Die wohl größte Überraschung zur diesjährigen photokina kommt aus dem Hause Sigma. Kaum ist die lang erwartete SD15 endlich verfügbar, wird mit der SD1 ein neues Top-Modell im DSLR-Sektor präsentiert – aber: Der Erscheinungstermin ist auch hier erneut äußerst vage gehalten.

Gigantisch klingt zunächst die Auflösung der SD1: 46 MPix. Bei genauerem Hinsehen muss das aber relativiert werden. Sigma greift erneut zur firmeneigenen Foveon-Technik, bei der jede Primärfarbe (RGB) eine eigene Sensorschicht bekommt. Es gibt sozusagen die 15,3 MPix des Sensors in drei Schichten, um die vollständigen Farbinformationen für jeden Pixel aufzeichnen zu können. Entsprechend werden aus 15,3 MPix auf diesem Wege umgerechnet rund 46 MPix.

Als Bildprozessor setzt Sigma auf die Dual TRUE II-Engine, die mit einem neuen Algorithmus für noch einmal feinere Bildnuancen sorgen soll. Das AF-System verfügt über 11 Doppelkreuz-Sensoren. Zudem besitzt der AF eine Nachführ-Funktion und zudem eine Vorausberechnung für sich bewegende Motive. Der verbaute Monitor besitzt die heute übliche Diagonale von 3 Zoll, aber nur eine Auflösung von 460.000 Dots. Zudem verzichtet Sigma leider darauf, den Monitor schwenkbar zu lagern.

Für das Gehäuse der SD1 kommt eine Magnesiumlegierung zum Einsatz. Zudem sollen O-Dichtungen vor Staub und Spritzwasser schützen. Der integrierte Blitz besitzt eine Leitzahl von 11 und kann dank seines Leuchtwinkels bis hin zu 17 mm

Über den Preis schweigt sich Sigma derzeit noch aus. Bleibt also nur zu hoffen, dass die Wartezeit etwas kürzer ausfällt, als bei der SD15.

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