarten angeboten werden, die beispielsweise von den Reiseveranstaltern verkauft werden. Für Vielfotografierer wird über Jahreskarten für bestimmte Bundesländer oder die gesamte Bundesrepublik nachgedacht. Kontrolleure sollen die Einhaltung überwachen. Sie sollen das Recht haben, die jeweils 50 letzten Bilder auf einer Speicherkarte auf ungenehmigte Aufnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen. Wofür die Einnahmen verwendet werden sollen, wurde nicht mitgeteilt, aber dem Finanzminister wird schon etwas einfallen.

Über den Autor

Herbert ist der Chefredakteur von d-pixx und d-pixx.de.

  • Sebastian

    April, April… Wir haben niemanden, der Bußgelder für Hundehaufen verhängt oder Kriminelle fängt, aber die Menschen die deutsche Kultur fotografieren, zocken wir ab.