Kenko sagt mit seinen Extension Tubes für das Micro Four-Format und Sonys E-Mount-Anschluss dem noch immer übersichtlichen Objektivsortiment im spiegellosen Systemkameramarkt den Kampf an. 

Mit den beiden neuen Sets, die jeweils aus zwei Zwischenringen bestehen, werden die kleinen Kameras fit für Makro-Aufnahmen gemacht.

Die Sets bestehen je aus zwei Zwischenringen mit einer Länge von 10 und 16 mm. Da es sich um einfache Adapter-Ringe handelt, gelangen keine weiteren Linsen in den Lichtweg, sodass es zu keiner Veränderung der Lichtqualität kommen kann. Auch eine optische Abstimmung entfällt auf diese Weise. 

Die neuen Sets sollen im April auf den Markt kommen und je 216 Euro kosten. 

 

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Original Pressemeldung: 

Besitzer von Kameramodellen mit MicroFourThirds-Technik sowie Sony NEX-Modellen mit E-Mount können sich freuen. Denn diese werden jetzt mit ihren Standardobjektiven makrofähig. Das neue Extension Tube Set von Kenko ermöglicht es Fotografen, auf Tuchfühlung mit Aufnahmeobjekten wie Blumen und Insekten zu gehen und ganz ohne Makroobjektive tolle Nahaufnahmen zu machen. Da sich die Vergrößerung entsprechend der Objektivbrennweite ändert, hat man jederzeit die volle Kontrolle über die Bildergebnisse. Die beiden neuen Sets bestehen jeweils aus zwei Zwischenringen mit Längen von 10 mm und 16 mm, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Die Zwischenringe werden mit wenigen Handgriffen einfach zwischen Objektiv und Kameragehäuse montiert. Wer sich in die Makro-Fotografie einarbeiten möchte, muss nicht gleich ein teures Makroobjektiv kaufen.

Gute Vertreter dieser Zunft (z.B. Makroobjektive von Tokina) haben eine tolle Qualität, beanspruchen aber berechtigterweise ein entsprechendes Budget im Portemonnaie und zusätzlichen Platz in der Fototasche. Um diese beiden Herausforderungen elegant zu umschiffen, bieten sich sogenannte Zwischenringe an. Denn für die Fotografie im Nahbereich sind Kameras mit Standardobjektiven von Haus aus nur schlecht gerüstet. Man kommt mit ihnen schlicht nicht nah genug an kleine Fotoobjekte heran, um sie formatfüllend abzubilden. Mit den neuen Kenko Extension Tube Sets, nachfolgend Zwischenringe genannt, kann man jedoch jede handelsübliche Kamera mit MicroFourThirds-Technik sowie Sony NEX-Modelle mit E-Mount zu einer Spezialkamera für Makroaufnahmen verwandeln – und das mit voller Funktionalität von Autofokus und Belichtungssteuerung.

Kenko Zwischenringe versetzen sozusagen das Gehäuse mit seiner Film- bzw. Chipebene um ein Stück nach hinten. Wenn ein Motiv vor der Nahgrenze des Objektivs nur noch „hinter” der Filmebene scharf abgebildet werden könnte, dann schafft der Zwischenring wieder den nötigen Abstand zwischen Objektiv und Film. Den Versatz und damit den Wirkungsgrad bestimmt man mit der Länge des Zwischenrings. Der große Vorteil der Zwischenringe ist jedoch, dass keinerlei zusätzliche Linsen in den Lichtweg gestellt werden. Die Objektivfunktionalität bleibt also praktisch unverändert. Mit den Kenko-Zwischenringen vergrößert man den Abstand zwischen Objektiv und Kamera und erweitert damit den Einstellbereich der Objektive zugunsten kürzerer Motivabstände. Der Fotograf kann so besonders nah an das zu fotografierende Objekt herangehen, um diese entsprechend stark zu vergrößern. So werden auf einfache Art und Weise qualitativ hochwertige Nahaufnahmen mit herkömmlichen Objektiven möglich, wobei man in der Praxis darauf achten sollte, dass die Brennweite des Objektivs größer ist als die Gesamtlänge der verwendeten Zwischenringe (10, 16 oder 26 mm). Die besten Ergebnisse erzieht man in der Praxis mit Festbrennweiten moderater Lichtstärke ohne Innenfokussierung. Aber auch „artfremde” Anwendungen werden mit Zwischenringen von Kenko möglich – so werden beispielsweise Teleobjektive mit zu großer Nahgrenze porträttauglich.

Da Zwischenringe kein optisches System enthalten, wirken Sie sich auch nicht auf die Abbildungsleistung des verwendeten Objektivs aus, weshalb auch keine optische Abstimmung notwendig ist. Schöner Nebeneffekt ist, dass die Zwischenringe in Gegensatz zu Makroobjektiven klein und kompakt sind und so in fast jede (Foto-) Tasche passen. Das macht sie nicht nur für Makro-Anfänger interessant, sondern auch für Profis, die mit kompaktem Gepäck unterwegs sein möchten.

Um mit Zwischenringen eine große Abbildung zu erreichen, muss bei vorgegebener Brennweite der Abstand des Objektivs zum Objekt relativ klein sein, weshalb man statt Makroaufnahmen gern auch den Begriff Nahaufnahmen verwendet. Ganz normale Objektive besitzen aber oft eine Naheinstellgrenze von lediglich zwischen 20 cm bei Weitwinkelobjektiven und bis zu 10 m bei extremen Teleobjektiven. Auf Objekte, die näher sind, kann man daher nicht mehr scharf stellen. Um diese Einschränkung zu umgehen,
wurden die Kenko-Zwischenringe entwickelt. Deren Einsatz beeinträchtigt dabei weder die Belichtungsautomatiken der Kamera noch den Autofokus. Benutzer können damit so fotografieren, als ob sie ein Makroobjektiv mit entsprechend kurzer Naheinstellgrenze besäßen. Die Verwendung in der Praxis ist dabei relativ einfach: Kameraobjektiv absetzen, Zwischenring an der Kamera befestigen und das Objektiv wieder ansetzen. Reicht der Einstellbereich nicht aus, verwendet man den nächstdickeren oder beide kombiniert, bis man im gewünschten Maßstab ein scharfes Bild erhält. Es gilt also: Je länger der Zwischenring (oder die Zwischenring-Kombination) umso ausgeprägter die Wirkung.

Mit dem Einsatz von Zwischenringen ist optisch bedingt ein gewisser Lichtverlust verbunden, da das Licht einen längeren Weg zum Sensor zurücklegen muss. Objektive sind so konstruiert, dass sie auf der Filmebene einen Bildkreis erzeugen, in den das Filmbild gerade hineinpasst. Mit einem größeren Abstand zwischen Objektiv und Film wird auch der Bildkreis größer, und Licht, das sonst auf den Film fällt, wird nicht mehr genutzt. Je länger der Zwischenring oder die Kombination mehrerer ist, desto größer ist der Lichtverlust. Eine moderne Kamera mit TTL-Belichtungsmessung „sieht” diesen Lichtverlust natürlich auch und gleicht ihn z.B. mit längerer Belichtungszeit aus. Beim Einsatz von Automatik-Zwischenringen, wie denen von Kenko, ist somit die Zeitautomatik die ideale Kameraeinstellung für Nah- bzw. Makroaufnahmen. 

Man kann dann stark abblenden, um die Schärfentiefe zu optimieren und die Kamera regelt selbstständig die nötige Verschlusszeit. Denn DG-Zwischenringe von Kenko übertragen die Steuerungsfunktionen aufs Objektiv, dessen Funktionen so vollständig erhalten bleiben. Technisch sind die neuen Kenko-Zwischenringe natürlich voll auf der Höhe der Zeit, denn es wurde ein sogenannter Fokusindikator-Chip verbaut. Da keine direkte elektronische Verbindung zwischen dem Objektiv und der Kamera besteht, muss die Fokussierung manuell am Objektiv eingestellt werden. Der Chip simuliert der Kamera ein angeschlossenes Objektiv, sodass die AF-Bestätigung der Kamera trotzdem
aktiv ist. Die Elektrokontakte der Zwischenringe reichen dabei die elektrischen Signale von der Kamera zum Objektiv durch. Wenn das Objektiv richtig scharf gestellt ist, leuchtet bei leichtem Druck des Fotografen auf den Auslöseknopf wie gewohnt das AF-Licht im Sucher der Kamera, was die manuelle Scharfstellung ganz erheblich erleichtert.