6 Jahre DVF Jugendwettbewerb „Deutschlands bester Jugendfotograf“:
Es begann 2007 bei der Endrunde eines renommierten Fotowettbewerbs in Deutschland an dem die beiden Vorsitzenden der fotogruppe bickenbach beteiligt waren. Sie saßen mit Redakteuren und Industrievertretern zusammen und entwickelten diese Idee. Die Industrie spielte mit und so war das Format geboren. Zunächst hat die fotogruppe bickenbach es alleine durchgeführt und dann wurde dieser Wettbewerb zum offiziellen Jugendwettbewerb des DVF.

Die Themen sind ausgefallen, bieten aber einen großen Spielraum. Die Kreativität der Jugendlichen soll geweckt werden. Es geht uns um die Querdenker. Überraschungen sind willkommen. Das ist den Teilnehmern bisher immer gelungen. Es wird ihnen eine Wettbewerbsplattform abseits der etablierten Communities mit ihren anonymen Bildbewertungen geboten. Mit diesem Wettbewerb sollen Jugendliche erreicht werden, die noch eigene spritzige Ideen haben und noch nicht so sehr von erwachsenen Fotografen beeinflusst wurden. Aber auch die erfahrenen Juroren der drei über Deutschland verteilten Teams diskutieren oft lange, welche Bilder nun das Thema treffen und gleichzeitig eine Qualität haben, die einen der vorderen Plätze rechtfertigt. Interessanterweise sind sie sich in der Spitze fast immer einig. Im mittleren Bereich, wenn Idee und Qualität nicht dasselbe Niveau haben, gibt es gelegentlich Abweichungen. Es ist ein für alle offener DVF Wettbewerb, der seit drei Jahren in zwei Altersklassen durchgeführt wird, bis 16 Jahren und bis 20 Jahren.
Es hat sich auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass die Bildideen der jüngeren Teilnehmer neuer und unverbrauchter sind. Sie sind noch nicht so von der Erwachsenenfotografie beeinflusst und probieren viel mehr aus. Hier müsste jetzt die Jugendarbeit ansetzen. Diese Talente gilt es zu fördern ohne sie zu beeinflussen. Die erfolgreichsten Wettbewerbe hatten das Thema „Schräg – Schrill – Anders“ und Laut – Verrückt – Chaotisch“. Das traf die Stimmung unter den Teilnehmern total. Deshalb wurde nach den etwas „friedlicheren“ Themen „Urban City Sights“, „Momente“ und „Dreht Euch mal um“ im Teil sechs wieder an die ungewöhnliche Sehweise appelliert mit „Ich sehe was, wie Du’s nicht siehst“. Die Bilder im Spitzenbereich sind so gut, dass sie bei den Wettbewerben der Erwachsenen mithalten könnten. Dies haben drei junge Teilnehmerinnen aus Saarlouis 2012 ausprobiert und konnten sich im oberen Feld bei der Süddeutschen Fotomeisterschaft des DVF platzieren. Da erfolgreiche Fotografie häufig in Konzepten arbeitet, ist geplant, den 7. Teil 2014 als eine Art Portfolio Wettbewerb mit dem Arbeitstitel „ Eine Story in 4 bis 6 Bildern“ durchzuführen.

Daten :
78 Teilnehmer in der AK 1 – 57 Teilnehmer in der AK 2
mit insgesamt 505 Fotos (zum Vergleich 2012: 120 Teilnehmer mit 435 Bildern)

Jury :
Team DVF, Andrea Harmsen, Dieter Böhm, Wolfgang Gorski ( Leiter )
Team BSW Essen, Gabi Kniep, Rainer Lenga, Lutz Nahke, Peter Kniep ( Leiter )
Team Bickenbach, Irene Löffler, Udo Krämer, Volker Frenzel ( Leiter )

Ein weiterer Bericht folgt in der Printausgabe der d-pixx 5/2013

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