Vielfach bemängelt wurde, dass Aperture keine RAW-Dateien aus der Bilder-Bibliothek wieder herausgibt – beispielsweise, um sie mit einem anderen Programm wie Photoshop alternativ zu konvertieren. Auch der Autor Dieter Beckhusen erlag während seines Tests diesem Irrtum (zumal in Anwenderforen so berichtet wurde).

Nun ist auch tatsächlich in den Exporteinstellungen von Aperture nicht das RAW-Format zu finden. Diese Einstellungen gelten aber nur für die bearbeiteten Bildversionen einer Masterdatei. Ist diese eine RAW-Datei, kann sie mit dem Befehl: "Export Master" einfach aus Aperture heraus exportiert werden an einen beliebigen Ort auf der Festplatte – als RAW-Datei.

Einer Bearbeitung dieser Export-RAW-Datei in einer anderen RAW-Engine ist dann problemlos möglich. Anschließend kann die so erhaltene PSD- oder TIFF-Datei erneut in Aperture importiert werden. Schade nur, dass Aperture diesen Vorgang noch nicht automatisiert anbietet.

Die ausführliche Vorstellung von Aperture finden Sie in d.pixx 1/2006 ab Seite 58: "Nur für Profis viel zu schade".

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