Die Olympus OM-D ist wieder einmal eine spiegellose Systemkamera, die schon seit Wochen durch das Internet geistert. Nachdem schon zahlreiche Bilder kursierten, wird die jüngste Micro-4/3-Kamera heute offiziell vorgestellt. 

Wie der Name schon sagt, versucht Olympus an die guten alten OM-Zeiten anzuknüpfen, was optisch auf jeden Fall gelingt. Durch den mittig sitzenden Sucher (ja, die OM-D besitzt einen digitalen Sucher) sieht die OM-D auf den ersten Blick wie eine gute alte SLR aus. Durch den integrierten Multifunktionschuh, der bei der OM zum Aufschrauben war, ist der Sucherkasten aber deutlich wuchtiger, als etwa bei der OM-1.

Aber nicht nur in Sachen Design und Nostalgie, sondern auch technisch hat die OM-D einiges zu bieten. Der Sensor im Micro-4/3-Format besitzt eine Auflösung von 16 MPix (und kommt so vermutlich auch in der Lumix GX-1 zum Einsatz). Der maximale ISO-Wert liegt bei ISO 25.600. Zusammen mit dem True-Pic-IV-Bildprozessor, der die Rauschunterdrückung übernimmt soll es zu einem minimalen Bildrauschen kommen. 

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Die Bildstabilisierung erfolgt im Gehäuse. Olympus gibt an, dass die OM-D als erste Kamera eine 5-Achsen-Bildstabilisierung vorweisen kann. So sollen erstmals auch Bewegungen entlang der horizontalen und vertikalen Achse sowie Rotationsbewegungen kompensiert werden.

Auch der Autofokus hat es in sich und soll der aktuell schnellste AF sein (bekannt ist das System bereits aus der PEN E-P3). Die Serienbildgeschwindigkeit liegt bei maximal 9 Bilder/Sek, bei aktiviertem AF-Tracking sollen es noch 4,2 Bilder/Sek sein. 

Das rückseitig von Olympus verbaute Display besitzt eine Diagonale von 3 Zoll und basiert auf der OLED-Technik. Die Auflösung beträgt 610.000 dots, für eine einfache und schnelle Bedienung nutzt Olympus eine Touch-Oberfläche. Zudem kann der Monitor 80 Grad nach oben und 50 Grad nach unten geklappt werden. Der digitale Sucher besitzt eine Auflösung von 1,44 Millionen dots bei einer 100-prozentigen Bildfeldabdeckung.

Der Body ist April in Schwarz oder Silber zu einem Preis von 1099 Euro verfügbar. Im Kit mit dem Olympus  M.Zuiko 3,5-5,6/12-50 mm (das wir in der nächsten d-pixx in einem Praxistest vorstellen) werden 1299 Euro aufgerufen. 

 

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Original Pressemeldung: 

OM ist wieder da! 40 Jahre nach dem Launch der ersten legendären Systemkamera, stellt Olympus nun das erste Modell einer neuen Kameralinie auf Basis des Micro Four Thirds Standards vor – die digitale Version der OM. Wie schon die kompakten 35-mm-Modelle zeichnet sich auch die neue OM-D durch ein edles Design und bahnbrechende Technologien aus: Herausragend sind der integrierte elektronische Sucher, das weltweit erste* 5-Achsen-System zur Bildstabilisierung (IS) und der schnellste** Autofokus der Welt, eine Weiterentwicklung des FAST (Frequency Acceleration Sensor Technology) AF. Dazu kommen ein innovativer 16,1-Megapixel-Live-MOS-Sensor und der leistungsstarke Bildprozessor TruePic VI. Das Ergebnis: hohe Empfindlichkeit und ausgezeichnete Bildqualität. Ebenfalls neu sind der optionale, zweiteilige Batteriehandgriff HLD-6, der Four Thirds Bajonettadapter MMF-3 sowie das elektronische Blitzgerät FL-600R. Zwei weitere Objektive befinden sich in der Entwicklung: das M.ZUIKO DIGITAL ED 75 mm 1:1.8 sowie das staub- und spritzwassergeschützte M.ZUIKO DIGITAL ED 60 mm 1:2.8 Makro. Die OM-D (E-M5) präsentiert sich ebenfalls in einem staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse aus Magnesiumlegierung mit einem klassisch schwarzen oder edlem silberfarbenen Finish. Sie ist ab April 2012 für 1.099 € bzw. 1.299 CHF oder als Kit mit dem schwarzen M.ZUIKO DIGITAL ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ für 1.299 € bzw. 1.599 CHF erhältlich.

Noch übersichtlicher: elektronischer Sucher mit Augensensor
Die OM-D ist die erste spiegellose Systemkamera von Olympus mit einem integrierten elektronischen Sucher. Er bietet eine Auflösung von 1,44 Millionen Pixeln, ein hundertprozentiges Bildfeld, bis zu 1,15-fache Vergrößerung sowie eine Austrittspupille von 18 mm. Außerdem zeichnet er sich durch eine außergewöhnlich hohe Displaygeschwindigkeit aus, die sich insbesondere beim Fotografieren von sich schnell bewegenden Objekten bemerkbar macht. Das einzigartige optische Design sorgt für ein klares Bild ohne jegliche Randabschattung. Und dank des Augensensors schaltet die Kamera automatisch zwischen Monitor und Sucher um. Es stehen 3 wählbare Sucheransichten zur Auswahl. Informationen, wie beispielsweise die Verschlusszeit, werden am unteren Rand des Sucherbilds angezeigt, der Anwender kann sich also voll auf die Bildgestaltung konzentrieren. Anders als ein optischer Sucher erlaubt die elektronische Variante, die Auswirkung manueller Anpassungen sowie der Art Filter sofort zu überprüfen. Eine neue Art der Bedienung eröffnet das EVF Creative Control: Highlight und Schattenhelligkeit lassen sich anhand der Einblendung einer Tonwertkurve auf das Sucherbild separat regeln. Weißabgleich, Vergrößerung und Bildseitenverhältnis können ebenfalls eingestellt werden, ohne das Auge vom Sucher zu nehmen.

Noch schärfer: weltweit erste* 5-Achsen-Bildstabilierung (IS)
Bisher funktionierten Technologien zum Ausgleich von Kamera¬bewegungen nur für zwei Arten von Drehbewegungen: um die horizontale und die vertikale Achse. Kameraverwacklungen können allerdings durch fünf verschiedene Arten von Bewegungen verursacht werden, und der neue Bildstabilisator kompensiert ebenfalls Bewegungen entlang der horizontalen und vertikalen Achse sowie Rotationsbewegungen. Besonders Makrofotografen, die mit großer Vergrößerung arbeiten, werden sich über weniger Verwacklungsunschärfe freuen. Die OM-D ist auch für Aufnahmen aus der Bewegung heraus bestens gerüstet, denn der Multi-Motion Movie IS mit großer Frequenzband-Kompatibilität kompensiert Verwacklungen, die so entstehen können.

Noch zuverlässiger
Die OM-D ist eine Kamera, auf die man sich verlassen kann, selbst unter schwierigen Bedingungen. Ihr robustes Gehäuse ist staub- und spritzwassergeschützt. Der von Olympus entwickelte SSWF (Supersonic Wave Filter) sorgt dafür, dass Staubpartikel, die beispielsweise beim Objektivwechsel in die Kamera gelangen können, nicht die Bildqualität beeinträchtigen. Der transparente Filter befindet sich zwischen Verschluss und Sensor und wird beim Einschalten der Kamera aktiviert. Eine Serie von Ultraschallvibrationen schüttelt den Staub wirksam ab.

Noch schneller
Die OM-D ist richtig schnell. Dafür sorgt zum einen eine Weiterentwicklung des FAST (Frequency Acceleration Sensor Technology) AF-Systems, dem schnellsten AF-System der Welt, das auch bereits in der PEN E-P3 zum Einsatz kommt. Diese Technologie ermöglicht dem Live-MOS-Sensor 120 Bilder pro Sekunde auszulesen. Außerdem wurden die Geschwindigkeit der Kommunikation zur Steuerung der Objektive erhöht und das MSC (Movie & Still Compatible)-System zur Steigerung der AF-Geschwindigkeit und der Geräuschminderung im Objektiv angepasst. Die Kamera macht bis zu 9 Bilder pro Sekunde in Serie, selbst bei AF-Einstellung kommt sie auf 4,2 Bilder/Sekunde***. Anwender werden von der spürbar schnelleren Wiederverfügbarkeit des Live View nach der Aufnahme beeindruckt sein. Diese wurde durch den Einsatz voneinander unabhängiger Bildverarbeitungskerne für das aufgezeichnete Bild und die Live-View-Anzeige erzielt, die Bestandteil des neuen Bildprozessors TruePic VI sind. Somit sind die Ausgabe an den Monitor oder den elektronischen Sucher nicht mehr von der beendeten Speicherung des aufgenommenen Fotos abhängig.

Noch bessere Bildqualität und Farbwiedergabe
Der neue Hochgeschwindigkeits-Live-MOS-Sensor der OM-D hat eine Auflösung von 16,1 Megapixeln. In Verbindung mit dem Bildprozessor TruePic VI bietet er eine exzellente Rauschunterdrückung und eine Empfindlichkeit bis zu ISO 25.600. Dank des erhöhten Dynamikumfangs wird ein breiteres Spektrum an Helligkeitswerten realitätsgetreu wiedergegeben. Die Fine-Detail Processing Technologie, eingeführt mit der E-5, verringert Moiré-Effekte und Falschfarben, während die Real-Colour Technologie bislang schwer wiederzugebende Farben wie smaragdgrün aufzeichnet.

Die OM-D kommt mit dem neuen Art Filter „Gemälde“, der aus der Aufnahme eine Illustration macht. Er steht in zwei Variationen mit unterschiedlich starkem Effekt zur Verfügung. Die Funktion Art-Filter-Bracketing versieht eine einzige Aufnahme mit unterschiedlichen Art Filtern und speichert die generierten Bilder als separate Dateien ab. Liebhaber des Filters „Dramatischer Ton“ werden sich über die Erweiterung dieses Effektes mit monochromer Darstellung freuen.

Noch mehr Video
Das neue MSC (Movie and Still Compatible) IS-System sorgt für eine verbesserte Stabilisierung bei Videoaufnahmen. Anwender, die ihre Videos auf einem PC bearbeiten wollen, werden die Full-HD-Aufzeichnung im MOV-Format (MPEG-4 AVC/H.264) zu schätzen wissen. Es gestattet Aufnahmen von circa 29 Minuten Länge. Das traditionelle AVI-Format (Motion JPEG) steht ebenfalls zur Verfügung. Bei beiden Formaten erfolgt die Tonaufnahme als Linear PCM. Einfaches sowie mehrfaches „Bild-Echo“ können als Effekte den Videos hinzugefügt werden.

Noch leichter zu bedienen
Neben dem eingebauten Sucher ist die OM-D mit einem 3-Zoll-OLED Display (610.000 Pixel) ausgestattet, das um 80 Grad nach oben und 50 Grad nach unten geklappt werden kann. Der kapazitive Touchscreen hat eine kurze Reaktionszeit, wodurch intuitives Fokussieren und Auslösen mit der Fingerspitze möglich wird. Ganz neu ist die attraktive Live-Bulb-Funktion: Das heißt, das Live-View-Bild wird während der Langzeit-Aufnahme kontinuierlich aktualisiert, sodass der Anwender das Ergebnis einschätzen und die Belichtungszeit entsprechend anpassen kann.

Noch mehr Micro Four Thirds Objektive
Die OM-D ist mit allen MFT-Objektiven von Olympus kompatibel. Im Laufe des Jahres kommen zwei weitere Festbrennweiten hinzu: das M.ZUIKO DIGITAL ED 75 mm 1:1.8 und das M.ZUIKO DIGITAL ED 60 mm 1:2.8 Makro. Das 75-mm-Objektiv hat ein hochwertiges Metalldesign und ist besonders lichtstark, ideal für Porträt- und Hallensportaufnahmen. Das staub- und spritzwassergeschützte 60-mm-Objektiv bringt 1:1-Makrofähigkeit und einen minimalen Aufnahmeabstand von nur 19 cm mit.

E-System- und natürlich auch OM-Objektive lassen sich über einen entsprechenden Adapter ebenfalls verwenden.

Die OM-D wird ab April 2012 für 1.099,00 € bzw. 1.299C HF oder als Kit mit dem schwarzen M.ZUIKO DIGITAL ED 12-50 mm 1:3.5-6.3 EZ für 1.299,00 € bzw. 1.599 CHF erhältlich sein.

 

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