Die neue Nikon Df lässt die 70er und 80er Jahre wieder aufleben – zumindest äußerlich. Das Gehäuse mit der kantigen Linienführung erinnert an Modelle wie die Nikon FE , FM oder FA.

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Auch die Einstellräder für den direkten Zugriff auf die wesentlichen Aufnahmeparameter vermitteln ein nostalgisches Gefühl, sind aber ein Segen für alle, die lieber Räder drehen als durch Menüs zu surfen.

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Das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und ist auf dem Level einer Nikon D800  gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt.

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Unter dieser Hülle, die vergangene Zeiten wieder aufleben lässt, steckt digitale Technik von heute. Die Nikon Df ist eine DSL mit Vollformatsensor. Der Sensor wie auch der Bildprozessor sind gute Bekannte. Beide kommen auch im Profi-Boliden Nikon D4 zum Einsatz. Das zeigt, welche Zielgruppe Nikon mit der Df ansprechen möchte: Profis, Semiprofis und sehr ambitionierte Amateure.

Der Sensor bietet einen maximale Auflösung von 16,2 MPix und es lassen sich Empfindlichkeiten von ISO 100 bis 12.800 einstellen – und sogar bis 204.800, wenn man die Erweiterung nutzt. Selbst unter schwierigsten Lichtverhältnissen sollen detailscharfe Bilder mit minimalem Rasuchen zu erzielen sein.

Der EXPEED 3 Bildprozessor ist darüber hinaus auch für die Geschwindigkeit zuständig. Nikon nennt eine Auslöseverzögerung von 0,052 Sek. und im Highspeed-Modus eine maximale Bildfrequenz von 5,5 B/Sek.

Das AF-System arbeitet mit 39 AF-Feldern und ermöglicht 3D Tracking in einem großen Teil des Bildfeldes. Für den präzisen Weißabgleich im Live-View Modus steht eine Spotmessung zur Verfügung – aber in der Regel wird die Automatik zum Einsatz kommen. Sie profitiert, wie auch Belichtungsmessung und Scharfstellung vom Motiverkennungssystem, das mit einem 2016-Pixel-RGB-Sensor arbeitet.

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Der fest eingebaute Monitor weist eine Diagonale von 3.2“ und eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten auf. Er dient als Info- und Steuerzentrale ebenso, wie zur Bildbetrachtung im Live-View- und Wiedergabemodus. Als Sucher kommt aber ein optischer SLR-Sucher zum Einsatz, der 100 % des Bildfeldes mit einer Vergrößerung von 0,7x zeigt.

Weitere Details: Leise Auslösung, Aufnahmen mit DX-Objektiven im DX-Format, HDR-Bilder aus zwei Aufnahmen, Active-D-Lighting und eine Reihe von Möglichkeiten, Bilder schon in der Kamera zu bearbeiten, inkl. der Entwicklung von RAW-Dateien.

Besonders interessant ist aber, dass die Nikon Df in Sachen Objektiv-Kompatibilität eine Sonderstellung im Nikon-System einnimmt. Sie weist einen klappbaren Blendenkupplungshebel auf und es können Nikkor-Objektiv ohne AI-Anschluss mit TTL-Belichtungsmessung verwendet werden, die vor Erscheinen der Nikon F2, also vor 1977 gebaut wurden.

Die Nikon Df soll Ende November verfügbar sein und im Kit mit dem AF-S Nikkor 1,8/50 mm G SE 2.999,- Euro kosten (UVP).

Über den Autor

Herbert ist der Chefredakteur von d-pixx und d-pixx.de.