Der 4/3-Sensor, 17,3 x 13 mm groß und damit ein wenig kleiner als ein APS-C-Sensor mit 23,6 x 15,8 mm, wurde u. a. entwickelt, um kleine Kameragehäuse und kleine Objektive zu ermöglichen. Dieses Ziel erreicht Olympus etwa mit der E-420, die nur um ein Weniges größer ist, als die Panasonic Lumix DMC-G1, die ohne Spiegel auskommt. Die Lumix ist zwar eine Kamera des Micro 4/3-Systems setzt aber, um Missverständnisse auszuschließen, auf den ganz normalen 4/3 Sensor (wir berichteten hier). Auf eine Olympus des neuen Micro 4/3-Systems wird derzeit noch gespannt gewartet. Das nicht funktionsfähige Muster, das auf verschiedenen Messen gezeigt wurde, gibt zu großen Hoffnungen auf eine kleine, feine Kamera Anlass.

 

Aber um den 4/3-Chip herum lassen sich auch wuchtige Profikameras bauen. Das beweist die Olympus E-3, die im Spätherbst 2007 vorgestellt wurde – vier Jahre nach der Vorgängerin E-1. Wie lange man auf die E-4 warten muss, ist noch nicht klar – hoffentlich nicht so lange, dass sie dann schon E-5 heißen muss. Aber die E-3 ist gut genug, um noch einige Zeit zu überstehen. Im Spätherbst letzten Jahres wurde ihr ein „kleineres“ Oberklassen-Modell zur Seite gestellt, die Olympus E-30. Die Verwandtschaft der beiden ist nicht zu übersehen, weder äußerlich noch hinsichtlich der Ausstattung. Aber wie es heutzutage so ist: das eine Jahr zwischen E-3 und E-30 hat einige Fortschritte gebracht und so ist es nicht verwunderlich, das die „Kleine“ in mancher Hinsicht mehr kann, als die ältere und größere Schwester.

Aber auch die Verwandtschaft mit der Olympus E-520 kann nicht geleugnet werden, die als Kamera der Mittelklasse positioniert ist, während die E-420 als Einsteigerkamera gesehen werden kann. (Zwischenruf: Die Einteilung in Klassen ist zur Orientierung keine schlechte Sache, aber sie bezieht sich wesentlich mehr auf Ausstattung und mechanische Qualität, als auf die Abbildungsleistung. Und wer nicht fotografieren kann, kann es auch mit einem sündteueren Profigerät nicht. Zwischenruf Ende.)

{jospagebreak_scroll title=Das Gehäuse&heading=Einleitung}

 

 

Mit 142 mm Breite und 75 mm Tiefe unterscheiden sich die beiden Gehäuse nicht. Der Höhenunterschied ist dagegen sichtbar – 8 mm liegen zwischen der 108 mm hohen E-30 und der E-3. (Zwischenruf: Wenn man mit Halbmillimeter-Angaben arbeiten will, kann es anders aussehen. Ich finde das albern und werde von jetzt an darauf verzichten. In der täglichen Fotopraxis spielen halbe Millimeter keine Rolle, wohl aber in den Prospekten und auf der Jagd nach dem überflüssigen Titel „kleinste D-SLR“, an der sich dankenswerter Weise weder die E-30 noch die E-3 beteiligen. Zwischenruf Ende.) Auch im Gewicht gibt es einen merklichen Unterschied zwischen beiden Modellen. Mit Akku bringt die E-30 725 g auf die Waage, während die E-3 880 g wiegt – das kann etwas ausmachen, vor allem, wenn man einige Stunden durch eine fremde Stadt läuft oder eine Bergwanderung unternimmt. Für Letztere sollte man auch die E-520 in Betracht ziehen, die es auf 570 g bringt. Natürlich müssen noch die Objektive in die Rechnung einbezogen werden, ehe man loszieht. Die noch leichtere E-420 ist hier außen vor, denn sie hat als einzige des Quartetts keinen eingebauten Bildstabilisator.

Das geringere Gewicht der E-30 gegenüber der E-3 erklärt sich in erster Linie aus den verbauten Materialien. Das Gehäuse der E-30 besteht aus Kunststoff, der E-3-Body aus einer Magnesiumlegierung. Auch die aufwändige Versiegelung der E-3 gegen Wasser und Schmutz dürfte hier eine Rolle spielen. Bei der ersten Präsentation der E-3 wurde ein Eimer Wasser über die Kamera geschüttet und dann damit fotografiert (mit der Kamera, nicht mit dem Eimer), was bei der E-30 so nicht probiert werden sollte. Ob das ein Nachteil für die E-30 ist, liegt schlicht daran, unter welchen äußeren Umständen man fotografieren will oder muss.

{jospagebreak_scroll title=Einstellelemente – 1}

Wenn es um die Bedienung der Kamera geht, hat sich auf der rechten Oberseite und der rechten Seite der Rückwand im Prinzip wenig geändert.

 

 

Der Messwertspeicherknopf sitzt bei der E-30 unter dem hinteren Einstellrad, die Anzeige für die Arbeit des sehr effektiven Sensorreinigungssystems ist oberhalb der Cursor-Tasten, und der Knopf für die Aktivierung des Bildstabilisators und der Hauptschalter haben die Plätze getauscht. Wer nach der E-3 die E-30 in die Hand nimmt, kommt trotz dieser Änderungen bestens zurecht. Was bei der E-30 fehlt, ist der Entriegelungsschalter für die Tür des Kartenfachs, die nun einfach nach hinten gezogen wird, um sie zu entriegeln. Die Symbole an den Einstellelementen, die den Wiedergabemodus betreffen, sind bei der E-30 blau, während sie bei der E-3 grün sind. Ob das eine tiefere Bedeutung hat, vermag ich nicht zu sagen. Im Dunkeln ist beides nicht gut zu sehen.

Einen deutlichen Unterschied bei den Einstellelementen findet man links oben.

Bei der E-3 sind hier Knöpfe angeordnet. Wenn man sie einzeln oder auch paarweise drückt, kann man zusammen mit einem Einstellrad die AF-Betriebsart, die  Belichtungssteuerung, die Blitz- und die Bracketingfunktion einstellen und zusammen mit dem anderen Einstellrad die Belichtungsmesscharakteristik, die Transport-/Selbstauslöserfunktion und die Blitzbelichtungskorrektur. Das Fehlen eines Betriebsartenwählrades wurde damit erklärt, dass man im harten Profieinsatz die Knöpfe nicht versehentlich verdrehen kann – was mir schon damals ein recht dünnes Argument schien.

Wie auch immer (und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man in Japan auf meine Kritik gehört hat): Die Olympus E-30 hat wieder ein ordentliches Betriebsartenwählrad auf der linken Schulter.

 

 

 

Folgende Möglichkeiten der Belichtungssteuerung stehen zur Wahl:

  • „M“ Manuelle Einstellung von Blenden und Verschlusszeit (1/8000 bis 30 Sekunden)
  • „S“ Blendenautomatik nach Zeitvorwahl
  • „A“ Zeitautomatik nach Blendenvorwahl
  • „P“ Programmautomatik mit automatischer Steuerung von Zeit und Blende. Durch die Shift-Funktion kann das Zeit/Blendenpaar geändert werden, um bei gleichbleibender Belichtung die Wiedergabe von Bewegung oder die Ausdehnung der Schärfenzone zu beeinflussen.
  • „Auto“ Wie Programmautomatik, aber mit zusätzlicher automatischer Steuerung anderer Einstellungen (z. B. AF-Messfeld, Blitzzuschaltung).
  • Motivautomatik „Porträt“
  • Motivautomatik „Landschaft“
  • Motivautomatik „Makro“
  • Motivautomatik „Sport/Action“
  • Motivautomatik „Nachtporträt“
  • „ART/SCN“ um ins Menü für die Art-Filter und weitere Motivautomatiken zu gelangen. Auf die Art-Filter kommen wir noch zurück. Die weiteren Motivautomatiken sind
  • Motivautomatik „Kinder“
  • Motivautomatik „High Key“
  • Motivautomatik „Low Key“
  • Motivautomatik „Dis. Mod.“ (für Motive in Bewegung)
  • Motivautomatik „Natur-Nahaufnahme“
  • Motivautomatik „Kerzenlicht“
  • Motivautomatik „Sonnenuntergang“
  • Motivautomatik „Dokumente“ (betont den Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund)
  • Motivautomatik „Panorama“ (erleichtert das spätere Aneinandersetzen von Einzelbildern, setzt aber voraus, dass eine xD-Speicherkarte) eingesetzt ist)
  • Motivautomatik „Feuerwerk“
  • Motivautomatik „Sand und Schnee“

Motivprogramme wenden sich in erster Linie an Einsteiger, können aber auch gestandenen Fotografen helfen. Wenn man sich im Bade- oder Ski-Urlaub einmal nicht auf die Kamera konzentrieren möchte, kann das Motivprogramm „Sand und Schnee“ herangezogen werden.

Das Betriebsartenwählrad rastet sehr gut ein, so dass versehentliches Verstellen durch Hängenbleiben an der Jacke wohl kein Problem sein dürfte. (Zwischenruf: Was ist aus den Einstellrädern der Kameras der 70er und 80er Jahre geworden? Man hat sie gegen Federkraft nach oben gezogen, in die gewünschte Position gedreht und einrasten lassen – wonach ungewolltes Verstellen ausgeschlossen war. Zwischenruf Ende.)

Allerdings gibt es auch bei der E-30 eine ganze Reihe von Funktionen, die man durch Drücken eines Knopfes direkt anwählen und dann durch Drehen eines Einstellrades bzw. mit Hilfe der Cursor-Tasten verändern kann.

{jospagebreak_scroll title=Einstellelemente – 2}

 

Diese Direktanwahl unter Umgehung des Menüs ist sehr praktisch und betrifft:

  • AF-Betriebsart
  • Belichtungsmesscharakteristik
  • Bracketing
  • Transport-/Selbstauslöserfunktion
  • Weißabgleich
  • Belichtungskorrektur
  • Empfindlichkeit
  • AF-Messfeld
  • Blitzbelichtungskorrektur.

Dazu kommen Knöpfe für den Wechsel der Anzeigen auf dem Rückwandmonitor und um das Menü und die Live-View-Funktion einzuschalten. Der Löschknopf rundet das Knopf-Angebot ab.

Während die E-3 einen besonderen Knopf aufweist, mit dem man den eingebauten Blitz öffnet, ist diese Funktion bei der E-30 mit dem Knopf für die Blitzbelichtungskorrektur kombiniert.

Anders als die kleineren Modelle der 4er und 5er Reihe weisen die E-3 und die E-30 zwei Einstellräder auf. Eines hat seinen Platz unterhalb des Auslösers im gut ausgeformten Handgriff, das andere auf der Rückwand rechts vom Sucherokular. Was ein Dreh an einem der Räder bewirkt, lässt sich im Menü für jede Variante der Belichtungssteuerung einstellen – aber das ist nur eine von lobenswert vielen Möglichkeiten, mit denen man die E-30 an eigene Vorlieben anpassen kann.

Ebenfalls ein Pluspunkt gegenüber den kleineren Modellen: Wie die E-3 ist die E-30 mit einer Blitzbuchse ausgestattet. Man kann also beide Modelle mit Studioblitzanlagen einsetzen. Bei beiden Kameras ist die Blitzbuchse mit einem Schraubdeckelchen versehen, das nur bei sehr ordentlichen Fotografen nicht schon beim ersten Shooting im Studio verloren geht.

 

{jospagebreak_scroll title=Sucher und Monitor}

Sucher

Der Blick in den Sucher zeigt bei der E-30 rund 98 % des endgültigen Bildes – anders bei der E-3, die einen 100-Prozent-Sucher aufweist. Aber auch 98 % sind eine Leistung, die sich sehen lassen kann. Das Sucherbild ist bei der E-30 kleiner als bei der E-3 (Vergrößerung 1,02x gegenüber 1,15x), aber bei Objektiven mit gleicher Lichtstärke wirken beide Sucherbilder gleich hell. Noch ein bisschen größer und heller wäre natürlich besser. Das Bild auf der Mattscheibe wird bei beiden Kameras von einem Glasprisma und nicht von einem günstigeren Spiegelprisma ins Okular gelenkt.

Wie bei der E-3 ist bei der E-30 unterhalb des Sucherbildes eine Infozeile zu sehen, während sie bei den Modellen der 5er und 4er Serie (und auch bei der E-300 und E-330) rechts vom Sucherbild untergebracht ist.

Während die E-3 einen Okularverschluss aufweist, muss man den Suchereinblick der E-30 mit einer Kappe verschließen, um das Eindringen von Störlicht bei Live-View-Aufnahmen zu vermeiden.

 

Monitor

Eine wichtige Parallele zwischen E-3 und E-30 ist der  bewegliche Monitor, der in Ruheposition mit der Bildschirmseite am Gehäuse anliegt. Er lässt sich um 180° nach links schwenken und dann um 270° um die waagrechte Achse drehen. Das macht Aufnahmen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln einfach, wenn man die Live-View-Funktion nutzt, die sowohl von der E-3 wie auch von der E-30 geboten wird. Außerdem kann er natürlich auch mit der Bildschirmseite nach außen an die Rückwand angelegt werden.

Der Bildschirm ist mit einer Diagonale von 2,7″ etwas größer als bei der E-3 (2,5″), und wenn die Entwickler es schaffen, den Rand um den Bildschirm etwas schmaler zu machen, kann bei einem späteren Modell vielleicht sogar ein 3-Zöller Platz finden. Aber das ist Spekulation. Die tatsächlich vorhandenen Bildschirme der E-30 und E-3 bieten dieselbe Auflösung, rund 230.000 Dots (rund 77.000 Pixel x 3 Farben pro Pixel), was leider an die VGA-Monitore bei einigen Modellen von Canon, Nikon und Sony nicht herankommt.

Obwohl die Monochrom-Datenmonitore der E-30 und der E-3 gleich groß sind, wurde das Anzeigen-Layout geändert. Warum, erschließt sich mir nicht. Aber wenn man nur die E-30 einsetzt, hat man damit natürlich kein Problem und wird mit allen Informationen versorgt, die man braucht.

{jospagebreak_scroll title=Live-View und Wasserwaage}

Live-View

Im Live-View-Betrieb, der durch einen Druck auf die Taste mit dem Monitorsymbol unterhalb des Monitors aktiviert wird, kann nun sowohl mit dem Standard-AF-Sensor scharfgestellt werden (Phasendetektion), wie auch per Kontrastdetektion auf dem Bildsensor. Letzteres ist eine Funktion, mit der die E-3 nicht aufwarten kann. Die Umschaltung erfolgt im Menü. Um den Kontrast-AF zu ermöglichen wurde das Set-Objektiv Zuiko Digital 2,8-3,5/14-54 mm als Typ II neu aufgelegt. Wie bei anderen Kameras auch, ist der Kontrast-AF in manchen Situationen langsam.

 

Um im Live-View-Modus die Scharfstellung zu überprüfen oder manuell präzise scharfstellen zu können, lässt sich das frei bewegliche Lupenfeld 5x,  7x oder 10x vergrößern, was natürlich nur bei der Arbeit vom Stativ aus sinnvoll ist. Besonders bei Makroaufnahmen mit weit offener Blende und minimaler Schärfenzone kann man die Schärfe so sehr exakt auf ein bestimmtes Motivteil legen. Wenn das Objektiv nicht bei ganz offener Blende eingesetzt wird, kann man mit Hilfe der Abblendtaste feststellen, welche Teile des Motivs innerhalb der Schärfenzone liegen, oder umgekehrt, ob noch weiter abgeblendet werden muss, um alles in die Schärfe zu bekommen.

Im Live-View-Modus sieht man auf dem Monitor 100 % des Bildes. Mit dem Info-Knopf lassen sich verschiedene Informationen und Einstellhilfen ins Bild einblenden. Wichtig ist natürlich das Histogramm, um die Lichter- und Schattenzeichnung zu überprüfen. Ob man von der Perfect-Shot-Funktion oft Gebrauch macht, ist Geschmacksache. Sie zeigt auf vier Thumbnails vier Varianten des Bildes (unterschiedliche Belichtung, unterschiedlicher Weißabgleich) und man kann durch Auswahl eines Minibildes die entsprechende Einstellung übernehmen.

Mit Live-View verbunden ist die Gesichtserkennung, die gut funktioniert, aber nicht wirklich vermisst würde, wäre sie nicht da.

 

Eingebaute Wasserwaage

Bei allen Aufnahmen vom Stativ ist es möglich, die Kamera exakt waagrecht auszurichten, wenn man im Menü die Funktion „Nivell.-Anzeige“ aktiviert. Dann werden auf dem Rückseitenmonitor zwei Skalen angezeigt, auf denen man ablesen kann, wie sehr die Kamera nach rechts/links und vorne/hinten geneigt bzw. ob alles im Lot ist. Auf dem monochromen Datenmonitor, den die E-30 wie die E-3 ebenfalls auf der rechten Gehäuseschulter bietet, wird nur die rechts/links Achse dargestellt, wofür die Belichtungskorrekturskala zweckentfremdet wird. Wer immer wieder Probleme mit einem „hängenden Horizont“ hat, kann die Aktivierung der Nivellierungsanzeige z. B. auf den Fn-Knopf legen und sie dann jederzeit schnell zuschalten.

{jospagebreak_scroll title=Menüs und Funktionen – 1}

Der Rückwandmonitor wird natürlich auch genutzt, um die Menüs darzustellen.

Der Aufbau der Menüs ist anderswo besser gelöst, aber wer mit einer E-30 erst einmal ein Paar Bilder gemacht und einige der vielen (wirklich vielen) Einstellmöglichkeiten genutzt hat, wird sich schnell und sicher durch die verschiedenen Menüebenen bewegen.

Sehr positiv ist in diesem Zusammenhang, dass auch die E-30 über ein Schnelleinstellmenü verfügt. Mithilfe der Cursor-Tasten kann man sich durch ein Raster mit 19 Fenstern bewegen und bekommt schnellen Zugriff auf die Einstellungen aller wichtigen Aufnahmeparameter:

  • Empfindlichkeit: Automatik, ISO 100 bis ISO 3200 in Drittelschritten
  • Weißabgleich: Automatik, Sonnenlicht, Schatten, Wolken, Kunstlicht, 3x Fluoreszierendes Licht, Blitz, manueller Abgleich, Farbtemperatur (2000 – 14.000 K)
  • Feintuning des Weißabgleichs: Über die Bernstein/Blau- und die Grün/Purpur-Achse in jeweils +-7 Schritten
  • Bildmodus: Vivid, Natural, Portrait, Muted, Monoton, Anpassen (steht so im Menü, auch wenn als Menü-Sprache Deutsch eingestellt ist)
  • Kontrast: +-2 Stufen
  • interne Schärfung: +-2 Stufen
  • Blitzmodus: Auto, Rote-Augen-Korrektur, Blitzsynchronisation mit langer Verschlusszeit, Blitzsynchronisation mit langer Verschlusszeit und Rote-Augen-Korrektur, Synchronisation auf den 2. Verschlussvorhang, Aufhellblitz, kein Blitz, Manuell (1/1, 1/4, 1/16, 1/64)
  • Transport-/Selbstauslöserfunktion: Einzelbild, schnelle Serie mit max. 5 B/Sek., langsame Serie mit 1 bis 4 B/Sek. (wird im Menü voreingestellt), Selbstauslöser mit 12 oder 2 Sek. Vorlaufzeit, Fernauslöser ohne Auslöseverzögerung oder mit 2 Sek. Auslöseverzögerung
  • Belichtungsmesscharakteristik: Mehrfeldmessung mit 49 Zonen, Spotmessung, mittenbetonte Integralmessung, Spotmessung für helle / dunkle Motive
  • AF-Modus: S-AF (Single Shot), C-AF (Continuous Shot, Nachführmessung), MF (manuelle Fokussierung), S-AF + MF, C-AF + MF (d. h. mit sofortiger manueller Fokussierung ohne Umschaltung)
  • AF-Messfeld: alle 11 Felder, Kreuzmatrix (5 Felder / Mitte je ein Feld darüber, darunter, links,rechts) einzelnes Messfeld
  • Sättigung: +-2 Stufen
  • Gradation: Auto, Normal, High Key, Low Key
  • Gesichtserkennung: An / Aus
  • Farbraum: sRGB, Adobe RGB
  • Blitzbelichtungskorrektur: +-3 Stufen
  • Speicherkarte: CF, xD Picture
  • Dateiformat/Komprimierungsstufe: RAW (*.ORF), JPEG (Large Fine, Large Normal, Middle Normal, Small Normal), RAW + JPEG LF, LN, MN, SN

{jospagebreak_scroll title=Menüs und Funktionen – 2}

Damit ist eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten abgedeckt, aber es gibt noch eine Anzahl weiterer. Sie sollen nicht alle aufgeführt werden (hier finden Sie die von Olympus genannten technischen Daten als PDF-Datei).

Im Folgenden eine Übersicht weiterer Einstellmöglichkeiten, die über das Hauptmenü zu erreichen sind (ausdrücklich nicht vollständig, sondern subjektiv ausgewählt):

Menü Kamera 1:

  • Rauschminderung gegen das Rauschen bei Langzeitbelichtungen (Auto – Aus – Ein)
  • Rauschunterdrückung gegen das Rauschen bei mittleren und hohen Empfindlichkeiten (Aus – Weniger – Standard – Stark)

Beide Einstellungen reduzieren das Rauschen und der Verlust an Details ist gering. Wer allerdings ohnehin RAW-Dateien am Rechner entwickelt und optimiert, sollte sich dem Rauschen (dazu später mehr) dort widmen.

Menü Kamera 2:

  • RC Mode für die Steuerung externer Blitze durch das eingebaute Blitzgerät (Aus / Ein)
  • Anti-Schock für die Spiegelvorauslösung und Aufnahmen mit Verzögerungen zwischen 2 Sek. und 30 Sek. Wie sich das bei Makro- und Teleaufnahmen vom Stativ auswirkt und wie es mit dem sehr guten IS-System der E-30 zusammenarbeitet muss noch ausprobiert werden.
  • AE BKT für Belichtungsreihen mit 3 oder 5 Aufnahmen und Belichtungsdifferenzen von 0,3, 0,7 oder 1 EV zwischen den Aufnahmen.
  • WB BKT für Weißabgleichsreihen mit 3 Bildern über die Bernstein/Blau- und die Grün/Purpur-Achsen, wobei die Abstände zwischen den Aufnahmen 2, 4 oder 6 Stufen betragen können.
  • FL BKT für Blitzbelichtungsreihen mit 3 Aufnahmen und Belichtungsdifferenzen von 0,3, 0,7 oder 1 EV zwischen den Aufnahmen.
  • ISO BKT für Belichtungsreihen mit 3 Aufnahmen mit unterschiedlichen ISO-Werten und Belichtungsdifferenzen von 0,3, 0,7 oder 1 EV zwischen den Aufnahmen. Das ist eine interessante Geschichte, da zum einen nur eine Aufnahme gemacht wird, auf die drei ISO-Werte angewendet werden. Wichtig ist, dass nicht die Endwerte ISO 100 bzw. ISO 3200 eingestellt sind, da sonst Plus- bzw. Minuskorrekturen nicht mehr möglich sind.

 

Unserem Leser Peter Moche verdanke ich den Anstoß, diese Einstellung mit der HDR-Technik in Verbindung zu bringen. Da Verschlusszeit und Blende bei allen Varianten gleich sind und alle gleichzeitig entstanden, sind die Bilder gut als HDR-Ausgangsmaterial geeignet (sofern eine Differenz von +-1 Belichtungstufe ausreicht).

Menü Wiedergabe

  • (>>) Hier wird festgelegt, ob die Bildwiedergabe in Form von Einzelbildern oder als Raster von 4 bis 100 Thumbnails (die dann wirklich sehr, sehr klein sind) erfolgt
  • Bearb. > RAW/JEPG für die Entwicklung von RAWs in der Kamera und die Bearbeitung von JPEGs in der Kamera. Für JEPGs können verschiedene Seitenverhältnisse (darunter 16:9 und Quadrat) eingestellt und willkürliche Ausschnitte festgelegt werden, die Wandlung in S/W oder Sepia ist möglich, es können eine Rote-Augen- und eine Gegenlichtkorrektur durchgeführt werden (beides funktioniert gut), die Sättigung kann in +-5 Stufen angepasst werden und schließlich ist es möglich, das Bild zu verkleinern.
  • Bearb. > Überlagerung für die Kombination von zwei oder drei Bildern, die man aus den gespeicherten Aufnahmen auswählen kann.

Menü Einstellungen 1

Hier findet man in neun Untermenüs, die mit den Buchstaben von A bis I gekennzeichnet sind, insgesamt 60 Funktionen, die eingestellt werden können. Man hat den Eindruck, dass es praktisch keine Kamerafunktion geben kann, die nicht in irgendeiner Weise beeinflusst, umgestellt oder getunt werden könnte.

Sehr interessant sind die Möglichkeiten:

  • die AF-Funktion fein abzustimmen, um Back- oder Frontfokus-Probleme zu beheben,
  • die AF-Funktion für den Live-View-Modus einzustellen
  • die Funktion Randsch. Komp. zu aktivieren, die Randabschattungen (Vignettierung) aus dem Bild rechnet
  • und die bereits angesprochene digitale Wasserwaage zu aktivieren.

 

Aber abhängig davon, was die/der Einzelne von ihrer/seiner E-30 verlangt, dürften wohl auch andere Einstellmöglichkeiten als interessant eingestuft werden.

Menü Einstellungen 2

Hier geht es um die Grundeinstellungen wie Datum und Uhrzeit, Monitorhelligkeit, Videoausgang oder Menüsprache.

{jospagebreak_scroll title=Energieversorgung, Sensor und Dateien}

Energieversorgung

Für die Energie sorgt bei der E-30 ein BLM-1 Akku, der auch in der E-3 und der E-520 zum Einsatz kommt. Das heißt: Aufsteiger von der E-520, die Ersatzakkus besitzen, können diese weiterverwenden. Außerdem kann die E-30 mit dem Batteriegriff HLD-4 ausgestattet werden, der ebenfalls von der E-3 bekannt ist.

Sensor und Dateien

Wenn man sich mit dem Gehäuse und den Einstellelementen vertraut gemacht und alles eingestellt hat, was nötig und für den eigenen Arbeitsstil wichtig ist, kann man anfangen, mit der E-30 zu fotografieren – und auch da hat das jüngste Mitglied der Olympus E-Familie einiges zu bieten.

Im Zentrum steht ein neuer Sensor im 4/3-Format. Er misst wie eingangs erwähnt 17,3 x 13 mm und bietet bei der E-30 rund 12,3 Mio. Pixeln Platz, bei der E-3 sind es 10 Mio. Der Unterschied von rund 2,3 Mio. Pixeln macht sich in der Praxis nicht übermäßig bemerkbar.

Die maximale Bildgröße beträgt 4032 x 3024 Pixel. Sie lässt sich reduzieren. Für die Größe „Middle“ stehen die Abmessungen 3200 x 2400 Pixel, 2560 x 1920 Pixel und 1600 x 1200 Pixel zur Wahl, für die Größe „Small“ sind es 1280 x 960 Pixel, 1024 x 768 Pixel und 640 x 480 Pixel.

 

Dieses und weitere Bilder in voller Auflösung finden Sie in unserer Galerie.

Die Speicherung der Daten auf CF- oder xD Picture-Karten erfolgt entweder im Olympus RAW-Format (*.ORF) oder im JPEG-Format. Für JPEG können im Menü verschiedene Komprimierungsstufen eingestellt werden:

  • SuperFine („SF“), Komprimierungsfaktor 1/2,7
  • Fine („F“), Komprimierungsfaktor 1/4
  • Normal („N“), Komprimierungsfaktor 1/8
  • Basic („B“), Komprimierungsfaktor 1/12

Auch die parallele Speicherung von RAW- und JPEG-Dateien ist möglich, und es können Bilder von der einen auf die andere Karte kopiert werden.

RAW-Dateien nutzen immer die gesamte Pixelzahl und belegen zwischen rund 11,8 und 15 MByte auf der Speicherkarte. Die Größe der JPEGs ist nicht nur von der Bildgröße und vom Komprimierungsfaktor abhängig, sondern auch vom Motiv. Die Dateigrößen können daher im Rahmen von rund 8 MByte (Large SuperFine) bis rund 100 KByte (Small Basic) liegen.

In die Praxis ist die Kombination RAW + Large Fine nützlich. Da der sichtbare Unterschied zwischen JPEG Super Fine und JPEG Fine minimal ist, können die um 6 MByte großen Dateien für eine hochwertige Bildpräsentation und auch für Ausdrucke genutzt werden und RAW-Daten stehen für die optimale Ausarbeitung zur Verfügung.

Die eben genannten Werte gelten für das Seitenverhältnis 4:3, das der Sensor tatsächlich aufweist. Außerdem können durch Beschneiden des Ausgangsformats noch die Seitenverhältnisse 3:2, 16:9, 6:6, 5:4, 7:6, 6:5, 7:5 und 3:4 erzeugt werden, die aber nur bei LV-Aufnahmen zur Verfügung stehen.

Die Bilddaten werden mit 12 Bit Farbtiefe aufgezeichnet.

Die Serienbildfunktion der E-30 kommt mit den großen Datenmengen sehr gut zurecht. Mit einer SanDisk Extreme III 16 GB schafften wir 14 Aufnahmen in 2,7 Sek, danach dauerte es 12 Sekunden, bis die Schreibanzeige erlosch. Das gilt sowohl für Aufnahmen im Format JPEG Large Superfine wie auch für RAW-Aufnahmen.

{jospagebreak_scroll title=Autofokus}

Das AF-System hat die E-30 von der E-3 geerbt. 11 AF-Messfelder sind 11 Kreuzsensoren zugeordnet, die wie ein Oval angeordnet sind. Das Oval nimmt den Platz im Zentrum der Einstellscheibe ein. Die Messfelder sind da zu finden, wo bei den meisten Aufnahmen die bildwichtigen Motivteile angeordnet sind. Man kann die Wahl des Messfeldes der Automatik überlassen, eine Gruppe von fünf Messfeldern in Form eines Kreuzes wählen und das Kreuz in der Mitte, links oder rechts platzieren oder mit nur einem der Messfeld arbeiten. Alle Varianten funktionieren sehr gut und sehr schnell. Dennoch gilt meine Vorliebe dem einzelnen Messfeld, das sich gegebenenfalls außermittig platziere. Alles andere ist gut, wenn es um die Schärfennachführung geht und ein Objekt, das sich bewegt bei einer Serie in der Schärfe gehalten werden soll.

{jospagebreak_scroll title=Art-Filter}

Ehe wir zur Abbildungsleistung der E-30 kommen, noch zu einer Funktionserweiterung gegenüber der E-3 und allen anderen Modellen der E-Serie.

So wie bei der Nikon D90 und der Canon EOS 5D Mark II viel über die Filmfunktion gesprochen und geschrieben wurde, legt Olympus bei der E-30 viel Wert auf die so genannten „Art Filter“. Sechs stehen zur Wahl und man kann den gewünschten Filter einstellen, indem man das Betriebsartenwählrad auf ART/SCN stellt und im sich öffnenden Menü die Auswahl durchführt. Beispielbilder zeigen an, was einen erwartet. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Filter:

  • Pop Art. Er sorgt für kräftige („kracherte“) Farben, aber eine Verfremdung des Bildes à la Roy Lichtenstein oder Andy Warhol findet nicht statt.
  • Weichzeichner. Die Konturenschärfe wird etwas verringert, die Farben wirken heller und weniger satt. Wer alt genug ist, um sich an ihn zu erinnern wird vielleicht an David Hamilton und seine verschwiemelten Gören denken.
  • Blasse Farben. Die Bilder wirken pastellig-blass und haben einen leicht bläulichen Schimmer.
  • Weiches Licht. Die Farben wirken wie beim Weichzeichner, aber es bleibt mehr Schärfe im Bild.
  • Monochrome Film. Der Effekt erinnert an einen hart entwickelten, körnigen S/W-Film.
  • Lochkamera. In meinen Augen der schwächste der Filter. Die Bilder sehen aus, wie mit einem schlechten, stark vignettierenden Objektiv aufgenommen, wobei der Charme echter Lochkamerabilder auf der Strecke bleibt.

Beispiele für die Filter finden Sie in unserer Galerie.

Natürlich stellt sich zuerst die Frage, ob es nötig ist, solche Filterfunktionen in eine Kamera zu implementieren, und ob sie nicht besser in der RAW-Software für den Computer aufgehoben wären (wo man sie übrigens nicht findet)?

Man darf aber nicht davon ausgehen, dass jeder Digitalfotograf sich gern lange an den Rechner setzt, um mit Olympus Master 2 (kostenlos) oder Olympus Studio 2 (aufpreispflichtig, aber der Aufpreis lohnt sich) zu arbeiten oder sich in ein Bildbearbeitungsprogramm einzufuchsen. Es gibt auch die Fotografen, die den Rechner eher als lästiges Übel und nicht als kreative Maschine sehen und die Festplatte nur als großen Bildspeicher nutzen. Für sie sind die integrierten Filterfunktionen (und die Möglichkeiten der JPEG-Bearbeitung bzw. der Formatwahl, siehe oben) eine feine Sache.

Da die Filterwirkung in die Bilder hineingerechnet werden muss, dauert das Speichern länger – bis zu 5 Sek. Die Filter werden natürlich nur auf JPEGs angewandt. Wenn man also RAWs und JPEGs parallel aufzeichnet, hat man auf jeden Fall ein unverändertes Bild zur Sicherheit.

{jospagebreak_scroll title=Abbildungsleistung}

Objektiv abhängig. Die Testkamera kam mit dem neuen Zuiko Digital 2,8-3,5/14-54 mm II in die Redaktion. Sein Brennweitenbereich entspricht wegen des 2x Crops beim 4/3 Format dem etwas ungewöhnlichen Zoombereich von 28 mm bis 108 mm [@KB]. Das Vorgängermodell wurde eben noch als „rüstiger Oldie“ in d-pixx 6/2008, Seite 32 besprochen und erhielt die Wertung „Sehr empfehlenswert / 9,5 von 10 Punkten“. Wir gehen davon aus, dass am optischen System der Version II nichts geändert wurde, und dass sich die Überarbeitung nur auf die Einsatzmöglichkeit mit dem Kontrast-AF im Live-View-Modus beschränkt. Auf jeden Fall sind gegenüber der sehr guten alten Version keine Änderungen in der Abbildungsleistung zu erkennen.

Der Brennweitenbereich des 14-54 mm

Schon bei ganz offener Blende, die sich beim Zoomen leider ändert, ist die Leistung ausgezeichnet. Auch feine Details kommen scharf ins Bild. Nur bei kleinster Blende wirken die Bilder etwas weicher, was wohl auf das Phänomen der Beugung zurückzuführen ist. Das gilt für den gesamten Brennweitenbereich. Auch bezogen auf das Bildformat ist die Leistung des Objektivs ausgezeichnet, da praktisch kein Abfall zwischen Bildmitte und Bildrändern festzustellen ist.

Besonders bei den kurzen Brennweiten ist mit geringer Vignettierung zu rechnen, wenn das Motiv dafür anfällig ist (einfarbige Hintergründe wie etwa blauer Himmel). Abblenden um eine Stufe bringt hier schon Abhilfe. Auch schwache Farbsäume können bei Weitwinkelaufnahmen festgestellt werden, wenn das Bild mit 100 % auf dem Monitor betrachtet wird. In Ausdrucken ist davon oft nichts mehr zu sehen. Verzeichnung kann bei den kürzesten Brennweiten tonnenförmig zu sehen sein. Bei allen anderen Brennweiten ist sehr gut auskorrigiert und spielt praktisch keine Rolle.

Diese hervorragende Leistung des Objektivs wird vom Sensor der E-30 adäquat aufgezeichnet und hinsichtlich Schärfe, Kontrast und Auflösung ist die E-30 der E-3 ebenbürtig. In Sachen Weißabgleich hat die E-30 die Nase sogar ein Stückchen vorn. Zwar erhält man mit automatischem Weißabgleich bei Aufnahmen mit Glühlampen einen leichten Gelbstich, aber der ist sehr zurückhaltend und unterstreicht bei vielen Innenaufnahmen die heimelige Atmosphäre. Ansonsten ist die Farbtreue sehr hoch.

Die höhere Pixelzahl hat gegenüber der E-3 nicht zu einer Verschlechterung des Rauschens geführt. Bis ISO 800 können alle Werte problemlos genutzt werden. Bei ISO 1600 kann Rauschen sichtbar werden. Wie störend das „Grieseln“ ist, hängt auch davon ab, wofür man den hohen Wert nutzt. Braucht man ihn, um bei ordentlichen Lichtverhältnissen zu kürzeren Verschlusszeiten oder kleineren Blenden zu kommen, ist es weniger störend. Dagegen tritt es deutlicher zutage, wenn man bei schlechten Lichtverhältnissen überhaupt noch eine Aufnahme machen möchte. ISO 3200 ist rauschbehaftet, aber von vielen Bildern lassen sich brauchbare Ausdrucke bis A4 machen.

Damit ist die E-30 im Wesentlichen auf einer Stufe mit vielen APS-C-Modellen derselben Klasse. Dass diese bei ISO 3200 besser sind und teils noch höhere Werte bieten, macht die E-30 durch den eingebauten, sehr effektiven Bildstabilisator wett. Wo man ohne Stabilisator ISO 3200 braucht, kommt man mit der E-30 mit ISO 800 oder sogar weniger zurecht. Hier spielt natürlich auch die individuelle Konstitution eine Rolle.

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Alles in allem ist die Olympus E-30 mehr als einfach nur eine kleine Schwester der E-3. Wenn man auf die Robustheit der E-3 verzichten kann, die auf den harten Profi-Alltag ausgerichtet ist, wenn man bei schlechtem Wetter selten fotografiert, wenn es keine Rolle spielt, dass der Verschluss der E-3 auf 150.000 Auslösungen getrimmt ist (für die E-30 wird kein entsprechender Wert angegeben) und wenn man ein bisschen sparen möchte, dann ist die neue Olympus E-30 die richtige Wahl. Denn das Gehäuse der E-30 macht einen stabilen, zuverlässigen Eindruck und die  Bildqualität, die sie mit dem Set-Objektiv Zuiko Digital 2,8-3,5/14-54 mm II erzielt, gibt zu keinen Klagen Anlass.

 

 

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