Erstes Kennenlernen: Fujifilm X10
Als die Fujifilm X10 vorgestellt wurde, war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte gerade ein bisschen Zeit mit der X100 verbracht und gehofft, die „Neue“ würde eine X100 mit Wechselobjektiven sein (die nun für Anfang 2012 angekündigt wurde!). Nun kam eine X10 in die Redaktion und die Enttäuschung ist verflogen.
Die X10 gefällt mir schon nach dem ersten Kennenlernspaziergang durch Hammelburg sehr gut – auch wenn noch einige Funktionen in der Praxis ausprobiert werden müssen wie die für Fuji typischen EXR-Funktionen, die Entwicklung von RAW-Dateien oder das Erstellen von Schwenkpanoramen, die keine Spezialität von Sony mehr sind.
Die ersten Bilder, die auch in den Galerien zu sehen sind, entstanden fast alle mit meiner Lieblingsautomatik, also mit Blendenvorwahl. Ein paar Enten versuchte ich mit Zeitvorwahl zu erwischen. Wer daraus schließt, dass die X10 das klassische P-A-S-M- Quartett zu bieten hat, hat Recht. Hinzu kommen die erwähnten EXR-Modi, die die spezielle Pixelanordnung des Sensors je nach Motiv unterschiedlich nutzen, die Advanced-Modi (Schwenkpanorama, Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, die aus vier Aufnahmen errechnet werden, Bilder mit unscharfem Hintergrund, da die Kamera sensormäßig eher eine große Schärfenzone bringt) und die SP-Modi (eine Reihe von Motivprogrammen). Außerdem stehen zwei Modi, die man selbst definieren kann, und ein Moviemodus (ohne eigenen Auslöser) zur Wahl.
All diese Einstellungen können am Betriebsartenwählrad eingestellt werden, das auf der Oberseite der Kamera zu finden ist. Daneben ist das Einstellrad für Korrekturfaktoren (+-2 in Drittelstufen zu finden). Für die Verschlusszeiten-/Blendenwahl gibt es ein Einstellrad, das im Griffbereich des rechten Daumens angesiedelt ist, und ein sehr schmales Rad rund um den „Menu/OK“-Knopf, das auch als Vierrichtungswippe dient. Mit der Wippe kann man vier Funktionen ansteuern, um entsprechende Einstellungen schnell vorzunehmen: Bildfolge, Blitz, Selbstauslöser, Makro. Die Einstellung der Empfindlichkeit ist standardmäßig der „Fn“-Taste rechts vom Auslöser zugeordnet, für die Wahl des passenden Weißabgleichs gibt es die „WB“-Taste. Die Anordnung der weiteren Einstellelemente sorgt für keine Probleme. Ein bisschen überflüssig erscheint der „RAW“-Knopf, mit dem man für die nächste Aufnahme aus dem JPEG- in den RAW-Modus wechseln kann. Wer aber RAW-Dateien nutzen möchte, kann die parallele Aufzeichnung der Bilder in RAW und JPEG im Setup-Menü wählen, und das ist angesichts der großen Speicherkarten die bessere Wahl.
Die Menüs sind auf dem 2,8-Zoll-Monitor mit seinen 460.000 Dots gut zu lesen und auch die Bilder sind vor und nach der Aufnahme sehr gut zu sehen, auch dann, wenn es hell draußen ist. Dennoch ist es gut, dass es den optischen Sucher gibt. Er ist zwar nicht als Hybridsucher ausgeführt, wie bei der X-100, und zeigt nur rund 85 % des Bildfeldes, ist aber mit dem Zoom gekoppelt.
Stichwort Zoom: Die X10 hat ein fest eingebautes Zoomobjektiv zu bieten, das bei einer hohen Lichtstärke von 2-2,8 einen Brennweitenbereich von 28-112 mm [@KB] abdeckt. Der Crop-Faktor liegt bei knapp 4x.
Der Sensor ist also kleiner bei micro 4/3 (Crop 2x) und bei den neuen kleinen Nikons (Crop 2,7x), aber größer also bei Kompaktmodellen, die Crop-Faktoren von 5x und größer aufweisen. Da Fuji auf dem 8,8 x 6,6 mm großen Sensor „nur“ 12 Mio. Pixel unterbringt, ist mit einem ordentlichen Rauschverhalten zu rechnen. In der Tat ist bis ISO 400 alles bestens, ISO-800-Bilder sind immer noch sehr gut. Erst dann fängt leichtes Grisseln an. Die Höchstwerte, die mit Verkleinerungen des Formats gekoppelt sind, sind Notfällen vorbehalten (ISO 6400) bzw. wenn möglich ganz zu vermeiden (ISO 12800). Wie das aussieht, können Sie in der ISO-Galerie sehen.
Bei den niedrigeren ISO-Werten kann man sich dagegen der sehr guten Leistung des kleinen Zooms erfreuen, mit dem Fuji die richtige Mischung aus hoher Abbildungsleistung, hoher Lichtstärke, praxisnahem Brennweitenbereich und Kompaktheit getroffen hat. Das Zoom ist in der Bildmitte schon bei ganz offener Blende sehr gut, zeichnet in den Ecken aber weicher. Bei den Blenden 4 bis 8 ist die Leistung über das ganze Bildfeld sehr gut, bei Blende 11 werden die Ecken wieder schwächer, was aber bei sehr vielen Motiven im Alltag nicht zum Tragen kommt. (Bilder dazu finden Sie in der Blendenreihen-Galerie und in der Praxisbild-Galerie). Weiter als bis 11 lässt sich das Zoom nicht abblenden. Damit gehen die Entwickler bei Fuji Problemen in Sachen „Beugung“ aus dem Weg.
In der Praxis sehr lobenswert: die Brennweite wird mit einem Ring direkt verändert und der gewünschte Bildausschnitt lässt sich exakt treffen. Die Scharfstellung erfolgt per Kontrastdetektion und ist sehr schnell. Was auffiel: Die eingeblendeten Informationen unten auf dem Monitor überdecken einen Teil des Motivs. Die Anzeige ist zwar teiltransparent, aber bei kritischem Motivaufbau sollte man die Anzeige mit der „Display“-Taste ausblenden. Das ist nicht ganz so praktisch. Der Brennweitenring ist mit dem Hauptschalter gekoppelt. Man dreht den Ring aus der OFF-Position auf die 28-mm-Marke (die Brennweiten werden in Werten [@KB] angegeben). Das ist sehr praktisch.
Wie schon erwähnt: Nach dem ersten Kennenlernen ist der Eindruck von der Fuji X10 sehr gut.  Mehr dazu in d-pixx 6/2011.

fuji_x10_geh

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Als die Fujifilm X10 vorgestellt wurde, war ich ein wenig enttäuscht. Ich hatte gerade ein bisschen Zeit mit der X100 verbracht und gehofft, die „Neue“ würde eine X100 mit Wechselobjektiven sein (die nun für Anfang 2012 angekündigt wurde!). Nun kam eine X10 in die Redaktion und die Enttäuschung ist verflogen.

Die X10 gefällt mir schon nach dem ersten Kennenlernspaziergang durch Hammelburg sehr gut – auch wenn noch einige Funktionen in der Praxis ausprobiert werden müssen wie die für Fuji typischen EXR-Funktionen, die Entwicklung von RAW-Dateien oder das Erstellen von Schwenkpanoramen, die keine Spezialität von Sony mehr sind.

 

Die ersten Bilder, die auch in den Galerien zu sehen sind, entstanden fast alle mit meiner Lieblingsautomatik, also mit Blendenvorwahl. Ein paar Enten versuchte ich mit Zeitvorwahl zu erwischen. Wer daraus schließt, dass die X10 das klassische P-A-S-M- Quartett zu bieten hat, hat Recht. Hinzu kommen die erwähnten EXR-Modi, die die spezielle Pixelanordnung des Sensors je nach Motiv unterschiedlich nutzen, die Advanced-Modi (Schwenkpanorama, Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen, die aus vier Aufnahmen errechnet werden, Bilder mit unscharfem Hintergrund, da die Kamera sensormäßig eher eine große Schärfenzone bringt) und die SP-Modi (eine Reihe von Motivprogrammen). Außerdem stehen zwei Modi, die man selbst definieren kann, und ein Moviemodus (ohne eigenen Auslöser) zur Wahl.

All diese Einstellungen können am Betriebsartenwählrad eingestellt werden, das auf der Oberseite der Kamera zu finden ist. Daneben ist das Einstellrad für Korrekturfaktoren (+-2 in Drittelstufen zu finden). Für die Verschlusszeiten-/Blendenwahl gibt es ein Einstellrad, das im Griffbereich des rechten Daumens angesiedelt ist, und ein sehr schmales Rad rund um den „Menu/OK“-Knopf, das auch als Vierrichtungswippe dient. Mit der Wippe kann man vier Funktionen ansteuern, um entsprechende Einstellungen schnell vorzunehmen: Bildfolge, Blitz, Selbstauslöser, Makro. Die Einstellung der Empfindlichkeit ist standardmäßig der „Fn“-Taste rechts vom Auslöser zugeordnet, für die Wahl des passenden Weißabgleichs gibt es die „WB“-Taste. Die Anordnung der weiteren Einstellelemente sorgt für keine Probleme. Ein bisschen überflüssig erscheint der „RAW“-Knopf, mit dem man für die nächste Aufnahme aus dem JPEG- in den RAW-Modus wechseln kann. Wer aber RAW-Dateien nutzen möchte, kann die parallele Aufzeichnung der Bilder in RAW und JPEG im Setup-Menü wählen, und das ist angesichts der großen Speicherkarten die bessere Wahl.

Die Menüs sind auf dem 2,8-Zoll-Monitor mit seinen 460.000 Dots gut zu lesen und auch die Bilder sind vor und nach der Aufnahme sehr gut zu sehen, auch dann, wenn es hell draußen ist. Dennoch ist es gut, dass es den optischen Sucher gibt. Er ist zwar nicht als Hybridsucher ausgeführt, wie bei der X-100, und zeigt nur rund 85 % des Bildfeldes, ist aber mit dem Zoom gekoppelt.

Stichwort Zoom: Die X10 hat ein fest eingebautes Zoomobjektiv zu bieten, das bei einer hohen Lichtstärke von 2-2,8 einen Brennweitenbereich von 28-112 mm [@KB] abdeckt. Der Crop-Faktor liegt bei knapp 4x.

Der Sensor ist also kleiner bei micro 4/3 (Crop 2x) und bei den neuen kleinen Nikons (Crop 2,7x), aber größer also bei Kompaktmodellen, die Crop-Faktoren von 5x und größer aufweisen. Da Fuji auf dem 8,8 x 6,6 mm großen Sensor „nur“ 12 Mio. Pixel unterbringt, ist mit einem ordentlichen Rauschverhalten zu rechnen. In der Tat ist bis ISO 400 alles bestens, ISO-800-Bilder sind immer noch sehr gut. Erst dann fängt leichtes Grisseln an. Die Höchstwerte, die mit Verkleinerungen des Formats gekoppelt sind, sind Notfällen vorbehalten (ISO 6400) bzw. wenn möglich ganz zu vermeiden (ISO 12800). Wie das aussieht, können Sie in der ISO-Galerie sehen.

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Bei den niedrigeren ISO-Werten kann man sich dagegen der sehr guten Leistung des kleinen Zooms erfreuen, mit dem Fuji die richtige Mischung aus hoher Abbildungsleistung, hoher Lichtstärke, praxisnahem Brennweitenbereich und Kompaktheit getroffen hat. Das Zoom ist in der Bildmitte schon bei ganz offener Blende sehr gut, zeichnet in den Ecken aber weicher. Bei den Blenden 4 bis 8 ist die Leistung über das ganze Bildfeld sehr gut, bei Blende 11 werden die Ecken wieder schwächer, was aber bei sehr vielen Motiven im Alltag nicht zum Tragen kommt. (Bilder dazu finden Sie in der Blendenreihen-Galerie und in der Praxisbild-Galerie). Weiter als bis 11 lässt sich das Zoom nicht abblenden. Damit gehen die Entwickler bei Fuji Problemen in Sachen „Beugung“ aus dem Weg.

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In der Praxis sehr lobenswert: die Brennweite wird mit einem Ring direkt verändert und der gewünschte Bildausschnitt lässt sich exakt treffen. Die Scharfstellung erfolgt per Kontrastdetektion und ist sehr schnell. Was auffiel: Die eingeblendeten Informationen unten auf dem Monitor überdecken einen Teil des Motivs. Die Anzeige ist zwar teiltransparent, aber bei kritischem Motivaufbau sollte man die Anzeige mit der „Display“-Taste ausblenden. Das ist nicht ganz so praktisch. Der Brennweitenring ist mit dem Hauptschalter gekoppelt. Man dreht den Ring aus der OFF-Position auf die 28-mm-Marke (die Brennweiten werden in Werten [@KB] angegeben). Das ist sehr praktisch.

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Wie schon erwähnt: Nach dem ersten Kennenlernen ist der Eindruck von der Fuji X10 sehr gut.  Mehr dazu in d-pixx 6/2011.

 

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