Als der Apple-Store am gestrigen Dienstag für mehrere Stunden offline genommen wurde, überschlugen sich die Gerüchte, was Apple nun wieder vorstellen würde. Es gab jedoch keine neuen MacBooks und auch keine überarbeiteten Mac Pros oder neue Displays. Vielmehr wurde die dritte Version des RAW-Entwicklers Aperture in den Shop eingefpflegt. Die Version 3.0 soll über 200 neue Funktionen verfügen.

So hat Apple nach iPhoto ’09 erneut die Eigenschaften „Gesichter“ und „Orte“ integriert, die das Management der Fotosammlung noch einmal merklich vereinfachen sollen. Das neue Pinsel-Werkzeug soll zudem noch genauere Feinanpassungen ermöglichen. Über 15 „Schnell-Pinsel-Funktionen“ sollen die am häufigsten genutzten Funktionen schnell bereitstehen. 

Auch unter der Haube hat sich etwas getan, denn Aperture 3 läuft als 64-Bit-Anwendung auf Mac OS X Snow Leopard. Eine Trail-Version kann unter diesem www.apple.com/aperture/trial heruntergeladen werden. Die Vollversion wird 99 Euro kosten.

 

Original Pressemeldung:

Apple hat heute Aperture 3 vorgestellt, die nächste bedeutende Version der leistungsstarken Fotobearbeitungs- und verwaltungssoftware mit über 200 neuen Funktionen unter anderem ‚Gesichter‘, ‚Orte‘ und ‚Pinsel‘. Basierend auf den mit iPhoto ’09 eingeführten Eigenschaften ‚Gesichter‘ und ‚Orte‘ ist es mit Aperture 3 jetzt noch einfacher und schneller große Fotobibliotheken zu organisieren. Aperture 3 führt neue Werkzeuge zum Aufbereiten von Fotos ein, inklusive des ‚Pinsel-Tools‘ mit dem Effekte einfach in das Bild gemalt werden sowie ‚Korrekturvoreinstellungen‘, um professionelle Fotoeffekte mit nur einem Mausklick anzuwenden. Beeindruckende neue Slideshows ermöglichen eine Präsentation der Arbeit durch eine einfache Verbindung von Fotos, Ton, Text und HD-Video.

„Millionen von Anwendern lieben es iPhoto zur Organisation, Bearbeitung und zum Teilen ihrer digitalen Fotos zu verwenden“, sagt Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing von Apple. „Aperture 3 ist sowohl für professionelle Anwender, die riesige Fotobibliotheken bearbeiten und verwalten müssen als auch für iPhoto-Nutzer, die dank einfach einzusetzender Werkzeuge wie ‚Pinsel‘ oder ‚Korrektur-Voreinstellungen‘ in der digitalen Fotografie einen Schritt weiter gehen wollen, entwickelt worden.“

„Aperture 3 passt einfach“, ergänzt Jim Richardson, Fotograf des National Geographic. „Die Bildbearbeitungswerkzeuge sind exakt jene, die ich mir gewünscht habe. Sie sind so einfach anzuwenden und geben mir einen Grad an Kontrolle, den ich nicht einmal im Ansatz für möglich gehalten habe.“

„Ich habe mich für Aperture entschieden, da es die leistungsstärkste Anwendung zur Archivierung am Markt ist, aber jetzt ist es zusätzlich auch ein unglaubliches Bildbearbeitungswerkzeug“, meint Bill Frakes, festangestellter Fotograf bei Sports Illustrated. „Darüber hinaus bin ich von den massiven Veränderungen in Aperture 3 sehr beeindruckt.“

Aperture 3 ermöglicht dank Funktionen wie ‚Projekte‘ und den neuen ‚Gesichter‘ und ‚Orte‘ eine noch höhere Flexibilität beim Organisieren großer Fotobibliotheken. ‚Gesichter‘ verwendet Gesichtserkennung und -wiedererkennung, um Fotos nach abgebildeten Personen zu finden und zu verwalten. Man kann die ‚Gesichter‘-Funktion über die gesamte Fotobibliothek verwenden oder nach Gesichtern in ausgewählten Projekten suchen. Der Organisationsprozess wird durch eine neue Ansicht beschleunigt, in der Aperture 3 jene Gesichter darstellt, die gefunden wurden, aber noch nicht mit Namen versehen sind. Mit der ‚Orte‘-Funktion kann man Fotos nach dem Ort der Aufnahme suchen und wie in iPhoto wandelt ‚Orte‘ die GPS-Daten der Fotos in nutzerfreundliche Ortsangaben um. In Aperture 3 kann man Fotos GPS-Positionsangaben entweder durch Drag-and-Drop auf einer Karte oder durch die lokalen Informationen GPS-fähiger Kameras, Tracking-Devices oder Aufnahmen mit dem iPhone zuweisen.

Das neue ‚Pinsel-Werkzeug‘ erlaubt es, professionelle Feinanpassungen der Fotos vorzunehmen, indem Effekte einfach in das Bild gemalt werden. Aperture 3 verfügt über 15 sogenannte ‚Schnell-Pinsel-Funktionen‘ um die häufigsten Aufgaben wie Abwedeln (Aufhellen), Nachbelichten (Verdunkeln) und Scharf- und Weichzeichnen durchzuführen, ohne den komplexen Einsatz von Ebenen oder Masken. Das ‚Pinsel-Werkzeug‘ erkennt Kanten in den Bildern automatisch und ermöglicht es, die Effekte genau dort anzuwenden oder zu entfernen, wo es gewollt ist. Aperture 3 beinhaltet Dutzende von ‚Korrekturvoreinstellungen‘, die das gesamte Bild mit einem speziellen Stil oder Look versehen und das mit nur einem Mausklick. Es können auch eigene, benutzerdefinierte Voreinstellungen angelegt sowie Techniken anderer Fotografen verwendet werden, indem man deren Einstellungen importiert.

Mit Aperture 3 ist es einfach, die eigene Arbeit mit anderen über beeindruckende Slideshows zu teilen, in denen Fotos, Ton, Text und HD-Video miteinander verbunden werden. Man kann eines der sechs von Apple entworfenen Themen aussuchen oder eigene Übergänge, Hintergründe, Ränder und Überschriften wählen und sogar einen eigenen Soundtrack hinzufügen. Die Slideshows können anschließend direkt in iTunes importiert werden um sie auf dem iPhone oder iPod touch überall mit hin zu nehmen. Außerdem können die Bilder zu wunderschönen Ausdrucken und individuell gefertigten Fotobüchern weiter verarbeitet sowie direkt aus Aperture 3 online auf ‚foto sharing‘-Webseiten wie Facebook und Flickr veröffentlicht werden.

Preise & Verfügbarkeit
Aperture 3 ist über den Apple Store (www.applestore.de), die Apple Retail Stores und den Apple Fachhandel für 199 Euro inkl. MwSt. erhältlich. Bestehende Aperture-Kunden können für 99 Euro inkl. MwSt. auf Aperture 3 upgraden. Eine 30-Tage Trialversion steht unter www.apple.com/aperture/trial zum Download zur Verfügung. Aperture 3 läuft als 64-bit Anwendung unter Mac OS X Snow Leopard auf Macs mit Intel Core 2 Duo Prozessoren. Die Systemvoraussetzungen, Online-Tutorials und weitere Informationen sind auf der Apple Website unter www.apple.com/aperture zu finden.

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