Ohne Zweifel werden derzeit von fast allen Spiegelreflexfotografen, ob analog oder digital, Zoomobjektive favorisiert, die den Komfort schnellen Brennweitenwechsels bringen und kleiner und leichter als mehrere Objektive fester Brennweite desselben Bereichs sind. Wozu dann eine neues 100-mm-Objektiv fester Brennweite? Die Antwort ist einfach: Das neue Tokina AT-X M100 AF PRO D bietet Qualitäten, zu denen Zoomobjektive nicht fähig sind. Denn dieses neue Modell ist ein erstklassiges Makroobjektiv mit höherer Auflösung, besserem Kontrast und weniger Verzeichnung, als selbst die besten Zooms bieten können, und es läßt sich von unendlich stufen- und lückenlos bis zum Abbildungsmaßstab 1:1 (d. h. bis zu natürlicher Größe auf dem Film bzw. Sensor) scharfstellen.

Die optische Konstruktion ist auf eine Bildkreisgröße zur vollen Auszeichnung des klassischen Kleinbildformats ausgelegt. Das Objektiv kann also sowohl für analoge Kleinbild-SLR-Kameras im Format 24×36 mm als auch für alle und nicht nur für die APS-formatigen Digital-SLR-Kameras eingesetzt werden, wobei der Abbildungsmaßstab 1:1 unabhängig vom Format immer erreicht wird.

Optimal für digitale Fotografie mit CCD- und CMOS-Sensoren Tokina hat wegen der nun schon sehr weit verbreiteten digitalen Fotografie zur Lösung eines nur dort bestehenden Problems Maßnahmen ergriffen: Die glatte Oberfläche der CCD- und CMOS-Sensoren reflektiert viel stärker als die graue und mattere Oberfläche herkömmlicher Filme. Deshalb wird ein Teil des vom Objektiv auf den Sensor fallenden Lichts wieder in Richtung zum Objektiv zurückgeworfen, und wenn dessen Linsen trotz Vergütung nur einen kleinen Teil erneut reflektieren, so überlagern sich dem scharfen Bild nun diffuses Streulicht und eventuell noch stärker störende „Geisterbilder“. Da Tokina das Reflexionsverhalten der Sensoren nicht ändern kann, wurde die Mehrschichtvergütung auf die einzelnen freien Glas-Luft-Flächen der Linsen für noch bessere Reflexionsunterdrückung neu konzipiert und weiter optimiert. Als Ergebnis wird jetzt ein noch höherer Kontrast und Freiheit von Geisterbildern erzielt.

Mechanische Details bringen nützliche Handhabungsvorteile
Die solide Metallfassung und die rutschsichere Oberflächenstrukturierung vermitteln schon bei der ersten Benutzung ein angenehmes Gefühl. Das Fenster vor der Entfernungsskala verhindert das Eindringen von Staub und Schmutz in die Fokussiermechanik. Eine Schärfentiefeskala (die bei den meisten Zooms fehlt) liefert die vor allem im extremen Nahbereich wegen der physikalisch bedingt geringeren Schärfentiefe so wichtige Information darüber, welcher Entfernungsbereich scharf wiedergegeben wird. Die Filterfassung dreht sich beim Scharfstellen nicht mit, was bei der Verwendung von Polfiltern, Verlaufsfiltern, Tricklinsen und am Objektiv anzubringenden Makro-Ringblitzen wichtig ist.
Selbstverständlich hat dieses neue Makroobjektiv AT-X M100 AF PRO D wie viele andere Tokina-ATX-Objektive den schnell bedienbaren Schiebeschalter zur einfachen und raschen Umschaltung zwischen automatischer (AF) und manueller (MF) Scharfeinstellung. Und weil das Makroobjektiv bis zum Maßstab 1:1 über einen besonders großen Entfernungsbereich fokussierbar ist, hat es zusätzlich einen Begrenzungsschalter, mit dem der Makrobereich bei der Anwendung als mittleres Teleobjektiv blockiert und die automatische Scharfeinstellung beschleunigt werden kann (weil kein so großer Bereich zu durchfahren ist).
Bei Makroaufnahmen ist die Brennweite von 100 mm gegenüber 50 mm oder 55 mm bei vielen anderen Makroobjektiven vorteilhaft, weil der freie Aufnahmeabstand deutlich größer ist und schattenfreie Ausleuchtung erlaubt. Zusatznutzen als lichtstarkes mittleres Tele, für Porträts ideal Die Brennweite von 100 mm ist sehr vielseitig nutzbar, in der Landschafts-, der Architektur- und der Sachfotografie vor allem aufgrund der als besonders natürlich empfundenen Perspektive, und außerdem als ideale Porträt-Brennweite. Sie ist lang genug, um die nötige Distanz zum Modell einhalten zu können, bei der es sich noch nicht bedrängt fühlt, in Verbindung mit der hohen Lichtstärke von 1:2,8 ebenfalls lang genug, um das Gesicht scharf von einem unscharf bleibenden Hintergrund abzuheben und so den Blick des Bildbetrachters auf das Hauptmotiv zu lenken; sie ist aber noch nicht so lang, daß bereits die für Superteleobjektive typische Tiefenstauchung und Bildverflachung eintritt. Speziell bei Porträts, wo Blenden um und größer als 5,6 wegen der Konzentration auf eine kleine Schärfentiefe bevorzugt werden, bietet die hohe Lichtstärke Wahlfreiheit über mehrere Blendenstufen für das Spiel mit Schärfe und Unschärfe. Und bei der Available-Light- und der Sportfotografie ist auch mehr Reserve für bewegungsscharfe Aufnahmen bei schachem Licht oder schneller Bewegung drin als bei den im allgemeinen deutlich weniger lichtstarken Telezooms.

Das neue Tokina AT-X M100 AF PRO D ist ab sofort zum Preis von 435,- Euro inklusive Mehrwertsteuer mit Bajonettanschluß für Nikon D oder Canon EOS erhältlich. Die Streulichtblende BH-551 ist bereits im Lieferumfang enthalten.

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