Gleich beim ersten Ausprobieren der neuen Lumix DMC-G1 fiel auf, dass sie – fast schon untypisch für neue Kameras – ohne Movie-Funktion daherkommt. Die ist dem zweiten Modell vorbehalten, das im nächsten Frühjahr auf den Markt kommen wird und von dem ein Dummy zu sehen war.

 

Auf die Movie-Funktion, auch wenn sie durchaus angenehm sein kann, könnte ich im G-System verzichten, nicht aber auf mehr Objektive. Die beiden Set-Zooms decken zwar 14 mm bis 200 mm (28 mm bis 400 mm [@KB]) ab und damit alles, was man normalerweise so braucht – aber Superzooms findet man auch in All-in-One-Kameras, in sehr guter Qualität z. B. in den FZ-Modellen des Hauses Panasonic.

Daher ist es wichtig, dass um den Dummy der HD-Kamera drei Objektive lagen – leider auch nur als auch nicht-funktionierende Muster, aber immerhin. Sie sollen nächstes Jahr kommen. Das 14-140 mm ist natürlich als „Immerdrauf“ interessant, aber wie gesagt – Superzooms gibt es auch woanders. Wesentlich interessanter sind da das ultraflache 1,7/20 mm (40 mm [@KB]) und das Superweitwinkelzoom 4/7-14 mm (14-28 mm), die viel Spaß beim Fotografieren versprechen.

Das Micro 4/3-System ist ein erster Schritt zu „wirklich digitalen Kameras“ (siehe d-pixx 5/2006, Seite 3 und d-pixx 5/2008,  Seite 3) – aber es wird nur Fuß fassen können, wenn interessante, kleine, leichte Objektive ins System kommen. Panasonic ist entschlossen, diese Aufgabe anzugehen – und es gibt ja noch andere Hersteller, die sich mit 4/3 auskennen. Die photokina hat ja noch gar nicht richtig angefangen.

 

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