Gut, dass der Speicherpreis aktuell im absoluten Sturzflug ist, das hat man schon irgendwo mitbekommen (von daher: wer mehr RAM zur Bildbearbeitung sucht, sollte aktuell wirklich dringend zuschlagen), wie sich diese Entwicklung aber auf unser Handwerkzeugs, die Speicherkarten auswirkt, ist mir eigentlich erst heute bewusst geworden, als ich beim großen Internetkaufhaus mit dem großen A die Empfehlung für eine Speicherkarte gesehen habe.

Bei Amazon (es konnte ja sowieso jeder erraten, wovon ich rede) gibt es aktuell eine SDHC-Speicherkarte von Transcend mit 8 GByte für 9,81 Euro – gespeichert werden können auf so einer Karte rund 600 Bilder mit einer Auflösung von 24 MPix (bei rund 15 MByte/Bild).

Zum Vergleich: 2001 kostet laut dem damals aktuellen Brenner-Katalog eine CompactFlash-Karte mit 64 MByte 259 D-Mark (!). Platz auf einer solchen Karte wäre für nicht einmal fünf Aufnahmen mit 24 MPix gewesen. Wer sich damals etwas leisten wollte, der konnte auch direkt zur 160 MByte fassenden CF-Karte greifen, die für 769 D-Mark zu haben war. 

Dass natürlich gerade die Bild-Anzahl in Relation gesehen werden muss, zeigt ein Blick in die Kamera-Sektion des gleichen Katalogs: eine Canon EOS D30 mit 3 MPix war zu diesem Zeitpunkt gerade im Angebot – nur 4999 D-Mark kostete das gute Stück.

Bei all den verfügbaren Größen aktuell sollte aber nicht vergessen werden, dass es nie eine schlechte Idee ist, mehrere kleine Karten zu nutzen. Sollte doch einmal eine Karte das Zeitliche segnen oder einfach verloren gehen, fehlen nicht ganz so viele Aufnahmen auf einmal.

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